Camping in Norwegen – hilfreiche Tipps für die Vorbereitung

Verfasst am 16.06.2015 | Abgelegt unter Zusatzrubrik Reisen

Es ist die Nähe zur Natur und die himmlische Ruhe, die einen Campingurlaub in Norwegen für viele Menschen so attraktiv macht. Liebhaber des skandinavischen Landes können hier entweder „wild“ campen oder einen der rund 800 Campingplätze nutzen. Es folgen ein paar praktische Tipps, was man bei der Planung einer Campingreise nach Norwegen beachten sollte.

Camping-Spaß: Auf die richtige Ausrüstung kommt es an!

Damit die Camping-Reise nach Norwegen auch in guter Erinnerung bleibt, sollte man die Investition in eine hochwertige Ausrüstung nicht scheuen. Gerade für das Campen in freier Natur ist ein wetterfestes Zelt die wichtigste Voraussetzung, um selbst stürmische und verregnete Tage trocken und gut zu überstehen.

Hier eine Übersicht, welche Utensilien beim Camping-Urlaub in Norwegen neben einem geeigneten Dach über dem Kopf nicht fehlen sollten:

– Reiseapotheke und Erste-Hilfe-Set
– Schlafsack und gute, ausreichend dicke Isomatte
– Campingkocher (sehr viele Zeltplätze haben jedoch auch Küchen)
– Campinggeschirr und -besteck
– Kühltasche
– Trockenfrüchte, Nüsse, Kekse – als kleine Stärkung für zwischendurch

Außerdem ein praktischer Begleiter auf dem Weg durch die dunkle Nacht: eine mobile Beleuchtung. Ob Stirnlampe oder Taschenlampe – in diesem Artikel steht, warum eine zuverlässige Lichtquelle für den Komfort und die Sicherheit beim Campen notwendig ist.

Norwegen-Kenner wissen, dass das Klima in den nordischen Breitengraden auch im Sommer ziemlich rau sein kann. Neben dem üblichen Camping-Equipment ist daher auch die richtige Bekleidung wichtig für den Spaß am Campen. Ins Gepäck gehören also unbedingt regenfeste und wärmende Kleidungsstücke.

Campingplätze oder „Wildcamping“?

Besonders reizvoll für Naturliebhaber ist das sogenannte „Jedermannsrecht“, das in Norwegen seit 1957 im Gesetz verankert ist. So dürfen Besucher des Landes und Einheimische in der freien Natur übernachten, sofern sie einen Abstand von mindestens 150 Metern zum nächsten Haus einhalten. Nicht erlaubt ist das Zelten auf bewirtschafteten Feldern oder Parkplätzen, es sei denn, der Besitzer hat es ausdrücklich erlaubt. Nähere Informationen zum Jedermannsrecht gibt es hier.

Wer gerne etwas mehr Komfort beim Campen genießt, hat in Norwegen die Wahl zwischen rund 800 Campingplätzen. Diese liegen meistens in einer ruhigen Umgebung und fügen sich harmonisch in die Landschaft ein. Die Ausstattung, zu der unter anderem die sanitären Einrichtungen und die Einkaufsmöglichkeiten zählen, wird nach einem festen System bewertet. So ist ein Campingplatz mit einem Stern eher einfach und zweckmäßig ausgestattet. Fünf Sterne dagegen werden für die Plätze vergeben, die ihren Gästen einen Camping-Urlaub auf höchstem Niveau bieten.

Die meisten norwegischen Campingplätze öffnen ihre Pforten von Mai bis September, die klassische Hochsaison für Norwegen-Camper. Im Süden und Westen des Landes kann es auch im April und Oktober günstige Bedingungen zum Campen geben, da dort das Klima weit milder ist als in Nordnorwegen.

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Buchtipps – Veröffentlichungen des Norwegen-Service

Martin Schmidt

Individualreiseführer:
Reisehandbuch NorwegenReisehandbuch Südnorwegen
City Trip Oslo, Bergen, Erfurt / Weimar

Bildband:
Thomas Härtrich & Martin Schmidt: Sehnsucht Norwegen

Sprachbücher:
Einstieg Norwegisch (Hueber Verlag)
Power Sprachtraining (Pons)
Oh, dieses Norwegisch (Conrad Stein Verlag)

Kleine Länderkunde

– 323.802 km² ist Norwegen groß, und damit etwas kleiner als Deutschland. Rechnet man jedoch den von Norwegen verwalteten arktischen Archipel Spitzbergen mit hinzu, sind es 384.824 km².

– Im Gegensatz zu Mitteleuropa ist Norwegen äußerst dünn besiedelt. Gerade einmal 5,2 Millionen Menschen sind im Lande der Wikinger und Elche zu Hause, 660.000 von ihnen wohnen in Oslo, 279.000 in der zweitgrößten Stadt Bergen.

– Norwegen streckt sich reichlich in die Länge. Ganze 1.572 km sind es vom Südzipfel, dem Kap Lindesnes, bis zum Nordkap. An seiner schmalsten Stelle misst das Land gerade einmal 6330 Meter.

– Die Landessprache ist Norwegisch, allerdings in zwei schriftlichen Varianten: bokmål und nynorsk. Dies macht sich auch beim Ländernamen bemerkbar. Heißt Norwegen auf bokmål „Norge“, so trägt das Königreich auf nynorsk die Bezeichnung „Noreg“.
Zweite Landessprache ist Samisch, wenngleich diese nicht alle erlernen müssen.

Bezahlt wird mit der norwegischen Krone.

Homepage-Tipps

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Fun Facts

-> Der Lærdalstunnel ist mit 24,5 km der längste Straßentunnel der Welt. Er führt von Lærdal nach Aurland in Westnorwegen und besitzt drei große, beleuchtete Felshöhlen, in denen man auch anhalten kann.

-> Der Fjærlandstunnel ist der einzige Tunnel der Welt, der unter einem Gletscher entlang führt.

-> Der Eiksundtunnel führt 287 m unter dem Meer entlang und ist somit der tiefste Untersee-Straßentunnel der Welt. Zumindest noch. Tiefere Unterseetunnel sind in Norwegen bereits im Bau.

Vermischtes

Web-Cams aus Norwegen:

Kleine Web-Cam-Sammlung Norwegen

Große Web-Cam-Sammlung Norwegen.

An- und Weiterreise Norwegen

– Ausweis reicht
– Kinder: eigener Kinderreisepass
– Zollvorschriften beachten (speziell für Alkohol und Tabak)
– Einreise mit Tieren -> Link
– Währung: Norwegische Krone (Kurs ca. 1:9,5)
– Geld: Abheben an Geldautomaten vor Ort möglich
– Ca. 50 Euro schon vorab auf der Bank tauschen
– Tipp: Infoseite der Kgl. Norwegischen Botschaft

Anreise
-> Auto:
Über Dänemark (Fähren ab Hirtshals)
Über Schweden (Fähren ab Kiel, Puttgarten, Travemünde, Rostock)
Ab Deutschland (Fähre Kiel-Oslo)

-> Billigflieger:
Norwegian: ab Berlin, Hamburg, Köln, München, Wien nach Oslo. Ab Berlin auch nach Stavanger, Bergen und Trondheim.

Reisen in Norwegen

-> Geschwindigkeitsbegrenzung:
Innerorts: 50 km/h, Landstr.: 80 km/h, Autobahn: 100 km/h

-> Reisegeschwindigkeit:
Durchschnittl. 60-70 km/h, Tagespensum: max. 200 – 300 km

-> Maut:
Kosten pro Urlaub ca. 30-60 Euro/Auto. An den Mautstationen einfach durchfahren.
Zahlung: Rechnung wird zugesandt. (Außer Atlantiktunnel)

-> Fähren:
An Hauptstr.: mehrmals pro Stunde. An kleinen Nebenstr.: 1-5 x / Tag.
Kosten pro Urlaub: 20-120 Euro (je nach Region)

-> Typisch Norwegen:
22.700 Brücken, 952 Straßentunnel, 32 Unterseetunnel und tausende Kreisverkehre…