Geld abheben und wechseln in Norwegen

Verfasst am 21.05.2017 | Abgelegt unter Reisen

Sightseeingtouren, Huskyschlitten fahren, Verwöhnprogramm in der Sauna – in Norwegen kann man schnell viel Geld ausgeben. Tatsächlich summiert es sich, wenn man länger im Land unterwegs ist. Man sollte also mit ausreichend Geld ausgestattet sein oder sich rechtzeitig informieren, wie und wo man an solches kommt. In der Regel kann das große Bargeld zu Hause gelassen werden, denn in Norwegen gibt es genügend Bankautomaten.

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Währung und Wechselkurs

Die Währung in Norwegen ist die Norwegische Krone (NOK oder nkr). Der Wechselkurs zwischen der Norwegischen Krone und dem Euro liegt meist bei einem Verhältnis von 1:9. Den aktuellen Kurs kann man unter anderem hier abrufen. Die Krone wurde 1875 offiziell eingeführt und besteht bis heute aus mehreren Banknoten und Münzen. Wie diese aussehen, kann man sich auf der Seite der Norges-Bank, der Zentralbank Norwegens, ansehen. Die Banknoten gibt es zu 50, 100, 200, 500 und 1.000 Kronen. Münzen sind zu 1, 5, 10 und 20 Kronen im Umlauf. Bis 2010 gab es in Norwegen auch Beträge in Øre, der kleineren Währungseinheit der Krone. Dabei waren 100 Øre 1 Krone. Die Münzen zu 1, 2, 25 und 50 Øre wurden bis 2010 schrittweise abgeschafft, weshalb bei der Bar-Bezahlung in den Geschäften heute gerundet wird.

An Geld kommen

Für die Einreise empfiehlt es sich, etwas Bargeld dabei zu haben. Dieses kann vorab bei der Hausbank oder einem anderen Geldinstitut getauscht werden. Der Wechselkurs bei heimischen Banken ist meist ungünstiger als das Tauschen oder Geldabheben in Norwegen selbst. Das ist allerdings auch von der eigenen Bank und deren jeweiligen Gebühren für den Umtausch und die Beschaffung des Geldes abhängig. Wer mit der Fähre übersetzt, findet dort in der Regel Bankautomaten, an denen das erste Bargeld zu einem besseren Wechselkurs bezogen werden kann.

Im Normalfall kann in Norwegen an jedem Bank-Automaten mit einer EC-Karte von Maestro oder Cirrus Geld abgehoben werden. Die Automaten, auch als Minibank deklariert, befinden sich vermehrt in den regionalen Zentren. Aber auch beim Geldabheben muss man je nach Bank und Konto oft unterschiedlich hohe Gebühren in Kauf nehmen. Wer plant, an verschiedenen Orten kleinere Geldsummen zu beziehen, sollte sich daher schon vor der Abreise genau über die Auslands-Konditionen der eigenen Hausbank informieren. Bankinstitute wie die DKB oder die Norisbank bieten etwa ein kostenloses Girokonto, zu dessen Vorteil es zählt, dass man weltweit kostenlos Bargeld abheben kann. Andere Banken verlangen eine Service-Gebühr, die meist bei 5 Euro plus einem Prozentanteil des abgehobenen Geldes beträgt.

Neben einem weitreichenden Automatennetz kann man gelegentlich auch an den Supermarktkassen Geld über die EC- oder Kreditkarte bekommen. Eine weitere Möglichkeit sind die klassischen Wechselstuben, die sich in den größeren Städten und touristischen Vierteln befinden. Zudem bieten einige Hotels an, Geld umzutauschen. Allerdings ist der Wechselkurs hier meist ungünstiger als am Automaten.

Bezahlen und Trinkgeld geben

In den allermeisten Geschäften und Restaurants, aber auch in Museen, ist die Bezahlung (auch Kleinstbeträge) mit der Kreditkarte möglich. Die Visa-Card ist am verbreitetsten, da auch viele Norweger mit dieser Karte zahlen. Allerdings sollte man vorher nachfragen, ob die Kreditkartenzahlung funktioniert. Zur Verifizierung muss man meistens die PIN angeben. Mit der Maestro EC-Karte hingegen kann man in Norwegen in der Regel nicht bezahlen. Das liegt daran, dass hier das Bank Axept System, ein Konkurrenz-System von Maestro, angewendet wird.

Trinkgeld geben ist in Norwegen nicht üblich, wird aber gerne gesehen. Bei Restaurants und Hotels ist der Service normalerweise in der Rechnung enthalten. Eine hervorragende Leistung kann aber mit einer einfachen Betragsaufrundung oder maximal mit einem Plus von circa 5 Prozent honoriert werden.

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Norwegische Impressionen

(c) Reinhard Pantke

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Vermischtes

Wusstest du schon, dass
… … es in Norwegen über 22.700 Brücken gibt?

Zitat:
„Was für ein Land, meine Heimat! Schneebedeckte Berge und der Geruch nach Heide und Moor. Eine frische Brise, die über kristallklares Wasser heranweht, von Fjorden, die sich in die verstecktesten Winkel schlängeln. Wo im Sommer die Sonne nie verschwindet, gerade nur den Horizont berührt, bevor sie wieder aufsteigt und ihre Bahn über den Himmel zieht.“ (Liv Ullmann, *1938, aus: Wandlungen)

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