Goldwaschen in Norwegen

Verfasst am 02.05.2015 | Abgelegt unter Entdeckungen-am-Wegesrand, Natur / Fauna / Flora, Sport / Freizeit / Wanderungen

Spricht man im Zusammenhang mit Skandinavien von Gold, so ist meist von Finnland oder Schweden die Rede. Das soll natürlich nicht heißen, dass es in Norwegen dieses Edelmetall nicht gibt, ganz im Gegenteil, nur ist die Suche nach selbigem hier deutlich weniger touristisch untermauert. Sprich, man muss sich selbst eine geeignete Stelle suchen und aktiv werden.

Goldfunde NorwegenMan unterscheidet in Lagerstätten im Berg (grunnfjell – rot) und in Sedimenten, also an Flüssen und in Moränen (løsmasser – gelb). Jene in Sedimenten sind die, die für Laien am besten zugänglich sind.
Kommerzieller Goldabbau fand zwischen 1759 und 1900 im ostnorwegischen Eidsvoll statt und wird seit ein paar Jahren in Kolsvik bei Bindal betrieben. Weitere abbaubare Vorkommen werden heute hingegen südlich von Bergen, auf der Insel Bømlo vermutet.
Die am besten zugänglichen Sedimentlagerstätten sind in Eidsvoll, Oppdal, Grong (Totenåsen), Bindal und vor allem auf der Finnmarksvidda in Karasjok, ganz im Norden zu finden.

Gold sammelt sich in den Bodensedimenten der Flüsse und Bäche. Besonders dort, wo das Wasser eine optimale Geschwindigkeit hat, also auch nicht zu stark fließt. Es kann hinter Steinen, in querlaufenden Rissen im Boden, unter Wasserfällen, in Strudeltöpfen und Kiesbänken zu finden sein.

Zum Goldwaschen benötigt man eine Goldwaschpfanne, was im Notfall auch eine ganz normale Pfanne sein kann.
Nun füllt man die Pfanne zur Hälfte mit Sedimentmaterial und etwas Wasser. Die Pfanne wird daraufhin so bewegt, dass das schwere Gold zu Boden gleitet. Die Lockersedimente werden nach und nach abgegossen. (hier eine Anleitung)
Das Gold gleicht meist einem schon gekautem Kaugummi und sollte nicht mit Katzengold (Pyrit) verwechselt werden. Dieses schimmert matter und würde beim Schneiden in Stücke zerfallen.

Eine Kuriosität am Rande: Da in der Gegend von Grong in den Sedimenten viel Gold enthalten ist, wird vermutet, dass bei der Aufschüttung der neuen E 6 Gold im Wert von 20 Millionen Kronen (rund 2,5 Mio. Euro) verbaut wurde.

Hinweis: Vor dem Waschen muss der Grundstücksbesitzer um Erlaubnis gefragt werden. Diesem steht faktisch auch ein Anteil des gefundenen Goldes zu.,

Norwegeninfos:

Norwegische Impressionen

(c) Reinhard Pantke

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„Was für ein Land, meine Heimat! Schneebedeckte Berge und der Geruch nach Heide und Moor. Eine frische Brise, die über kristallklares Wasser heranweht, von Fjorden, die sich in die verstecktesten Winkel schlängeln. Wo im Sommer die Sonne nie verschwindet, gerade nur den Horizont berührt, bevor sie wieder aufsteigt und ihre Bahn über den Himmel zieht.“ (Liv Ullmann, *1938, aus: Wandlungen)

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