The Big 5

Tiere, die man gesehen haben muss

links: Ein Zufallstreffer – Schweinswale an der Atlantikstraße

The Big 5

In Afrika bezeichneten Großwildjäger als „The Big 5“, also „Die Großen 5“, Tiere, die jeder einmal vor der Flinte gehabt haben soll. Heute zielen die allermeisten zum Glück nicht mehr mit dem Gewehr, sondern mit der Kamera. Und auch in Norwegen gibt es große bzw. erhabene Tiere, die man einmal gesehen haben sollte. Hier „Die Großen Fünf“ Norwegen, unterteilt nach Kategorien:

Big 5 – Für Einsteiger

Diese 5 Tierarten zusammen zu bekommen ist zwar nicht einfach, aber machbar. (Und zur Not kann man bei diesen immer noch etwas schummeln …)

1. Das Rentier (Reinsdyr)

Eine vergleichsweise einfache Aufgabe. Sobald man nördlich des Polarkreises ist, laufen sie einem über den Weg. Schwieriger sieht es in Südnorwegen aus. Da muss man schon meist die Nationalparks Reinheimen, Forollhogna oder Dovre besuchen und sich die Wanderschuhe anziehen.

2. Der Elch (Elg)

Besonders wenn die Nahrung knapp wird, also im Winter, wagt er sich aus der Deckung. Aber auch im Sommer kann man ihn auf Wiesen am Waldesrand zuweilen entdecken. Doch es braucht Geduld! Viele sichteten ihn erst auf der fünften oder sechsten Reise nach Norwegen. Am häufigsten zeigt er sich im Østerdalen in Ostnorwegen, in der Valdres, der Telemark und entlang der südlichen Rv 17. Im äußersten Notfall kann man sich auch einer Elchsafari anschließen oder ihn in den Zoos von Bardufoss, Namskogan und Kristiansand besuchen.

3. Der Moschusochse (Moskus)

Moschusochsen waren in Norwegen schon ausgestorben, als sie 1947 im Dovrefjell wieder angesiedelt wurden. Hier lebt heute eine Herde von rund 300 Tieren, die man auf Wanderungen durch den Nationalpark häufig sichtet.

4. Der Seeadler (Havørn)

Der König der Lüfte lebt, wie könnte es anders sein, an der Küste des Landes. Am liebsten hält er sich im Norden des Landes auf. Auf den Lofoten, und hier speziell im Raftsund, hat man gute Chancen ihn zu entdecken. Spezielle Seeadlersafaris helfen bei der Suche.

5. Der Wal (Hval)

Vom König der Lüfte zum Herrscher des Meeres – dem Wal. Die ganz großen Exemplare, also die Pottwale, leben im Norden des Landes. Sie kann man auf Walsafaris erleben und bestaunen. Diese starten u.a. in Andenes auf den Vesterålen. Doch auch in Südnorwegen kann man Glück haben. In den Fjorden und in Buchten am Meer, z.B. an der Atlantikstraße, tummeln sich oft kleine Schweinswale. Ihre Rückenflossen kann man gut erkennen (Und wo sie momentan gerade sind, erkennt man gut an der Menschentraube die wie gebannt auf einen Fleck im Wasser starrt.)

Big 5 – Für Fortgeschrittene

Einige der folgenden fünf Tierarten könnten auch in der ersten Liste erwähnt sein, doch bekommt man sie eher selten zu Gesicht. Sie zu beobachten erfordert einiges Geschick.

1. Der Bär (Bjørn)

Hierbei ist es ganz egal, ob es sich nun um einen Braunbären oder einen Eisbären handelt. Beide sind äußerst scheu und selten zu sehen. Und sollte man sie entdecken, sollte man Vorsicht walten lassen. Der Braunbär zeigt sich am häufigsten in den Wäldern Ostnorwegens, an der Grenze zu Schweden, der Eisbär hingegen ausnahmslos auf Spitzbergen.

2. Der Vielfraß (Jerv)

Von ihm gibt es leider nicht mehr viele. Die Population wird auf 300 Tiere geschätzt. Die Gemeinde Bardu trägt den Vielfraß in ihrem Wappen, was davon zeugt, dass hier noch einige der Tiere leben. Ansonsten trifft man den Vielfraß noch in Ostnorwegen in der Region um den Fluss Glomma und der Finnmark an.

3. Der Wolf (Ulv)

Wölfe gibt es in Norwegen noch einige, nur werden sie von Bauern nicht gerade gerne gesehen. Den größten Bestand findet man in Ostnorwegen in den Wäldern östlich der Orte Rena und Elverum.

4. Der Luchs (Gaupe)

In Norwegen und Schweden gibt es derzeit rund 2000 Luchs. Das ist eine erstaunliche Zahl, wo doch der Luchs vor etwa Hundert Jahren nahezu ausgerottet war. In Norwegen findet man ihn zumeist in den Wäldern im Osten und Süden des Landes, weniger im Westen.

5. Der Polarfuchs (Fjellrev)

Der Polarfuchs ist in Skandinavien vom Aussterben bedroht. Auf dem norwegischen Festland gibt es noch rund 50 Individuen, die meisten davon in den Fylken Troms und Finnmark (Varanger). Auf Spitzbergen ist der Bestand größer. Hier sind auch die Chancen am besten, dieses schöne Tier in freier Wildbahn zu erleben.

 

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