Sauna Behandlung

Beitrag vom Dienstag, 14. Februar 2017

Sauna in Norwegen

Die Sauna gilt ja im allgemeinen immer ein wenig als finnische Erfindung. Ganz richtig ist dies nicht, zwei Dinge stimmen jedoch. Das Wort „Sauna“, das heute für die ältere Bezeichnung „Badestube“ verwendet wird, stammt aus dem Finnischen und die Finnen sind die glühendsten Verfechter und Freunde der Sauna.

Im Norwegischen trägt das Dampfbad noch heute seine herkömmliche Bezeichnung und wird „badstue“ oder auch „badstu“ genannt.
Ihren Ursprung hat die Sauna wohl irgendwo in der Steinzeit, in dem Versuch, sich gegen die Kälte zu schützen. Die ältesten Funde stammen dabei übrigens aus Asien. Doch auch in Nordamerika und bei den Inuits waren Schwitzbäder weit verbreitet.

Im Mittelalter war die Sauna dann in ganz Skandinavien anzutreffen und äußerst beliebt. Kein Wunder, war diese doch ein perfektes Mittel um sich gegen das widrige Klima und die Wetterunbilden zu schützen. Saunen gab es seinerzeit in Norwegen nahezu an jedem Ort. Da diese jedoch gemischt, also von Männern und Frauen gemeinsam, besucht wurden, setzte sich die Kirche für ein Verbot ein. In der Folge kam es ab dem 16. Jahrhundert zu einem Abebben der Saunakultur in Norwegen.

Erst rund 100 Jahre später, ab dem 17. Jahrhundert, stieg mit dem Zuzug finnischer und später quänischer Einwanderer die Beliebtheit der Sauna wieder an. Allerdings nur in Ost- und Nordnorwegen. Ansonsten sind Badestuben nur aus den Gebieten Setesdal und Åseral überliefert. Andernorts wurden Saunen zu Trockenhäusern (tørkehus) umfunktioniert, in denen man vor allem Korn trocknete.

Erst in den 1930er Jahren erlebte die Sauna in Norwegen eine Renaissance. Trotzdem ist diese heute noch vor allem in den östlichen Regionen, speziell in Finnskogen verbreitet, wo Nachfahren oben erwähnter finnischer Einwanderer leben. Diese pflegen natürlich ihre Kultur und damit auch das Leben im und mit dem Dampfbad.

Reist man durch Norwegen, so wird man der Sauna also deutlich seltener begegnen als in Finnland. Einige Campingplätze besitzen zwar eine, und viele Hotels, private Hütten kommen aber auch oft ohne aus. Private Saunen sind nur wenig verbreitet, und wenn, dann sind diese noch eher auf dem Lande, als in der Stadt anzutreffen.

Ein Saunagang belebt, reinigt und ist dem Immunsystem äußerst zuträglich. In Finnland z.B. gibt es heutzutage mehr private als öffentliche Saunen. In Deutschland ist dies genau anders herum. Wer nun aber regelmäßig ein Dampfbad besuchen möchte, für den lohnt sich die Anschaffung einer eigenen Sauna in jedem Fall. Es gibt Modelle in verschiedenen Größen und Preisklassen. Im Grunde ist da für jede Räumlichkeit und für fast jeden Geldbeutel etwas dabei.

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