Das Nachtleben in Norwegen

Verfasst am 21.06.2019 | Abgelegt unter Zusatzrubrik Reisen

Der Norden ist im Gegensatz zum Süden vielleicht nicht gerade für sein üppiges Nachtleben bekannt. Trotzdem kann man in einigen Orten voll auf seine Kosten kommen, wenngleich man auf Grund des hohen Preisniveaus nach der „Sause“ deutlich ärmer sein dürfte, als zuvor.

Nachtleben

Ein durchaus üppiges Nachtleben spielt sich in den größeren Städten ab, genauer gesagt in Oslo, Bergen, Trondheim, Stavanger, Kristiansand und Tromsø.
In Oslo lohnt ein abendlicher Besuch der Karl Johans gate und bis 11 Uhr auch des Hafenviertels Aker Brygge. Viele Kneipen am Stück findet man in der kleinen Gasse tröget, die von der Torggate abzweigt.
In Bergen finden sich die besten Kneipen direkt im Zentrum, in Trondheim in den Stadtvierteln Nedre Elvehavn und Baklandet. Von allen Städten hat der 75.000-Einwohner Ort Tromsø wohl die größte Kneipendichte. Diese beschert ein üppiges Nachtleben bis spät in die Nacht.

Da die Preise fürs Ausgehen schwindelerregende Höhen erreichen können, hat man sich in Norwegen etwas einfallen lassen. Man nennt es das „Vorspiel“. Das Wort stammt zwar aus dem Deutschen, hat aber mit der üblichen sexuellen Konnotation nur so viel gemein, als dass man eben vor dem „Eigentlichen“ noch etwas macht, im norwegischen Fall – trinken. Man trifft sich zuhause und pichelt erst mal ein paar Flaschen Bier und etwas Wein, um so die notwendige Basis für die abendliche Sause auswärts zu schaffen. Anschließend müssen dann vom 70-80 Kronen teuren Kneipenbier nur noch wenige getrunken werden, um sich bei Laune zu halten. Wein schlägt im Lokal übrigens mit 50-60 NOK für das winzige 0,1-l-Glas zu Buche.
Nachdem in den letzten Jahren die Kleiderordnung gelockert wurde, darf der Gast heute die meisten Kneipen und Discos auch in Jeans betreten (wenn er mindestens 18 Jahre alt ist). Meist muss man – aus Prestigegründen – sogar 20 bis 25 Lenze zählen, um eingelassen zu werden. Lästig und gewöhnungsbedürftig ist die Begutachtung durch einen Türsteher. Allerdings, über Altersgrenzen lässt sich auch verhandeln, und den kräftigen norwegischen Männern am Eingang sollte man einfach ein Lächeln schenken.

Discos, die nicht einem Hotel angeschlossen sind, findet man eigentlich nur in Oslo, Bergen, Stavanger und Trondheim. An Eintritt werden oft 100 NOK verlangt, unter der Woche ist der Zugang manchmal gratis.

Wem nun das Nachtleben zu teuer ist, kann immerhin ein Nettcasino besuchen, oder aber an der „Runde“ teilnehmen. Diese ist auf dem Lande besonders beliebt. Man trifft sich am Abend auf dem meist reichlich asphaltiertem Platz in der Mitte des Ortes und lässt die Motoren warmlaufen. Anschließend fährt man gemeinsam mit lauter Musikbeschallung Rund um Runde durch die Siedlung. Die „konspirativen“ Zusammenkünfte sind besonders bei der örtlichen Jugend beliebt, wenngleich es für diesen Schabernack zumindest offiziell keine Altersbegrenzung gibt.

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