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Beitrag vom Freitag, 15. Januar 2021

Das neue Assassin’s Creed in Norwegen

Norwegen hat es in den letzten Jahren in zahlreiche Filme und Spiele geschafft. Der hohe Norden ist mittlerweile eine beliebte Kulisse für verschiedenste Abenteuer, die sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart spielen. Dabei stehen Themen wie die nordische Mythologie, das Leben der Wikinger und die raue Natur der kalten Region im Vordergrund. Im November 2020 erschien nun endlich der langersehnte neue Teil der Assassin’s Creed-Reihe. Mit dem Titel Assassin’s Creed Valhalla kündigt das Spiel bereits an, in welche Klans man diesmal eintauchen darf: die Wikinger.

Das Spielprinzip

Im Open-World-Action-Game Assassin’s Creed Valhalla darf man sich wieder auf eine ähnliche Spielweise wie in den Vorgängerteilen freuen. Dabei erkundet man Regionen, meistert die Haupt- und Nebenquests und kann dazu jede Menge Schätze sammeln. Zu Beginn darf der Spieler wählen, ob er die Hauptfigur Eivor als Frau oder Mann spielen möchte. Dazu können Haare, Kriegsbemalungen und andere Details angepasst werden. Eivor ist Anführer des Klans aus Norwegen und führt ihn gegen die angelsächsischen Königreiche an. Dabei ist es nicht immer nötig, in den Kampf zu ziehen, denn Eivor muss sich auch in Diplomatie üben. Um den Ruf der Wikinger gerecht zu werden, ist er allerdings ein talentierter Krieger und weiß mit seinen Waffen umzugehen. Während man in den vorherigen Spielen der Reihe meist linear immer wieder an neue Orte gelangt, kehrt man im neuen Teil immer wieder in seine Siedlung zurück. Hier werden Informationen über neue Gebiete von Kundschaftern geteilt und somit eine besonders realistische Spielerfahrung kreiert. Natürlich geht es auch wieder aufs Meer, wie sollte es bei den tapferen Seefahrern aus Norwegen anders sein! Allerdings wird die Seefahrt in diesem Spiel nur zu Transportzwecken genutzt, Seeschlachten wird es keine mehr geben.

Das Setting im Spiel

Zu Beginn von Valhalla finden sich Spieler im Jahr 873 n. Chr. wieder. Norwegen ist in dieser Zeit stark überbevölkert und so versuchen Klans von Wikingern verschiedene Teile von Europa zu erobern, um dort ihre Siedlungen aufzubauen. Auch Eivor ist einer dieser Klanführer und für seine Männer und Frauen verantwortlich. Er führt diese in den Kampf und versucht sich vor allem im heutigen England auszubreiten. Dabei werden verschiedene Figuren der Geschichte herangezogen, gegen die Eivor und seine kleine Armee antreten müssen, darunter z. B. Alfred der Große, der damalige König von Wessex. Man kann im Spiel Teile Norwegens erkunden, dazu kommt man nach London, Winchester und York. In DLCs, die erst im kommenden Jahr erscheinen werden, sollen weitere Geschichtsstränge in neuen Regionen verfügbar werden. So soll man dann z. B. auch nach Paris gelangen. Mit den echten Schauplätzen versucht man das Erlebnis im Spiel möglichst realistisch zu gestalten und wahre Geschehnisse mit der fiktiven Storyline von Eivor zu verweben. Natürlich trifft der Wikinger früher oder später auch auf die Assassinen und schließt sich dem Orden der Ältesten an. 

Nordische Mythologie eingeflochten

Mythologie und Fantasie sind in Assassin’s Creed ein wichtiger Bestandteil. Allerdings wird hier eine ganz neue Art der Legenden geschaffen, die nur zum Teil aus der bekannten Mythologie eines Landes stammen. Wer bereits andere Teile von Assassin’s Creed gespielt hat, weiß, dass es in der fiktiven Spielwelt eine antike Zivilisation gegeben hat, in der Götter auf Erden lebten. Später finden Assassinen verschiedene mächtige Artefakte aus dieser Zivilisation wie den Edenapfel, der seinem Besitzer mächtige Kräfte verleiht. In Valhalla findet man aber auch einige Anspielungen an die Legenden und Götter des Nordens. So kann man mit einem Vogel über die Landschaft fliegen und damit die Region auskundschaften. Eivor kann dabei durch die Augen des Rabens blicken, eine Funktion die als „Odin’s Sight“ bezeichnet wird. Natürlich ist auch der Titel des Spiels eine Anspielung, denn Valhalla ist der Name der nordischen Unterwelt, in der gefallene Krieger zu ihrer letzten Ruhe kommen. Nur die tapfersten gelangen an diesen Ort. Außerdem kann Eivor nach Jotunheim reisen, ein weiteres Reich aus der nordischen Mythologie. Die Assassin’s-Creed-Reihe ist mit ihren mythologischen Details aber nicht alleine, denn viele Spiele bauen heute auf die nordische oder oftmals auch auf die griechische Mythologie. AAA-Titel wie God of War, Vikings: Wolves of Midgard oder Hellblade Senua’s Sacrafice sind dabei nur einige Beispiele. Gerade erschienen ist auch das Game Immortals Fenyx Rising, das sich um die Götter des Olymps und die Titanen des antiken Griechenlands dreht. Besonders beliebt sind mythologische Designs auch bei neuen Online Slots wie dem Spiel Zeus III, bei denen Spieler an den Walzen drehen können. Da viele Symbole aus der Mythologie mit Glück oder Pech verbunden sind, ist es kein Wunder, dass sie bei Glücksspielen gerne eingesetzt werden.

Assassin’s Creed Valhalla bringt Spieler direkt nach Norwegen und versetzt sie in eine wilde Zeit voller Machtkämpfe und Wikingerleben zurück. Die Umsetzung ist wirklich gut gelungen, weshalb das Spiel bereits zahlreiches Lob erhalten hat.

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