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Beitrag vom Dienstag, 31. August 2021

Deutsch und Norwegisch: Zwei gar nicht so verschiedene Sprachen

Eine Reise nach Norwegen verspricht Naturspektakel, die für immer in Erinnerung bleiben. Nordlichter in der Nacht, Wildtiere und weite Fjorde sind nur einige der Gründe, warum das Land so gern bereist wird. Doch egal, ob Sie nur für einen Kurztrip nach Norwegen reisen oder vielleicht sogar länger bleiben möchten: Wer zumindest ein paar Wörter in der Fremdsprache kennt, hat es leichter. Noch dazu macht es Spaß, eine neue Sprache zu lernen – und Norwegisch ist gar nicht so schwierig zu erlernen, wie es auf den ersten Blick scheint.

Zwei germanische Sprachen

Sowohl Deutsch als auch Norwegisch entstammen dem germanischen Zweig. Es gibt viele verschiedene Dialekte, die auf zwei schriftlichen Varianten basieren – Bokmål und Nynorsk. Dem Norwegischen ähnlich sind darüber hinaus Schwedisch und Dänisch. Aber auch mit der deutschen Sprache gibt es Gemeinsamkeiten, entspringen doch beide Sprachen der germanischen Sprachfamilie: Viele Wörter werden Sie erkennen, und auch die Grammatik ist recht ähnlich. So gibt es zum Beispiel, genau wie in der deutschen Sprache, drei Geschlechter. Viele Menschen berichten außerdem, dass sie die norwegische Grammatik als viel unkomplizierter als die deutsche einstufen.

Was die Aussprache betrifft, gibt es ebenfalls Ähnlichkeiten: Das deutsche Wort „ehrlich“ zum Beispiel heißt auf Norwegisch „ærlig“, ausgesprochen wie „ärli“. Aus „Zucker“ wird im Norwegischen dann außerdem „sukker“ – und bereits an diesen Kleinigkeiten wird deutlich, dass die Chancen gut stehen, einige Grundlagen schnell gemeistert zu haben. Und wenn die Grammatik nicht perfekt sitzt, man sich aber dennoch Mühe gibt, ist das doch immer gern gesehen. Beginnen Sie das Gespräch zudem immer gern mit einem „Hei“, ausgesprochen „Hai“, oder einem „God dag“, so haben Sie zumindest die passende Begrüßung direkt parat. Wie gut Sie die Sprache am Ende wirklich beherrschen müssen, hängt natürlich von Ihrem Ziel ab. Im Urlaub reichen ein paar Brocken, möchte man auswandern, empfiehlt es sich, sich direkt zu Beginn tiefergehend mit der Sprache zu beschäftigen. Je nach Anliegen kann es auch nicht schaden, zumindest die für die Situation wichtigsten Begriffe zu lernen: Planen Sie beispielsweise einen Abend im Casino, werden Sie das französische „Rien ne va plus“ wohl erkennen, andere Begriffe verstehen Sie aber vielleicht nicht. Im Online-Casino wo es dann echt um Geld geht, möchten Sie die Sprache aber ebenso beherrschen wie in einem lokalen Casino – und in dem Fall sollten Sie sich dann mit ein paar norwegischen Wörtern vertraut machen.

Eine Sprache der Dialekte

In Deutschland lernen Sie Hochdeutsch, auch wenn verschiedene Dialekte je nach Region an der Tagesordnung sind. Das gibt es so in Norwegen nicht. Stattdessen werden viele verschiedene Dialekte gesprochen. Wenn Sie die Sprache lernen möchten, orientieren Sie sich am Schriftbild, werden aber merken, dass die Wörter und Aussprache je nach Region variieren.

Die offiziellen schriftlichen Amtssprachen sind Bokmål und Nynorsk. Beherrschen Sie die Schriftsprache, sind Sie auf einem guten Weg. Im Alltag werden Sie aber auch bei diesen beiden Sprachen merken, dass so eigentlich nicht gesprochen wird. Was Sie hören werden, sind immer verschiedene Dialekte. Diese sind für Menschen, die Norwegisch lernen möchten, die größten Herausforderungen. Während Sie die Grammatik, etwa die Ordnung nach Subjekt, Prädikat und Objekt, schnell übernehmen können, sind die Dialekte etwas, das Zeit braucht. Hier sollte man sich nicht ärgern, denn obgleich das Beherrschen der Schriftsprache schon ein guter erster Schritt ist, kann es Jahre dauern, bis Sie verschiedene Dialekte verstehen oder gar sprechen können – und werden dann vermutlich dennoch immer wieder auf regionale Dialekte stoßen, mit denen Sie zunächst wenig anfangen können.

Falls Sie sich in Anbetracht der vielen Dialekte nun immer noch fragen, wo Sie denn am besten beginnen sollen: Starten Sie mit Bokmål (Buchsprache), denn das nutzt der Großteil der Menschen in Norwegen. Beherrschen Sie die Grundlagen, können Sie sich an Nynorsk (Neunorwegisch) versuchen. Gerade diese Variante ist dann hilfreich, um ein besseres Gefühl für die verschiedenen Dialekte des Landes zu bekommen. Aber überfordern Sie sich nicht: Es wird seine Zeit dauern, bis Sie verschiedene Dialekte erkennen und unterscheiden können.

Norwegisch lernen: Diese Möglichkeiten haben Sie

Dass es eine gute Idee ist, mit Bokmål zu starten, zeigt sich auch an Sprachkursen oder beim Lernen per App: Sie werden so gut wie immer mit diesem Dialekt starten, handelt es sich doch hier um die meistgenutzte Schriftsprache des Landes. Nutzen Sie eine App, können Sie sich für kostenlose Varianten oder Apps mit mehr Funktionen und Lektionen, für die Sie dann etwas Geld zahlen, entscheiden. Apps eignen sich gut, um bereits vor der Reise ein paar Wörter und wichtige Sätze zu lernen. Nebenbei lernen Sie dann auch gleich noch etwas Schwedisch und Dänisch, denn Norwegisch ähnelt den beiden Sprachen. Gern genutzte Apps sind zum Beispiel Babbel oder Duolingo.

Wer möchte, kann zudem auch in Norwegen selbst einen Sprachkurs besuchen. Es gibt sowohl Grund- als auch Intensivkurse. Diese zu besuchen, ist empfehlenswert, wenn Sie sich länger in Norwegen aufhalten möchten. Gerade in größeren Städten wie etwa Bergen und Oslo ist es kein Problem, derartige Kurse auch kurzfristig zu besuchen. Alternativ werden auch Online-Kurse angeboten, sodass Sie gar nicht vor Ort sein müssen. So können Sie ebenfalls bereits von Deutschland aus mit dem Lernen beginnen, um sich auf Ihre Reise vorzubereiten.

Hilfreiche Tipps, um eine neue Sprache zu lernen

Die Schriftsprache zu beherrschen, ist die eine Sache. Um im Alltag aber nicht allzu steif und wie auswendig gelernt zu klingen, sollten Sie sich aber unters Volk mischen: Sprechen Sie bei jeder Gelegenheit und lauschen Sie den Einheimischen. Aufgrund der vielen Dialekte wird das zu Beginn schwierig sein, ist aber gleichzeitig wichtig, um die Sprache besser kennenzulernen. Auch empfiehlt es sich, Zeitungen und Nachrichten in einfacher Sprache zu lesen. Podcasts können ebenso dabei helfen, zu verstehen, wie im Alltag kommuniziert wird.

Da beide Sprachen derselben Sprachfamilie entstammen, werden Sie sich viele Wörter schnell merken können. Ansonsten ist es immer hilfreich, Vokabeln mit Eselsbrücken zu lernen. Denken Sie an etwas, das für Sie wichtig ist und spinnen Sie sich eine kleine Geschichte zusammen, so werden Sie auch die schwierigsten Vokabeln schnell verinnerlicht haben.

Sorgen Sie sich außerdem nicht davor, Fehler zu machen. Diese gehören dazu, nur so können wir lernen. Trauen Sie sich, mit Einheimischen zu sprechen, starten Sie mit einer einfachen Bestellung im Café und fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen. So werden Sie hoffentlich schnell merken, wie motivierend es ist, plötzlich etwas von einer Sprache zu verstehen, die vor kurzer Zeit noch völlig fremd schien.

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