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Beitrag vom Freitag, 23. Juli 2021

Die aktuelle Tabaksituation in Norwegen

In Norwegen ist das Rauchen nur auf der Straße und in Privathäusern erlaubt, denn vor kurzem trat das neue Anti-Raucher-Gesetz in Kraft, das das seit 1988 geltende Verbot auf Bars, Kneipen, Clubs und Restaurants ausdehnt. Durch diese Maßnahme ist Norwegen nach Irland das zweite Land der Welt, das das Rauchen in allen öffentlichen und Unterhaltungsstätten verbietet, und droht bei Nichteinhaltung mit hohen Geldstrafen.

Diesbezüglich wurde eine so strenge Gesetzgebung in Kraft gesetzt, und nur Maßnahmen einiger Bundesstaaten und Städte in den Vereinigten Staaten können ihr entsprechen. Im Fall Norwegens begann 1971 das totale Rauchverbot und der Prozess der Bildung des Nationalkomitees für Tabakrisiken erreichte seinen Höhepunkt, der sich in der Verabschiedung mehrerer Gesetze niederschlug, bis das Gesetz von 1988 nur die rauchfreien Lebensmittelunternehmen verließ.

Die Motivation für dieses Gesetz, das 2001 in Bearbeitung war und im Mai 2003 verabschiedet wurde, liegt nach Angaben der norwegischen Regierung in der Notwendigkeit, Mitarbeiter von Bars und Restaurants vor Tabakschäden zu schützen und den Zugang zu diesen Räumlichkeiten für Asthmatiker und Allergien. Allerdings sind Außenterrassen vom Verbot ausgenommen, obwohl ihre Nutzung in einem Land mit niedrigen Temperaturen wie Norwegen auf wenige Monate beschränkt ist.

Der Anteil jugendlicher Raucher hat sich in fünf Jahren halbiert

Der Prozentsatz der norwegischen Teenager, die täglich Tabak rauchen, hat sich in fünf Jahren um die Hälfte verringert und erreichte fünf Prozent, was den niedrigsten Stand seit Beginn der Studien darstellt, berichtete heute die Direktion für Soziales und Gesundheit. Dieses Gremium begann 1975, die Rauchgewohnheiten von Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren zu untersuchen, als 15,1 Prozent der Männer und 17 Prozent der Frauen angaben, regelmäßig zu rauchen.

Bei all dem bleibt der Verkauf von Zigarettenpapier in dieser Bevölkerungsgruppe, es ist kein Geheimnis, dass es aufgrund der hohen Tabaksteuern in Norwegen viel billiger ist, sich selbst Zigaretten zu drehen als eine Packung zu kaufen.

Aufgrund einer strengen Richtlinie, die in Norwegen eingeführt wurde, die Tabakwerbung verbietet und hohe Steuern verlangt, ist es den norwegischen Behörden gelungen, den Tabakkonsum bei den Allerkleinsten einzudämmen und deutlich zu reduzieren.

Wie überall gibt es Menschen, die die Gewohnheit nicht aufgeben, und durch die drastische Erhöhung dieser Steuern auf Zigaretten ist der Verbrauch von Zigarettenpapier und Tabak separat gestiegen. Ein sehr deutliches Beispiel ist der Preis für eine Standardpackung in Norwegen, ruhig um 15 Euro. Viele Menschen können sich den hohen Preis, den die Politik für diese Steuern festgesetzt hat, nicht leisten.

Schon mal was von Snus gehört?

Eine in Norwegen weit verbreitete Alternative ist Snus, nicht zu verwechseln mit Kautabak oder amerikanischen Produkten, die vor der Verarbeitung fermentiert werden. Snus wird durch ein Heißpasteurisierungsverfahren (ohne Fermentation) hergestellt. Das Nikotin wird im Mund abgelagert und vom Blut in den Rest des Körpers transportiert, wodurch eine stimulierende Wirkung entsteht. Snus wird von vielen als gesündere Alternative zum Rauchen von Tabak angesehen. Derzeit konsumieren die Menschen in Norwegen mehr Snus (19%) als Zigaretten (10%).

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