Die Normannen oder Wikinger – Leben im Norden

Verfasst am 26.10.2020 | Abgelegt unter Zusatzrubrik Reisen

Die Normannen lebten bereits vor dem Mittelalter in Norwegen, Schweden und Dänemark (Skandinavien). Sie hatten dort jahrhundertelang gelebt, aber ab dem Ende des achten Jahrhunderts wurden die Normannen zu einem bekannteren oder berüchtigteren Volk in Europa. Ein bekannter Name für die Normannen sind die Wikinger. Obwohl die Wikinger streng genommen nur die Normannen bedeuten, die ihre Schiffe in andere Länder gesegelt haben, um das Territorium zu erobern, wird dieser Name im Allgemeinen für alle Normannen verwendet. Sie werden oft bei den dänischen Wikingern, den norwegischen Wikingern und den schwedischen Wikingern unterschieden, die wiederum aus verschiedenen Stämmen bestanden.

Einfluss der Wikinger auf die moderne Kultur

Wie allgemein bekannt ist, hinterließen die Wikinger Spuren die bis in die heutige Zeit reichen. Ob es nun zahlreiche Filme wie „Der 13te Krieger“ oder die Kinderserie „Wickie und die starken Männer“ sind, Wikinger sind jedem Kleinkind bekannt. Es gibt Restaurants, Veranstaltungen, Festivals und sogar Casinos die sich an der Wikingerkultur, oder was wir damit assoziieren, orientieren. Wo wir schon bei Casinos sind, es gibt sogar einen eignen „Vikings Slot“, ein Spielautomaten der komplett im Wikingerstyle entworfen wurde. Wikinger sind aufgrund der enormen Verbreitung in der Popkultur gar nicht mehr weg zu denken.

Wie lebten die Wikinger?

Die Wikinger, die in Skandinavien lebten, waren oft Bauern. Sie bauten Weizen, Roggen, Gerste und Karotten an und hielten Tiere wie Kühe, Schafe und Geflügel. Sie fischten und jagten auch, um ihren Nahrungsbedarf zu decken. Die Bauern hielten oft Sklaven, um die Arbeit für sie zu erledigen. Es gab auch Händler, die ihre Produkte auf großen Märkten austauschten oder ihre Schiffe in andere Gebiete brachten, um dort zu handeln.

Das alltägliche Leben der Wikinger

Die Häuser, in denen die Wikinger mit ihren Familien lebten, bestanden oft aus Holz. Andere Häuser wurden aus Stein oder Rasen gebaut. Die Schiffe bestanden ebenfalls aus Holz. Der Schiffstyp, der bekannt wurde und mit dem die Wikinger oft in andere Gebiete segelten, um dort anzugreifen, ist der Drakar. Ursprünglich sollten diese Schiffe durch die engen Fjorde in Skandinavien fahren. Die Schiffe hatten wenig Tiefgang und konnten daher leicht flache und enge Bereiche passieren. Dies erwies sich auf den Reisen, die die Wikinger überall unternahmen, als sehr nützlich. Sie waren schnell und konnten mit ihren Schiffen weit kommen. Oft wurden diese Drakare mit Drachenschnitzereien verziert.

Die Wikinger glaubten an verschiedene Götter. Der wichtigste oder höchste Gott war Odin. Andere bekannte Götter waren Thor und Freya. Langsam wurden die Wikinger jedoch von anderen Völkern zum Christentum konvertiert. Zum Beispiel wurde 960 der König von Dänemark Christ und 1030 konvertierte der König von Norwegen zum Christentum. Die Menschen mussten dabei ihren Führern folgen. Die Schweden konvertierten schließlich im 12. Jahrhundert zum Christentum.

Das Ende der Wikinger-Raubzüge

Ende des achten Jahrhunderts und besonders im neunten Jahrhundert gingen die Wikinger in alle möglichen anderen Länder, um zu plündern, Neuland zu erobern, Sklaven zu machen oder manchmal nur zu handeln. Im zehnten Jahrhundert ging die Zahl der Wikingerangriffe zurück. Die Wikinger hatten sich an einigen Orten dauerhaft niedergelassen, an anderen waren sie wieder gegangen. Wo sie sich niederließen, begannen sie sich unter die einheimische Bevölkerung zu mischen. Die Raubzüge der Wikinger waren also nicht mehr nötig und endeten schließlich vollständig.

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