Hütte / Ferienhaus am Wasser in Norwegen

Beitrag vom Dienstag, 22. Februar 2022

Ein Ferienhaus in Norwegen kaufen

Ein Ferienhaus im Land der Mitternachtssonne – das wäre doch was. Den Traum vom kleinen roten Holzhäuschen auf den imposanten Lofoten oder der strahlend weißen Hütte an der Küste in Süd-Norwegen träumen immer mehr Menschen in Deutschland. Doch kann man als Deutscher überhaupt ein Haus in Norwegen kaufen? Wir zeigen, wie der Immobilienkauf in Norwegen abläuft, wie man am besten finanziert und was es zu beachten gibt.

Kann man als Deutscher in Norwegen ein Haus kaufen?

Ob klassisches Fischerhäuschen oder eine schicke Stadtwohnung – auf dem Immobilienmarkt in Norwegen ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auch wenn man die norwegische Staatsbürgerschaft nicht besitzt und seinen Wohnsitz in Deutschland hat, kann man eine Immobilie in Norwegen erwerben.

Immobilienmarkt in Norwegen

Die Preise für Häuser haben in Norwegen in den letzten Jahren stetig zugenommen. Grundsätzlich gilt: In den Metropolregionen wie Oslo oder Bergen sind die Immobilien teurer als auf dem Land. Und auch zwischen Süden und Norden gibt es Unterschiede: Häuser im Norden sind günstiger zu bekommen, weil hier im Allgemeinen niedrigere Temperaturen herrschen.

Kredit für den Hauskauf

Für den Kauf einer Ferienimmobilie in Norwegen fordern viele Banken eine Hypothek auf eine Immobilie in Deutschland. Bei einem Daueraufenthalt in Norwegen kann die Bescheinigung über ein Arbeitsverhältnis verlangt werden. Die Bedingungen sind aber von Bank zu Bank unterschiedlich. Deshalb lohnt sich ein sorgfältiger Vergleich: https://www.kredit24.de/baukreditrechner/

Ein Haus in Norwegen finden

Gebirge, Fjorde, Nordsee: Ein Haus in Norwegen eignet sich besonders für Menschen, die gerne fernab vom Massentourismus Urlaub machen möchten. Am beliebtesten ist der milde Südwesten des Landes. Hier gibt es viele kleine Städte und Ortschaften und – im Gegensatz zum frostigen Norden – grüne Täler. Der Norden besticht mit einem besonderen Reiz: Im Winter sind hier die Polarlichter zu bestaunen und im Sommer geht die Sonne gar nicht mehr unter.

Was kostet ein Haus in Norwegen?

Im Jahr 2020 kosteten Ferienhäuser in Norwegen im Durchschnitt rund 2,5 Millionen norwegische Kronen (NOK). Umgerechnet sind das nach derzeitigem Wechselkurs circa 245.000 Euro. Ferienhäuser am Land, die nicht direkt am Meer liegen, können aber deutlich günstiger sein.

Kosten beim Hauskauf

Neben dem Kaufpreis fallen auch Kaufnebenkosten an, welche in Norwegen aber sehr übersichtlich sind:

  • Grunderwerbsteuer (Dokumentavgift)
  • Grundbucheintrag inkl. Grundpfand
  • Gebühr zur Eintragung ins Grundbuch inklusive einer Grundschuld für das Haus. Die Gebühren dafür, auf Norwegisch Tinglysingsgebyr genannt, belaufen sich auf 1080 NOK, also in etwa 100 EUR.
  • Wechselgebühren bei einem Darlehen aus Deutschland
  • gegebenenfalls Grundsteuer – je nach Gemeinde
  • gegebenenfalls Vermögenssteuer – je nach Gemeinde

Was gibt es noch zu beachten beim Hauskauf in Norwegen?

Der Hauskauf in Norwegen läuft anders ab als in Deutschland:

Open-House mit vielen Interessenten

Immobilien werden in Norwegen meist über das „Open-House” Verfahren angeboten: An einem bestimmten Tag ist das Haus für die Besichtigung geöffnet und jeder Interessent kann kommen und Fragen stellen. Einzelne Führungen für jeden Interessenten werden – anders als hierzulande – selten angeboten.  Wer das Open-House verpasst, verpasst meist auch die Chance zum Hauskauf.

Bieterverfahren

Die meisten Häuser werden in Norwegen über das sogenannte Bieterverfahren verkauft. Bei der Hausbesichtigung bekommt man dafür ein Formular. Ist man ernsthaft interessiert, das Haus zu kaufen, schickt man das ausgefüllte Formular zusammen mit einem Foto von dem Ausweis an den Makler. Dabei müssen auch die Kontaktdaten des Kreditberaters eingetragen werden, um zu überprüfen, dass im Falle des Zuschlags ein Kredit vergeben wird. Nach dem Erhalt des Gebots teilt der Makler allen Interessenten eine Frist mit, bis zu welcher man ein verbessertes Angebot abgeben kann. Das Bieten erfolgt über SMS.

Vorsicht: Ein abgegebenes Gebot per SMS ist bindend! Man sollte also nicht nur zum Spaß mitbieten, denn wenn man das Höchstgebot hat, muss man zahlen.

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