Frühlingserwachen in Norwegen – auf sicheren Pfaden in die Berge

Verfasst am 20.02.2017 | Abgelegt unter Zusatzrubrik Reisen

Stück für Stück kehren zwischen Ende März und Ende Mai das Tageslicht und das Grün an den Hängen der Fjorde zurück, die Krokusse blühen, die Bäume tragen Knospen und die Bauern helfen den Schafen beim Lammen: Wenn der Frühling kommt, erwacht nicht nur die Natur, sondern auch der Norweger. Wer das Land zu dieser Zeit entdecken will, muss jedoch bedenken, dass je nach Region noch gewaltige Temperaturunterschiede bestehen. Wer entsprechend vorbereitet ist, erleben von den blühenden Fjordlandschaften im Süden bis hin zu den meterhohen Schneewehen in der Arktis eine einzigartige Komposition aus Düften, Farben und Lichtspielen.

Das Frühlingswetter in Norwegen lässt sich nur schwer voraussagen. Wenn der April beginnt, herrschen an den Küstenbereichen Westnorwegens normalerweise die höchsten Durchschnittstemperaturen. Im Mai ist es dagegen im südlichen Teil von Ost- und Südnorwegen am wärmsten. Im arktischen und alpinen Norwegen setzt der Frühling dagegen trotz wärmender Sonnenstrahlen erst spät ein, meist nicht vor Anfang/Mitte Juni. Wer eine Tour in den Bergen plant, sollte daher auf plötzliche Wetterwechsel gefasst sein.

Frühlingstour in den Bergen: Drei Jahreszeiten an einem Tag

Besonders in den Bergen können sich die Wetterlage und Temperaturen im Handumdrehen ändern. So wie der Frühling später nach Nordnorwegen kommt als in den Rest des Landes, ist seine Ankunft an der Küste und in den Tiefebenen viel früher zu spüren als in den Bergen. Je nachdem, ob Urlauber die Berge hoch wandern oder abwärts unterwegs sind, können sie den wechselnden Jahreszeiten folgen: vom Winter zum Frühling oder umgekehrt – und alles innerhalb weniger Stunden.

Die richtige Wanderkleidung

Viele Urlauber glauben jedoch, der Aufstieg sei ein leichter Spaziergang. Wie Espen Brekke von der Hilfsorganisation Norsk Folkehjelp berichtet, unterschätzen vor allem Reisende aus Nordamerika und Asien das raue Klima in den Bergen und kraxeln in Sandalen, Flipflops und kurzen Shorts in der Höhe herum. Dass Touristen in den Bergen stranden, liege fast immer an ihrer schlechten Ausrüstung, wie auch die Helfer vom Roten Kreuz in Odda an der Westküste Norwegens bestätigen. Am besten ist es, mehrere Schichten (wie bei einer Zwiebel) zu tragen – so ist man auf Sonne wie auf Regen vorbereitet.

Utensilien für die Reiseapotheke

Knöchellange Kleidung und festes Schuhwerk schätzen nicht nur vor Wind- und Wetterwechseln, sondern auch vor Zecken, die sich in den Gräsern und im Unterholz verstecken. Zur Sicherheit sollte neben Pflastern, sterilen Wundkompressen und Schmerzmitteln daher auch Zeckenspray Bestandteil der Reiseapotheke sein. Denn von April bis Oktober hat Borreliose in Norwegen Hochsaison. Die wichtigsten Bestandteile einer Reiseapotheke für die Berge können ambitionierte Wanderer vor der Abreise bequem im Netz bestellen. Wer sich dennoch eine Zecke einfängt, sollte Ruhe bewahren und die Zecke richtig entfernen.

Um auf Nummer Sicher zu gehen, kann man bei Anbietern wie Fjordtours, die sich mit allen Eventualitäten bestens auskennen, auch geführte Touren zu beliebten Aussichtspunkten wie der majestätischen Trolltunga buchen. Ob Individualreise oder Pauschalurlaub – einzigartige Ausblicke auf die aus dem Winterschlaf erwachende Landschaft sind garantiert.

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Buchtipps – Veröffentlichungen des Norwegen-Service

Martin Schmidt

Individualreiseführer:
Reisehandbuch NorwegenReisehandbuch Südnorwegen
City Trip Oslo, Bergen, Erfurt / Weimar

Bildband:
Thomas Härtrich & Martin Schmidt: Sehnsucht Norwegen

Sprachbücher:
Einstieg Norwegisch (Hueber Verlag)
Power Sprachtraining (Pons)
Oh, dieses Norwegisch (Conrad Stein Verlag)

Kleine Länderkunde

– 323.802 km² ist Norwegen groß, und damit etwas kleiner als Deutschland. Rechnet man jedoch den von Norwegen verwalteten arktischen Archipel Spitzbergen mit hinzu, sind es 384.824 km².

– Im Gegensatz zu Mitteleuropa ist Norwegen äußerst dünn besiedelt. Gerade einmal 5,2 Millionen Menschen sind im Lande der Wikinger und Elche zu Hause, 660.000 von ihnen wohnen in Oslo, 279.000 in der zweitgrößten Stadt Bergen.

– Norwegen streckt sich reichlich in die Länge. Ganze 1.572 km sind es vom Südzipfel, dem Kap Lindesnes, bis zum Nordkap. An seiner schmalsten Stelle misst das Land gerade einmal 6330 Meter.

– Die Landessprache ist Norwegisch, allerdings in zwei schriftlichen Varianten: bokmål und nynorsk. Dies macht sich auch beim Ländernamen bemerkbar. Heißt Norwegen auf bokmål „Norge“, so trägt das Königreich auf nynorsk die Bezeichnung „Noreg“.
Zweite Landessprache ist Samisch, wenngleich diese nicht alle erlernen müssen.

Bezahlt wird mit der norwegischen Krone.

Homepage-Tipps

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Fun Facts

-> Der Lærdalstunnel ist mit 24,5 km der längste Straßentunnel der Welt. Er führt von Lærdal nach Aurland in Westnorwegen und besitzt drei große, beleuchtete Felshöhlen, in denen man auch anhalten kann.

-> Der Fjærlandstunnel ist der einzige Tunnel der Welt, der unter einem Gletscher entlang führt.

-> Der Eiksundtunnel führt 287 m unter dem Meer entlang und ist somit der tiefste Untersee-Straßentunnel der Welt. Zumindest noch. Tiefere Unterseetunnel sind in Norwegen bereits im Bau.

Vermischtes

Web-Cams aus Norwegen:

Kleine Web-Cam-Sammlung Norwegen

Große Web-Cam-Sammlung Norwegen.

An- und Weiterreise Norwegen

– Ausweis reicht
– Kinder: eigener Kinderreisepass
– Zollvorschriften beachten (speziell für Alkohol und Tabak)
– Einreise mit Tieren -> Link
– Währung: Norwegische Krone (Kurs ca. 1:9,5)
– Geld: Abheben an Geldautomaten vor Ort möglich
– Ca. 50 Euro schon vorab auf der Bank tauschen
– Tipp: Infoseite der Kgl. Norwegischen Botschaft

Anreise
-> Auto:
Über Dänemark (Fähren ab Hirtshals)
Über Schweden (Fähren ab Kiel, Puttgarten, Travemünde, Rostock)
Ab Deutschland (Fähre Kiel-Oslo)

-> Billigflieger:
Norwegian: ab Berlin, Hamburg, Köln, München, Wien nach Oslo. Ab Berlin auch nach Stavanger, Bergen und Trondheim.

Reisen in Norwegen

-> Geschwindigkeitsbegrenzung:
Innerorts: 50 km/h, Landstr.: 80 km/h, Autobahn: 100 km/h

-> Reisegeschwindigkeit:
Durchschnittl. 60-70 km/h, Tagespensum: max. 200 – 300 km

-> Maut:
Kosten pro Urlaub ca. 30-60 Euro/Auto. An den Mautstationen einfach durchfahren.
Zahlung: Rechnung wird zugesandt. (Außer Atlantiktunnel)

-> Fähren:
An Hauptstr.: mehrmals pro Stunde. An kleinen Nebenstr.: 1-5 x / Tag.
Kosten pro Urlaub: 20-120 Euro (je nach Region)

-> Typisch Norwegen:
22.700 Brücken, 952 Straßentunnel, 32 Unterseetunnel und tausende Kreisverkehre…