Knigge für Norwegische Restaurants

Verfasst am 13.08.2017 | Abgelegt unter Zusatzrubrik Reisen

Norweger gelten als tolerantes, freundliches Volk, das Urlauber gerne Willkommen heißt. Dennoch gibt es auch im skandinavischen Land einige Benimmregeln, die man spätestens bei einem Besuch im Restaurant einhalten sollte, um die Gastfreundschaft der Norweger wertzuschätzen. Um auch beim Restaurantbesuch eine gute Figur zu machen, sollten folgende Tipps beachtet werden.

Kleidung im Restaurant

Die Gewässer vor Norwegens 24.000 Kilometer langer Küste liefern beste Zutaten für eine frische Küche – weit verbreitet sind Fischgerichte wie „fiskekaker“( Frikadellen aus Fisch) oder „fiskeboller“(Fischklöße), jedoch auch zahlreiche Fleischgerichte mit Rentier- und Elchfleisch, die einem in einfacher Zubereitungsweise angeboten werden. Auch wenn die Norweger grundsätzlich eher legere Kleidung bevorzugen, so wird, wenn man nicht gerade die lokale Pizzeria besucht, erwartet, dass man sich etwas förmlicher anzieht – in diesem Fall darf es bei einem Mann auch gerne das Hemd mit Krawatte sein. Wer also vor einer Norwegen-Reise steht und ein Restaurantoutfit braucht, findet beispielsweise bei peterhahn.de ein elegantes Kleid, eine gemütliche Strickjacke oder aber auch eleganten Hosen für einen stilvollen Auftritt. Wer sich unsicher ist, kann sich vom skandinavischen Modedesign inspirieren lassen; Funktionalität, bunte Farben und hochwertige Strickmoden sind im nordischen Land sehr beliebt. Wer zum Essen zu Freunden oder Bekannten nach Hause eingeladen wird, sollte stets die Schuhe ausziehen; es schickt sich nicht, in Privaträumen die Schuhe anzubehalten.

Besonderheiten beim Essen

Es ist an sich durchaus üblich, jedes Gericht mit Messer und Gabel zu essen. Das klingt selbstverständlich, ist jedoch für manche bei Sandwiches oder Ähnlichem etwas ungewohnt. Besonders in feineren Restaurants wird es nicht gerne gesehen, wenn man mit den Händen isst. Wer aufgegessen hat, sollte sein Besteck mit den Zacken nach unten auf den Teller legen, so wird auch in Norwegen signalisiert, dass der Teller abgeräumt werden kann. Norweger trinken mit Vorliebe viel Kaffee und lagen bereits 2013 im weltweiten Vergleich auf Platz zwei der größten Kaffeetrinker – wer also nach dem Essen eine Tasse „Kaffe“, eines jener norwegischen Wörter, die sehr einfach auszusprechen sind, bestellt, steht den Einwohnern in nichts nach. „Et glass vann“, ein Glas Wasser, kann meist gratis bestellt werden.

Trinkgeld

Das Geben von Trinkgeld wird in jedem Land anders gehandhabt. In Norwegen sind die Preise für Essen und Trinken generell etwas höher angesetzt, sodass vom Restaurantbesucher pauschal kein Trinkgeld verlangt oder gar erwartet wird. In manchen lokalen Restaurants wird Trinkgeld sogar als peinlich empfunden, sodass stets abgewogen werden sollte, ob man sich nun spendabel zeigen möchte oder nicht. Ein Tipp: Die Summe aufzurunden wird in der Regel als optimale Lösung gesehen, um weder knauserig zu erscheinen noch übers Ziel hinaus zu schießen. Wer sich dann noch mit einem netten „Ha det bra!“ (Auf Wiedersehen) verabschiedet, hat als Gast alles richtig gemacht.

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Martin Schmidt

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Bildband:
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Oh, dieses Norwegisch (Conrad Stein Verlag)

Kleine Länderkunde

– 323.802 km² ist Norwegen groß, und damit etwas kleiner als Deutschland. Rechnet man jedoch den von Norwegen verwalteten arktischen Archipel Spitzbergen mit hinzu, sind es 384.824 km².

– Im Gegensatz zu Mitteleuropa ist Norwegen äußerst dünn besiedelt. Gerade einmal 5,2 Millionen Menschen sind im Lande der Wikinger und Elche zu Hause, 660.000 von ihnen wohnen in Oslo, 279.000 in der zweitgrößten Stadt Bergen.

– Norwegen streckt sich reichlich in die Länge. Ganze 1.572 km sind es vom Südzipfel, dem Kap Lindesnes, bis zum Nordkap. An seiner schmalsten Stelle misst das Land gerade einmal 6330 Meter.

– Die Landessprache ist Norwegisch, allerdings in zwei schriftlichen Varianten: bokmål und nynorsk. Dies macht sich auch beim Ländernamen bemerkbar. Heißt Norwegen auf bokmål „Norge“, so trägt das Königreich auf nynorsk die Bezeichnung „Noreg“.
Zweite Landessprache ist Samisch, wenngleich diese nicht alle erlernen müssen.

Bezahlt wird mit der norwegischen Krone.

Homepage-Tipps

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Fun Facts

-> Der Lærdalstunnel ist mit 24,5 km der längste Straßentunnel der Welt. Er führt von Lærdal nach Aurland in Westnorwegen und besitzt drei große, beleuchtete Felshöhlen, in denen man auch anhalten kann.

-> Der Fjærlandstunnel ist der einzige Tunnel der Welt, der unter einem Gletscher entlang führt.

-> Der Eiksundtunnel führt 287 m unter dem Meer entlang und ist somit der tiefste Untersee-Straßentunnel der Welt. Zumindest noch. Tiefere Unterseetunnel sind in Norwegen bereits im Bau.

Vermischtes

Web-Cams aus Norwegen:

Kleine Web-Cam-Sammlung Norwegen

Große Web-Cam-Sammlung Norwegen.

An- und Weiterreise Norwegen

– Ausweis reicht
– Kinder: eigener Kinderreisepass
– Zollvorschriften beachten (speziell für Alkohol und Tabak)
– Einreise mit Tieren -> Link
– Währung: Norwegische Krone (Kurs ca. 1:9,5)
– Geld: Abheben an Geldautomaten vor Ort möglich
– Ca. 50 Euro schon vorab auf der Bank tauschen
– Tipp: Infoseite der Kgl. Norwegischen Botschaft

Anreise
-> Auto:
Über Dänemark (Fähren ab Hirtshals)
Über Schweden (Fähren ab Kiel, Puttgarten, Travemünde, Rostock)
Ab Deutschland (Fähre Kiel-Oslo)

-> Billigflieger:
Norwegian: ab Berlin, Hamburg, Köln, München, Wien nach Oslo. Ab Berlin auch nach Stavanger, Bergen und Trondheim.

Reisen in Norwegen

-> Geschwindigkeitsbegrenzung:
Innerorts: 50 km/h, Landstr.: 80 km/h, Autobahn: 100 km/h

-> Reisegeschwindigkeit:
Durchschnittl. 60-70 km/h, Tagespensum: max. 200 – 300 km

-> Maut:
Kosten pro Urlaub ca. 30-60 Euro/Auto. An den Mautstationen einfach durchfahren.
Zahlung: Rechnung wird zugesandt. (Außer Atlantiktunnel)

-> Fähren:
An Hauptstr.: mehrmals pro Stunde. An kleinen Nebenstr.: 1-5 x / Tag.
Kosten pro Urlaub: 20-120 Euro (je nach Region)

-> Typisch Norwegen:
22.700 Brücken, 952 Straßentunnel, 32 Unterseetunnel und tausende Kreisverkehre…