Mit dem Auto durch Norwegen – die Vorbereitung

Verfasst am 22.10.2019 | Abgelegt unter Zusatzrubrik Reisen

Malerische Fjorde, abenteuerliche Bergpässe und klare, fischreiche Gewässer prägen Norwegens Landschaften. Die geografische Nähe lädt dazu ein, die verschiedenen Regionen mit dem Auto oder Wohnmobil zu erkunden. Wer sich auf den Trip durch das längste Land Skandinaviens gut vorbereitet, behält die Reise garantiert in schöner Erinnerung.

Schon die Verkehrsschilder zeigen, dass Autofahren in Norwegen ein ganz anderes Erlebnis sein kann als in Deutschland. Die meisten Zeichen sind selbsterklärend, etwa die Hinweise auf Wildwechsel. Besonders häufig wird vor Elchen gewarnt. Sie können bis zu 2,30 m groß und 800 Kilogramm schwer werden. Autofahrer sollten deshalb aufpassen und lieber etwas langsamer fahren, wenn ein solches Schild am Straßenrand auftaucht. Doch auch ein Zusammenstoß mit einer Schafherde ist durchaus möglich. Im äußersten Norden kann es auch passieren, dass Rentierherden die Straßen kreuzen. Wenn es zu einem Wildunfall kommt, muss in jedem Fall die Polizei verständigt werden. Sie ist unter der Nummer 112 erreichbar.

Vor Reiseantritt empfiehlt es sich, noch mal eine Übersicht über besondere Verkehrszeichen in Norwegen anzusehen, um Verwirrung und Missverständnisse zu vermeiden.

In Norwegen gibt es nur sehr wenige Autobahnen und die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind eher streng. Während in bebauten Gebieten 30 bis 50 km/h erlaubt sind, dürfen außerhalb, je nach Fahrzeugtyp, höchstens 80 km/h gefahren werden. Auf Schnellstraßen sind bis zu 110 km/h gestattet. Auf Grund der natürlichen Gegebenheiten sind die Straßen meist etwas enger und kurvenreicher in Deutschland. Eine gemütliche Reise mit mäßigem Tempo lohnt sich aber, denn so sieht auch der Fahrer mehr von der Landschaft.

Eine weitere Besonderheit sind die automatischen Mautstationen, die entlang neuer oder neu ausgebauter Strecken stehen. Wie sie funktionieren, erklärt dieser Beitrag. Bezahlen muss ausnahmslos jeder. Dafür sind die Straßen vor allem in den letzten Jahren trotz der extremen Wetterverhältnisse immer besser geworden.

Wer möglichst viel von der Landschaft sehen will, plant die Reise am besten in den Sommermonaten. In dieser Zeit sind selbst die Gebirgsstraßen für gewöhnlich befahrbar. Die Entfernungen zwischen den Orten können teilweise sehr groß sein. Im Süden gibt es trotzdem ein engmaschiges Netz aus Tankstellen und Supermärkten. Vor allem in Nord-Norwegen kommt es jedoch vor, dass die Strecke bis zur nächsten Tankstelle oder dem nächsten Landhandel auch mal 50 bis 100 Kilometer betragen kann.

Wer die stille Zeit Norwegens genießen möchte, fährt besser im Winter. Gerade dann sollte die Reise aber gut geplant sein. Vor allem im Landesinneren und in den nördlichen Regionen fällt viel Schnee und die Temperaturen können bis unter -30 Grad fallen. Ein Fahrzeug mit Allradantrieb ist angeraten, jedoch keine Notwendigkeit. Die Straßen werden recht gut geräumt. Marken-Winterreifen sind ausreichend, sollten jedoch noch ein gutes bis sehr gutes Profil aufweisen. Für extreme Wettersituationen sollten unbedingt Schneeketten mit eingepackt werden. Hilfsmittel wie Schlossenteiser, Besen, Klappspaten und Eiskratzer sollten mit dabei sein.

Ob im Sommer oder Winter: Wer mit dem eigenen Auto fährt, sollte vorher seine Kfz-Versicherung prüfen und gegebenenfalls an die Reisebedingungen anpassen. Mit einem Beitragsrechner lässt sich unverbindlich herausfinden, wie viel eine Versicherung kostet und welche Schäden sie abdeckt. Grundsätzlich ist auch eine Auslandskrankenversicherung sinnvoll. Für diejenigen, die ihre Unterkünfte im Voraus buchen, lohnt sich eine Reiseversicherung.

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