Norwegen mit dem Wohnwagen – Was ist zu beachten?

Verfasst am 21.05.2019 | Abgelegt unter Zusatzrubrik Reisen

Der Norwegenurlaub ist schon geplant, die Fähre gebucht oder die Anreise durch Dänemark und Schweden im Atlas nachgeschaut und im Routenplaner eingegeben; die besten Campingplätze im Reiseführer markiert. Aber was sollte man ansonsten noch zur Vorbereitung tun?

Straßen vorher überprüfen

Obwohl die Mehrheit der norwegischen Straßen recht gut ausgebaute Landstraßen sind, gibt es auch einige Regionen, die Straßen mit schmalen und kurvenreichen Streckenabschnitten beinhalten (hier eine Liste) und so für große Wohnmobile und Gespanne ungeeignet sind. Vorher nachzuschauen, ob auch alle Straßen auf der geplanten Route mit dem Wohnwagen gefahrlos befahrbar sind, kann späteres Leidwesen verhindern. Wer sich im Winter ins Land wagt, muss im Gebirge und im Norden teilweise mit gesperrten Straßen rechnen und so Umwege in Kauf nehmen.

Mautstraßen

Maut ist in Norwegen für alle Fahrzeughalter auf verschiedenen Strecken fällig, ob Auto, Wohnmobil oder Wohnwagengespann. Dies geschieht durch Euro Parking Collection (EPC), die nachträglich an die Halter von im Ausland registrierten Fahrzeugen ohne Mautchip eine Rechnung (ohne weitere Gebühr) senden. Wer gut vorbereitet sein möchte und einen kleinen Rabatt bei der Durchfahrt erhalten möchte, kann sich im Voraus beim AutoPASS System anmelden. Alternativ, kann auch ein EPC-Konto eingerichtet werden, dass unter Anderem Einsicht auf Rechnungen und das Kontrollieren von Fälligkeiten zulässt. An Mautstationen muss nicht angehalten werden.

Kurvensicherung

Eine Hauptattraktion Norwegens für Autofahrer sind die wunderschönen kurvigen Fjordstraßen mit Ausblick über das Wasser weiter unten. Das ist natürlich prinzipiell vorsichtig zu fahren, aber es kann auch nicht Schaden, vor dem Start die Sicherung der Möblierung und, besonders wichtig, von später hinzugewanderten Einzelteilen im Wohnwagen zu überprüfen. Rumruckeln sollte bei solchen kurvigen Straßen hinten lieber nichts und es kostet nur etwas Zeit zum Beispiel die Festigkeit aller Schrauben zu inspizieren bevor losgefahren wird. Außerdem sollten sich die Personen im Fahrer- und Beifahrersitz im Klaren sein, dass zu viele Kurven für leichte Übelkeitssymptome bei Mitfahrern hinten im Auto führen können, die die Straßenführung vor sich nicht sehen können.

Essen und Trinken

Ein Vorteil des Reisens mit Wohnwagen ist der größere Stauraum – und das gilt auch für Essensvorräte. Teuer wird es, wenn die Limitierungen überschritten werden; generell schreiben Einfuhrbestimmungen in Norwegen vor, zollfrei bis zu 10kg an Lebensmitteln einführen zu dürfen. Katzen- und Hundefutter gehören jedoch nicht zu diesem Grenzwert. Kartoffeln dürfen aus Kontaminationsrisiko gar nicht eingeführt werden. Leckere Sorten gibt es in Norwegen aber auch zu kaufen, also keine Panik.

Das Meiste was es zu kaufen gibt ist ähnlich wie in Deutschland, mit ein paar Ausnahmen, wie die norwegischen Spezialitäten Gudbrandsdalsost (brauner, karamellisierter Käse) und tørrfisk (Trockenfisch, der vor allem auf den Lofoten zu finden ist).

Was Getränke angeht, ist besonders Alkohol in Norwegen bekanntlich sehr teuer. Es dürfen aber nur 1 Liter Hochprozentiges, 1,5 Liter Wein und 2 Liter Bier oder Biermischgetränke eingeführt werden – ansonsten fallen Zollgebühren an. Außerdem darf dies auch nur von über 18-jährigen im Falle von Bier, und über 20-jährigen im Falle von allem über 22% vol getan werden.

Vor dem Packen also nachdenken und dann ganz entspannt den Urlaub genießen.

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