Reisebericht – Norwegen mit dem Auto und Zelt

Verfasst am 24.08.2020 | Abgelegt unter Zusatzrubrik Reisen

Kurz nach dem Abitur wollte ich noch mal Urlaub machen, bevor es in das Studium gehen sollte. Eigentlich wollte ich zudem schon immer mal nach Norwegen verreisen, da mich das Land mit seinen Bildern und Berichten anderer sehr ansprach. Nun war Zeit noch vorhanden, die es mit einem schönen Outdoor-Urlaub zu nutzen galt. So fand ich gleich einen guten Freund, der sich ebenso für das Land begeistern ließ. Wir hatten nicht so viel Geld und wollten dieses zudem nicht unnötigerweise ausgeben, so entschieden wir uns, dass wir mit dem Auto und Zelt auf Tour gehen wollten. Dazu erkundigten und berieten wir uns, welche Fähre wir nach Norwegen nehmen wollten und welche Route realistisch wäre, die wir in den geplanten 2 Wochen in Ruhe ohne Stress schaffen könnten.

Auf nach Kristiansand, Stavanger und Oslo

Der Vorteil mit dem Auto und Zelt war, dass wir uns mit günstigen und dennoch gesunden Lebensmitteln zuvor eindecken konnten. Denn Norwegen, war uns gesagt worden, sei etwas teurer. Schließlich wussten wir ja auch nicht, wie und wo es die nächsten Supermärkte in der großen und natürlichen Umgebung gibt. Da es von Hannover aus losging, entschieden wir uns also für folgende Route: Es sollte mit dem Auto über Dänemark, dem dortigen Hafen Hirtshals, nach Kristiansand gehen. Danach wollten wir nach Stavanger, anschließend quer zum Abschluss nach Oslo und dann wieder zurück nach Dänemark. Auf dem ersten Blick sah es nach einem kleinen Dreieck auf der Landkarte aus und wir hätten ruhig noch weitere tolle Reiseziele im Land der Fjorde anstreben sollen. Aber die Tour hatte im Nachhinein zu unseren Urlaubsansprüchen und den tollen Erlebnissen gereicht. Mit dem Polo, einem Zwei-Mann-Zelt, Proviant, einer Angel und Insektenspray ging es also Ende August los.

Das kleine Dreieck: Natur pur

Wir waren auf der ganzen Tour von einigen Dingen doch sehr überrascht, die es in Deutschland in dieser Fülle nicht gibt. Es war die Natur, die sich ständig abzuwechseln schien. Mal waren es dicht bewaldete und manchmal nur felsige Berge, die uns begleiteten. Richtung Stavanger haben wir so viele Seen entdeckt, an denen wir hätten übernachten können. Jeder von ihnen unterschied sich von dem nächsten in seiner herrlichen Farbe und auch Größe. Wir haben uns immer die besten ausgesucht und uns täglich wieder auf die Weiterreise zum nächsten gemacht. Jeden See hatten wir für uns alleine, den wir zum Baden und manchmal zum Angeln nutzten. Immer war auch Zeit für einen kleinen Spazier- mit Klettergang auf den grünen Hügeln und Bergen.

Interessant wurde es dann in der Nähe von Stavanger. Denn dort konnten wir wirklich bereits erahnen, warum Nordwegen das Land der Fjorde heißt. Wir mussten auf unserer Route zweimal eine Fähre nehmen, die uns an das andere Ufer eines Fjords bringen musste. Stavanger selbst ist eine sehr idyllische Stadt mit seinen typischen skandinavischen Häusern, in der wir hätten gerne noch weitere Tage verbringen können. In der Weiterfahrt nach Oslo quer über das Land wurden die Felsen höher. Das bedeutete, dass wir auf einer Anhöhe nach einem langen Tunnel auf einmal Schnee erblicken konnten. Und das war ja nicht im Herbst oder Winter, sondern Anfang September. Das war eine interessante, aber doch freudige Überraschung. Danach ging es wieder bergab Richtung Oslo. Die Seen waren natürlich weiterhin sehr schön, aber oftmals sehr kühl zum Baden. Es war gut und auch hilfreich, dass wir eine Solardusche mitgenommen hatten, die etwas wärmeres Wasser abgab.

Die Stadt Oslo erinnerte uns doch etwas an die Heimat. Sie ist sehr aufgeräumt und bietet alles, was man zum Ausgehen und Einkaufen braucht. Alle Norweger haben uns im Übrigen immer sehr zuvorkommend behandelt. Das war auf den Landstraßen, auf den Fähren, Stavanger und auch Oslo so. Wir hatten sogar einmal das Erlebnis gemacht, dass wir auf einem Privatgrundstück gezeltet hatten. Eigentlich hatte ich das vermutet, da es an einigen Stelle Zäune gab. Wir waren uns aber nicht so sicher. Dann kam auf einmal der Besitzer, als wie bereits unser Zelt aufgeschlagen hatten. Er bat uns freundlich, dass wir nach einer geruhsamen Nacht dann in Ruhe das Grundstück verlassen sollten. Das ist nur ein Beispiel dafür, wie entspannt aber auch freundlich sie gegenüber Ausländern sind.

Fazit: Reiseziel Norwegen

Für mich ist Norwegen eins der schönsten Länder Europas. Es ist eigentlich nicht nur etwas für Outdoor-Fans. Aber ganz bestimmt kommen alle Besucher auf ihre Kosten, die unberührte Natur- und Tierwelt erleben möchten. Deswegen sollte jeder mindestens einmal in seinem Leben Norwegen besucht haben.

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