Sportwetten in Norwegen

Verfasst am 28.10.2019 | Abgelegt unter Zusatzrubrik Reisen

Norwegen ist eines der wohlhabendsten Länder, nicht nur in Europa, sondern auch in der Welt. Und eines der freiesten ist im Sinne der bürgerlichen Freiheiten. Auf offizieller Ebene wurde vor langer Zeit entschieden, die Glücksspielbranche zu kontrollieren und alle nicht lizenzierten Unternehmen zu verbieten. Doch die Regierung versäumte es, die Entscheidung komplett durchzusetzen.

Norweger wählen sichere und vertrauenswürdige Wettbüros. Wette auf Sportarten hier, wenn du auch sicher sein willst, dass du deine Gewinne nicht nur erzielen, sondern auch auszahlen lassen kannst. Schließlich ist sich jeder norwegische Wettfan bewusst, dass sein Heimatland kein Mitglied der Europäischen Union ist. Dies bedeutet, dass der Europäische Gerichtshof für Verbraucherrechte auch mit dem berühmtesten und edelsten Buchmacher keine Streitigkeiten erörtern wird. Und das wiederum lässt norwegische Wetter vorsichtig sein, wenn sie sich für ein Wettbüro entscheiden.

Die ersten privaten Tippgesellschaften wurden in den 1880er Jahren in England gegründet. Grundlage hierfür war die zunehmende Beliebtheit des Fußballs.
Das Glücksspiel kam über Schweden zu ersten Mal in den 1920er Jahren nach Norwegen. Da sich unter den Anbietern viele „schwarze Schafe“ befanden, kam 1935 zum ersten Mal die Idee auf, das Glücksspiel staatlich zu kontrollieren. Da der Vorschlag seitens des Parlementes zunächst zurückgewiesen wurde, konnte sich erst 1941 die Det Norske Tippeselskap (Die Norwegische Tippgesellschaft) gründen. Durch eine Boykottierung seitens der deutschen Besatzungsmacht wurde diese jedoch bereits 1944 wieder geschlossen.
Nach dem Krieg, 1946, kam es zu einer Neugründung unter dem Namen Norsk Tipping. Die Gesellschaft war zunächst in Oslo ansässig, zog jedoch später nach Hamar um, wo sie noch heute ihren Sitz hat.

Am 13. März 1948 konnte das erste Mal auf 12 englische Spiele gewettet werden. 1992 wurde das Glücksspielgesetz verabschiedet, das alle Rechte zur Organisation von Sportwetten und Lotterie Norsk Tipping übertrug. Es wurde beschlossen, alle Anteile des Unternehmens zurückzukaufen und die Monopolmacht auf das Glücksspiel in denselben Händen zu konzentrieren. Der Schritt schien zu dieser Zeit für Europa logisch.
2002 führte Norsk Tipping auch das Spielen über das Internet ein. Der Bruttoumsatz des Unternehmens liegt derzeit bei rund 21 Milliarden Kronen (rund 2,1 Milliarden Euro).

Der gesamte von Norsk Tipping, hauptsächlich über Sportwetten erzielte Gewinn geht an Sportverbände, humanitäre Organisationen, die Freiwilligenarbeit in Lande Norwegen und an kulturelle Institutionen. Die Gelder werden durch die Regierung und das Kulturministerium verteilt. Der Sport erhält 64 % der Gewinne, humanitäre Verbände 18 %.

Der Liberalismus und die mangelnde Bereitschaft, in den Augen des norwegischen Volkes wie ein Diktator auszusehen, schwächten jedoch die Position des Staates und seines Monopolisten. Die Angebote von ausländischen Buchmachern sind attraktiver und umfassender. Diese akzeptieren auch die norwegische Krone, um Transaktionen zu erleichtern, und diejenigen, die sie nicht akzeptieren, tauschen sie ohne Zinsen um.

Per Gesetz wurde der Zugang zu ausländischen Spieleanbietern begrenzt, es scheint jedoch nur eine Frage der Zeit, bis das Monopol von Norsk Tipping fällt, analog zu den staatlichen Anbietern in den Nachbarländern Dänemark und Schweden.

(Hinweis: Dieser Beitrag enthält Werbung. Glücksspiel kann süchtig machen.)

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