Hundeschlitten Schnee Winter Nordseter

Beitrag vom Mittwoch, 24. Februar 2021

Urlaub für Tierfreunde. Mit dem Hund nach Skandinavien

Klar muss das geliebte, vierbeinige Familienmitglied mit in den Urlaub. Doch was gilt es zu beachten und welche Unterschiede gibt es in Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark?

Die rechtliche Situation für Hundehalter: Ausweis, Impfung und Co.

Norwegen ist kein EU-Mitgliedsland und kann deswegen eigene Regeln für Hunde im Land verhängen. Das bedeutet für Hundehalter, dass die Reise nach Norwegen vorbereitet werden muss, um die Einreisebestimmungen erfüllen zu können. Vorzulegen sind bei einer Reise durch oder nach Norwegen diese Unterlagen:

  • ein Heimtierausweis der Europäischen Union
  • ein Nachweis über eine Mikrochip-Kennzeichnung
  • eine Tollwutimpfung, die mindestens drei Wochen alt ist
  • eine Bandwurm-Behandlung, die nicht älter als 120 Stunden ist
  • eine Erklärung, dass der Hund nicht im Land verkauft werden soll
  • eine Erklärung, dass keine Drittländer passiert wurden
  • ein Nachweis über den Tierbesitzer

Hunde müssen bei der Einreise nach Norwegen dem Zoll vorgestellt werden. Sie müssen mindestens sieben Monate alt sein. Darüber hinaus gibt es eine rote Liste an Hunderassen, die nicht nach Norwegen reisen dürfen. Dazu gehören Mischlinge zwischen Wolf und Hund sowie der Tschechoslowakische Wolfshund, der Pit Bull Terrier, der Fila Brasilerio, der Dogo Argentino, der Tosa und der Staffordshire Terrier.

Zum Vergleich: Im Nachbarland Dänemark sind der Heimtierausweis und die Mikrochip-Kennung sowie eine gültige Tollwutimpfung nachzuweisen. In Schweden gelten die Regeln Dänemarks sowie die Pflicht, das Tier beim Zoll anzumelden. In Finnland brauchen Hunde einen EU-Heimtierausweis, einen Mikrochip, eine Tollwutimpfung und eine Bandwurmbehandlung. Eine aktuelle Liste der Hunde, die einreisen dürfen oder eben nicht, entnehmen Urlauber am besten der jeweiligen Landesregierung.

Urlaubsregionen für Hundefreunde: Hier können die Vierbeiner toben

Die Urlaubsregionen Norwegens sind in weiten Teilen hundefreundlich, denn im Land gibt es Natur satt. Dabei hat jede Ecke von Norwegen ihren ganz spezifischen Reiz: Kleine Ortschaften, einsame Strandbuchten und Wälder, die zu stundenlangen Spaziergängen einladen, sind typisch für die Region Südnorwegens. Auch in Mittelnorwegen gibt es Wanderrouten satt. Bergseen, Fjorde und Naturschutzgebiete durchziehen die Region. Westnorwegen ist von Fjorden geprägt, das heißt, dass vor allem im Sommer ein ausgeglichenes Klima an den Atlantik lockt. Am Nordkap warten eher ungewöhnliche Naturphänomene auf die Urlauber, wie etwa die Mitternachtssonne im Sommer oder das Polarlicht im Winter. Im Winter ist sogar ein Ausflug mit dem Hundeschlitten denkbar. Wer erstmals nach Norwegen reist, liebäugelt vielleicht mit einem Sightseeing-Trip nach Oslo. Mit Vierbeiner wird es allerdings vergleichsweise umständlich, Kunst und Kultur der Stadt zu erleben.

Zum Vergleich: Ins Nachbarland Dänemark locken naturnahe Urlaubsregionen wie etwa Hennestrand und lassen einen schönen Urlaub mit Hund Dänemark erleben. Auch hier gilt: In der Natur, nahe des Strandes und in den extra für die Tiere ausgewiesenen Hundewäldern fühlen sich die Vierbeiner pudelwohl. Auch auf Römö, am Vejers Strand, in Hvide Sande und im Hundewald Skagen kommen Tier und Herrchen voll auf ihre Kosten. Für diejenigen, die nach Schweden reisen, empfehlen Reiseexperten für den Trip mit Hund Urlaubsregionen wie Skane, Kronoberg, Jönköping, die Insel Gotland, Halland oder Västra Götaland. Auch nach Finnland locken die Waldflächen, die fast drei Viertel des Landes bedecken sowie das größte europäische Seengebiet, die Saimaa-Seenplatte. Viele Strandabschnitte an der Küste sind als spezielle Hundestrände ausgewiesen. Wer Sightseeing in Helsinki plant, wird dort mit Hundeplätzen und Hunde-WCs empfangen.

Regeln für Hundehalter: Leinenpflicht und Besuch im Restaurant

Grundsätzlich gilt in Norwegen die Leinenpflicht. Dafür ist es Hundehaltern und ihren Vierbeinern erlaubt, im öffentlichen Nahverkehr zu fahren. Hunde kosten nur die Hälfte. Im Reisezug dürfen kleine Hunde bis 40 Zentimeter Schulterhöhe sogar kostenfrei fahren. In Restaurants gelten unterschiedliche Regeln, die der jeweilige Gastgeber verhängt. Tipp: Dort, wo Hunde unterkommen dürfen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie Herrchen oder Frauchen auch zum Essen begleiten dürfen.

Zum Vergleich: In Schweden gelten teilweise spezielle Regeln. Dort gilt eine strenge Leinenpflicht in Wäldern und auf dem Feld. Diese ist begrenzt auf die Zeit zwischen März und August und soll die Wildtiere in Schwedens Wäldern schützen. In Finnland gilt ebenfalls eine Leinenpflicht. Gerade in größeren Städten zeigt sich, wie hundefreundlich das Land ist. Eingezäunte Spielareale ermöglichen den Tieren hier, ohne Leine zu toben. Mit einigen Pausen in diesen Hunde-Spielbereichen lassen sich so sogar kleinere Sightseeing-Touren verwirklichen. Auch in Dänemark gelten – ähnlich wie in Schweden – spezielle Regeln. Zwischen April und September herrscht in Dänemark für Hunde Leinenpflicht am Strand. Auch im Wald und in Naturschutzgebieten müssen die Tiere an der Leine bleiben. In speziellen Hundewäldern sowie in eingezäunten Bereichen dürfen die Tiere nach Herzenslust toben. Ins Restaurant darf in Dänemark übrigens kein Hund.

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24. Februar 2021

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