Wandern in Norwegen – Ein Erlebnis

Verfasst am 08.02.2015 | Abgelegt unter Zusatzrubrik Reisen

Wandern in Norwegen ist ein Erlebnis – und mit der richtigen Ausrüstung sind Sie auf alles vorbereitet. Die Landschaft ist abwechslungsreich: Von den Fjorden über die Gletscher, Gipfel und Hochebenen bis zu idyllischen Sandstränden findet der Wanderer in Norwegen interessante Wanderwege, abseits vom Trubel in den Städten. Im besten Fall läuft alles perfekt und die Natur kann in vollen Zügen genossen werden. Aber für den Notfall sollte man vorsorgen. So genannte Survival Kits bieten eine Auswahl von Ausrüstungsgegenständen, die nicht viel Platz im Wanderrucksack einnehmen. Sie können die Survival Kits fertig kaufen oder aber einfach selbst zusammenstellen. Aber welche kleinen Helfer sind wirklich sinnvoll?

Im Wanderrucksack sollte neben einer Wasserflasche, Proviant wie Müsliriegel, einer Karte und einem Kompass immer Platz für einige Dinge sein, die man (hoffentlich) nie benötigt. Damit alles geordnet bleibt, empfiehlt es sich eine passende Dose aus Metall oder Kunststoff im Rucksack zu haben, die das gesamte Notfallequipment vor Stößen, Wasser und Witterung schützt. Ihre eigenen, wichtigsten Medikamente sind natürlich immer mit dabei, ebenso Schmerzmittel (Schmerztabletten). Für schnelle Druck- und Schmerzlinderung bei Blasen am Fuß helfen Compeed Blasenpflaster. Gegen die kleinen Quälgeister im Unterholz , auf Wiesen und an Sträuchern empfiehlt sich eine Zeckenzange. Zecken können schwere Krankheiten übertragen und sollten vorsichtig vollständig entfernt werden. Als bei der Rast lieber zweimal nachsehen, ob die Zeckenzange zum Einsatz kommen muss. Im Marschgepäck sollten sich auch alkoholische Reinigungstücher befinden, denn zur Desinfektion der Hände bei Erster Hilfe sind sie schnell zu Hand. Aber sie können auch eine zweite Funktion übernehmen. Sie können als Zunder für das Anzünden eines Lagerfeuers dienen. Übrigens: als Zunder sind auch Tampons ideal, da sie klein und wasserdicht verpackt sind. Die komprimierte Watte entzündet sich schnell bei den ersten Funken. Um ein Lagerfeuer zu machen, benötigt man aber nicht nur Zunder, sondern auch Feuerstahl, Feuerzeug oder Streichhölzer. Echte Survivalisten schwören natürlich auf einen Feuerstahl, aber wasserdicht verpackte Streichhölzer sind ebenfalls schnell verstaut und wiegen nicht viel. Raucher haben ja meist ein Feuerzeug in der Tasche – beim Wandern kann es auch sinnvoll sein. Aber es nützt natürlich nur, wenn es funktioniert und noch Gas enthält. Überaus nützlich ist auch ein Multifunktionswerkzeug (z. B. ein Tool von Leatherman oder Gerber), das eine Schere, eine Zange, eine Säge, einen Dosenöffner, einen Flaschenöffner und verschiedene Schraubendreher vereint. Es gibt verschiedene Ausführungen und Varianten der Multitools, so dass für jeden Geschmack und Geldbeutel passende Modell zu finden sein sollte. Die meisten Multitools können auch mit einem Holster am Gürtel getragen werden, so dass es im Wanderrucksack keinen Platz wegnimmt und schnell einsatzbereit ist. Wenn man sich verläuft und die Nacht hereinbricht oder dunkle Pässe durchwandert, ist man dankbar für eine funktionierende Taschenlampe. Zum Schluss empfiehlt sich noch eine Rettungsdecke im Rucksack zu haben. Klein und kompakt kann sie als Schlafsack, Poncho oder Tarp dienen. Beim Einsatz als Tarp wären Schnüre und etwas Gewebeklebeband noch empfehlenswert, da dies den Aufbau enorm erleichtert und beschleunigt.

Aus ihrer Erfahrung werden Sie sich noch ein paar Ausrüstungsgegenstände ergänzen können, so dass als Fazit feststeht: ein individuell zusammengestelltes Survival Kit entspricht am besten Ihren Bedürfnissen und Anforderungen. So ausgestattet ist der Wanderer für den Notfall gut gerüstet und kann die herrliche Natur Norwegens mit ruhigem Gewissen genießen.

Norwegeninfos:

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Aktuelle Norwegen-Impressionen

Bilder meiner Reise nach Oslo im Mai 2018, anlässlich des norwegischen Nationalfeiertags. Die Reise fand in Zusammenarbeit mit dem Nordis-Magazin statt.

Buchtipps – Veröffentlichungen des Norwegen-Service

Martin Schmidt

Individualreiseführer:
Reisehandbuch NorwegenReisehandbuch Südnorwegen
City Trip Oslo, Bergen, Erfurt / Weimar

Bildband:
Thomas Härtrich & Martin Schmidt: Sehnsucht Norwegen

Sprachbücher:
Einstieg Norwegisch (Hueber Verlag)
Power Sprachtraining (Pons)
Oh, dieses Norwegisch (Conrad Stein Verlag)

Kleine Länderkunde

– 323.802 km² ist Norwegen groß, und damit etwas kleiner als Deutschland. Rechnet man jedoch den von Norwegen verwalteten arktischen Archipel Spitzbergen mit hinzu, sind es 384.824 km².

– Im Gegensatz zu Mitteleuropa ist Norwegen äußerst dünn besiedelt. Gerade einmal 5,2 Millionen Menschen sind im Lande der Wikinger und Elche zu Hause, 660.000 von ihnen wohnen in Oslo, 279.000 in der zweitgrößten Stadt Bergen.

– Norwegen streckt sich reichlich in die Länge. Ganze 1.572 km sind es vom Südzipfel, dem Kap Lindesnes, bis zum Nordkap. An seiner schmalsten Stelle misst das Land gerade einmal 6330 Meter.

– Die Landessprache ist Norwegisch, allerdings in zwei schriftlichen Varianten: bokmål und nynorsk. Dies macht sich auch beim Ländernamen bemerkbar. Heißt Norwegen auf bokmål „Norge“, so trägt das Königreich auf nynorsk die Bezeichnung „Noreg“.
Zweite Landessprache ist Samisch, wenngleich diese nicht alle erlernen müssen.

Bezahlt wird mit der norwegischen Krone.

Homepage-Tipps

– Auf dieser Seite kannst du im Norwegen-Shop Produkte aus und zum Thema Norwegen erwerben. Viel Spaß beim Stöbern.

Norsk ! – So heißt meine Zeitschrift für alle, die Norwegisch lernen.

Fun Facts

-> Der Lærdalstunnel ist mit 24,5 km der längste Straßentunnel der Welt. Er führt von Lærdal nach Aurland in Westnorwegen und besitzt drei große, beleuchtete Felshöhlen, in denen man auch anhalten kann.

-> Der Fjærlandstunnel ist der einzige Tunnel der Welt, der unter einem Gletscher entlang führt.

-> Der Eiksundtunnel führt 287 m unter dem Meer entlang und ist somit der tiefste Untersee-Straßentunnel der Welt. Zumindest noch. Tiefere Unterseetunnel sind in Norwegen bereits im Bau.

Vermischtes

Web-Cams aus Norwegen:

Kleine Web-Cam-Sammlung Norwegen

Große Web-Cam-Sammlung Norwegen.

An- und Weiterreise Norwegen

– Ausweis reicht
– Kinder: eigener Kinderreisepass
– Zollvorschriften beachten (speziell für Alkohol und Tabak)
– Einreise mit Tieren -> Link
– Währung: Norwegische Krone (Kurs ca. 1:9,5)
– Geld: Abheben an Geldautomaten vor Ort möglich
– Ca. 50 Euro schon vorab auf der Bank tauschen
– Tipp: Infoseite der Kgl. Norwegischen Botschaft

Anreise
-> Auto:
Über Dänemark (Fähren ab Hirtshals)
Über Schweden (Fähren ab Fähren ab Kiel, Puttgarten, Travemünde, Rostock)
Ab Deutschland (Fähre Kiel-Oslo)

-> Billigflieger:
Norwegian: ab Berlin, Hamburg, Köln, München, Wien nach Oslo. Ab Berlin auch nach Stavanger, Bergen und Trondheim.

Reisen in Norwegen

-> Geschwindigkeitsbegrenzung:
Innerorts: 50 km/h, Landstr.: 80 km/h, Autobahn: 100 km/h

-> Reisegeschwindigkeit:
Durchschnittl. 60-70 km/h, Tagespensum: max. 200 – 300 km

-> Maut:
Kosten pro Urlaub ca. 30-60 Euro/Auto. An den Mautstationen einfach durchfahren.
Zahlung: Rechnung wird zugesandt. (Außer Atlantiktunnel)

-> Fähren:
An Hauptstr.: mehrmals pro Stunde. An kleinen Nebenstr.: 1-5 x / Tag.
Kosten pro Urlaub: 20-120 Euro (je nach Region)

-> Typisch Norwegen:
22.700 Brücken, 952 Straßentunnel, 32 Unterseetunnel und tausende Kreisverkehre…