Trinken Getränk Bier Dose 2

Beitrag vom Dienstag, 31. August 2021

Warum sind Alkohol und Luxusgüter in Norwegen so teuer?

Nicht selten wird Oslo als die teuerste Stadt der Welt bezeichnet, und auch ganz Norwegen ist für hohe Preise bekannt. Sowohl Lebensmittel als auch Luxusgüter und Spirituosen können sehr teuer werden. Umgerechnet kosten sechs Bierdosen zum Beispiel umgerechnet 20 Euro. Das ist auch in anderen Ländern Skandinaviens zu beobachten. Aber woran liegt das eigentlich?

Hohe Steuern auf Alkohol

Dass für alkoholische Getränke tiefer in die Tasche gegriffen werden muss, liegt an den Alkoholsteuern, die das Land erhebt. Sie werden entsprechend des Alkoholgehalts festgelegt. Für Bier müssen Konsumenten deshalb weniger zahlen als für Spirituosen. In Norwegen zahlt man sogar noch mehr dafür als zum Beispiel in Schweden.

Dass die Preise derartig hoch sind, liegt an der strengen Politik, die das Land in Bezug auf den Verkauf von Alkohol fährt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war ein enorm hoher Alkoholkonsum zu beobachten. Diesem Zustand wollte die Regierung mit hohen Preisen entgegenwirken. So sollte der Alkoholverkauf sinken, was wiederum zu einem geringen Konsum führen sollte. Bis heute gelten zudem auch beim Verkauf wesentlich strengere Gesetze, als wir sie in Deutschland haben: Im Supermarkt darf in Norwegen beispielsweise nur Bier verkauft werden, das keinen hohen Alkoholgehalt hat. Wer Hochprozentiges kaufen möchte, muss sowohl in Norwegen als auch in Schweden andere Geschäfte aufsuchen. Diese werden vom Staat geführt. Auch darf Alkohol nicht überall ganz selbstverständlich in der Öffentlichkeit getrunken werden. Wer Norwegen oder auch andere skandinavische Länder bereist, sollte sich unbedingt informieren, welche Gesetze zu beachten sind. Ansonsten drohen hohe Geldstrafen.

In Norwegen mischt sich der Staat also in einige Angelegenheiten ein. So reagierte man damals schon 1976 mit der neuen Gesetzgebung nicht nur auf die vielen Alkoholsüchtigen im Land, sondern widmet sich seit geraumer Zeit auch der Spielsuchtprävention: In Norwegen sind die Online-Casinos ebenso wie die Spirituosengeschäfte in staatlicher Hand. Die Regierung entscheidet, was angeboten werden darf. Auch, was etwa beliebte Bonusaktionen angeht, entscheidet die norwegische Regierung, was als Lockangebot erlaubt ist und was nicht. Auch in Deutschland ist zu beobachten, dass der Staat endlich versucht, das Online-Glücksspiel besser zu regulieren. Trotzdem ist es in Deutschland immer noch ein Leichtes, Casinos mit EU-Lizenz (also ohne deutsche Lizenz) zu nutzen, um zum Beispiel von großen Bonuspaketen und den besten Umsatzbedingungen (mehr dazu lesen Sie hier: https://handycasinos24.com/ratgeber/umsatzbedingungen) zu profitieren. In Norwegen geht es da schon deutlich strenger zu, sogar Zahlungssperren bei illegalen Glücksspielanbietern gibt es dort mittlerweile.

Wenn Sie nun außerdem denken, dass Sie die strengen Alkoholgesetze und die hohen Preise umgehen können, indem Sie bei Ihrem Urlaub selbst Alkohol mitnehmen: Das sollten Sie lieber lassen. Zumindest dann, wenn Sie größere Mengen im Gepäck haben. Maximal erlaubt sind nämlich zwei Liter Bier sowie 1,5 Liter Wein. Wenn Sie über 20 sind, dürfen Sie auch noch einen Liter Hochprozentiges mit ins Land nehmen.

Warum sind Lebensmittel in Norwegen teurer?

Reisende wundern sich nicht selten, dass die Preise im Supermarkt deutlich höher sind als die, die wir von Deutschland gewohnt sind. Einerseits liegt das an der höheren Mehrwertsteuer in Norwegen, sie liegt bei 25 Prozent, andererseits auch an den extremen Jahreszeiten. Im Winter wird es in Norwegen sehr kalt, Waren müssen importiert werden, und die eigene Landwirtschaft gestaltet sich mitunter komplizierter und kostenintensiver. Während Sie in Deutschland also etwa 2 Euro für Ihre Kartoffeln zahlen, rechnen Sie in Norwegen mit Preisen von rund 8 bis 9 Euro. Wer hier Geld sparen möchte, kann einige Lebensmittel selbst mit ins Land bringen. Achten Sie aber auch hier, genau wie beim Alkohol, auf Zollbestimmungen, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Interessant ist darüber hinaus, dass es viele klassische Luxusgüter in Norwegen kaum zu finden gibt. Schaut man sich beispielsweise die Hauptstadt Oslo an, so fällt auf: Luxusläden wie Prada und Gucci wird man dort nicht finden. Damit ist die Stadt definitiv kein klassisches Anlaufziel für Menschen, die Shoppingtrips lieben – und schon gar nicht für Menschen, die bei Ihrem Shoppingerlebnis sparen möchten.

Tabak und Zigaretten in Norwegen

Sie können Tabak und Zigaretten zum Beispiel im norwegischen Supermarkt kaufen, müssen aber auch hier, ähnlich wie beim Alkohol, deutlich tiefer in die Tasche greifen als in Deutschland. Umgerechnet zahlen Sie aktuell rund 12 Euro für eine Schachtel Marlboro. In Deutschland liegen wir momentan bei etwa 7 Euro. Selbst mitbringen dürfen Sie 200 Zigaretten, wenn Sie die teuren Preise umgehen möchten.

Wer das volle Tabakerlebnis in Norwegen erleben möchte, sollte sich außerdem Snus nicht entgehen lassen: Dabei handelt es sich um einen Oraltabak, der sowohl in Norwegen als auch Schweden sehr beliebt ist. Statistiken weisen sogar darauf hin, dass Snus den klassischen Zigaretten in Norwegen vorgezogen wird. Snus ist auch ein wenig günstiger als Zigaretten, was sicher dazu beiträgt, dass Norweger und Norwegerinnen lieber zu dem Oraltabak greifen. Er wird unter die Oberlippe gelegt und kann verschiedene Geschmacksrichtungen haben. Auch reichlich Nikotin ist je nach Marke enthalten, sodass die Wirkung ähnlich der einer Zigarette ist. In der EU ist Snus nicht zugelassen, in Norwegen werden Sie Menschen, die gerade einen kleinen Beutel Tabak unter der Oberlippe haben, aber gar nicht so selten antreffen.

Tipps zum Geldsparen bei der nächsten Norwegenreise

Für Lebensmittel zahlen Sie bis zu 65% mehr als in Deutschland, auch die Kosten für Alkohol oder Tabakprodukte sind nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen. Zurecht gilt Norwegen damit als eines der teuersten Länder überhaupt. Darauf sollten Urlauber vorbereitet sein, wenn sie eine Reise durch den Norden planen. Wer sich ein wenig auskennt, kann aber durchaus etwas Geld sparen: Im Restaurant essen, ist zum Beispiel noch teurer, als selbst zu kochen. Bahn- und Busfahrten sind recht erschwinglich, auch die Diesel- und Benzinpreise sind in Norwegen in Ordnung.

Wer beim Übernachten Geld sparen möchte, nutzt Couchsurfing oder kann wild campen. Denn Camping ist in Norwegen überall erlaubt, solange sich niemand davon gestört fühlt. Wenn Sie dann außerdem einkaufen, um sich abends ein eigenes Essen zuzubereiten, nutzen Sie lieber Ihre Kreditkarte. Diese kann in Norwegen so gut wie immer zum Einsatz kommen, und Sie sparen sich Wechselgebühren.

Ein paar Möglichkeiten gibt es also, um etwas weniger Geld auszugeben. Alles in allem lässt sich aber nicht von der Hand weisen, dass ein Urlaub in Norwegen mit Mehrkosten verbunden ist. Wer sich darauf direkt vorab einstellt, bleibt vor unangenehmen Überraschungen gefeit und kann sich hoffentlich über die schönen Seiten des Landes freuen.

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