Die norwegische Sprache

Einführung in die Norwegische Sprache

Das Norwegisch

Es gibt zwei Versionen des Norwegischen, Bokmål und Nynorsk. Währendessen das heutzutage kaum verwendete Nynorsk sich von den altnorwegischen Dialekten ableitet, ähnelt das Bokmål aufgrund der über 400 Jahre währenden politischen und kulturellen Zwangsunion mit Dänemark sehr stark dem Dänischen. Etwa 90 % der Worte sind hier ganz oder teilweise identisch, wobei die Aussprache sich stark unterscheidet. Nur zu gerne verschluckt der Däne alle Endungen, ja sogar halbe Worte, was den angestrengt zuhörenden Norweger schier zur Verzweiflung treiben kann – obgleich er den Sinn der Worte meist erahnen wird.
Da Norwegen von 1814 bis 1905 gleichfalls mit Schweden eine Zwangsunion eingehen mußte, gibt es auch hier sprachliche Bande. Allerdings ist die Sprachsituation genau entgegengesetzt zum Dänischen. Verstanden wird fast jeder aus dem östlichen Nachbarland, jedoch mit dem Schriftlichen gibt es oft genug Probleme. Zumal einige Worte genau das Gegenteil bedeuten. „Rolig“ meint so z.B. im Norwegischen „ruhig“, im Schwedischen jedoch „fröhlich“. Misverständnisse sind da nie ganz ausgeschlossen.
Teilweise verstanden wird der Norweger zudem in Finnland, wo aufgrund der schwedischen Minorität das Schwedisch zweite Amtssprache ist und von allen gesprochen wird, und in Island. Allerdings entspricht das Isländisch in seiner über 1000 Jahre hinweg gepflegten sprachlichen Reinheit dem „Norse“ der alten Wikinger. So mancher Norweger fühlte sich daher bei einem Besuch im Land der Geysire wie auf einer Reise in die eigene Vergangenheit, und begriff zunächst nichts von den eigentümlichen Sprachkonstrukten.
Für Deutsche ist das Norwegisch eine relativ einfach zu erlernende Sprache. Viele Worte ähneln denen der eigenen Muttersprache (herlig, fantastisk, reise, glass, krem, koste, sende, spise, høre); oder zumindest dem Englischen (også (sprich: ossoo) = also (auch), jeg (sprich: jäi) = I (ich)). Es gibt aber auch eine sprachliche Verwandschaft mit dem Plattdeutschen (snakke = snakken (sprechen)), dem Holländischen (kjøkken = keuken (Küche)) und dem Schottischen (kirke = kirk (Kirche), barn = bairn (Kind)). -> mehr dazu: siehe weiter unten auf dieser Seite
Die norwegische Grammatik ist recht einfach. Es gibt keine Fälle und nur eine Beugungsform des Verbes. Das weibliche Geschlecht existiert, kann aber durch das männliche ersetzt werden. Die bestimmte Form des Substantives (der, die, das) wird durch eine Endung ausgedrückt. Bsp.: männlich: en vei (ein Weg), veien (der Weg), veier (Wege), veiene (die Wege); weiblich: ei/en gate (eine Straße), gata/gaten (die Straße), gater (Straßen), gatene (die Straßen); et hus (ein Haus), huset (das Haus), hus (Häuser), husene (die Häuser).

Der Streit um das richtige Norwegisch – Bokmål / Nynorsk

Das Jahr 1814 markiert einen Wendepunkt in der Entwicklung der norwegischen Sprache, da das Land im Zuge der napoleonischen Kriege als Reparationszahlung von Dänemark an Schweden fiel.
Der Unionswechsel wurde in Norwegen als Chance zu mehr Selbstständigkeit begriffen und es kam am 17. Mai 1814 zur Verabschiedung einer eigenen Verfassung, als Grundlage für ein neues nationales Selbstbewusstsein. In der nun folgenden Zeit der Identitätsfindung stellte sich alsbald die Frage, ob man denn wirklich das Dänisch, welches Amtssprache war, auch weiterhin als eigene Sprache anerkennen könne. Das Bürgertum schien damit wenig Probleme zu haben. Die ländliche Bevölkerung jedoch konnte und wollte mit der im fernen, städtischen Oslo angewendeten „Aristokratensprache“ wenig anfangen. Man unterhielt sich so oder so noch immer in völlig anderen, seit Jahrhunderten gewachsenen Dialektformen. Diese sah auch der Sprachforscher Ivar Aasen (1813-1896) als das urnorwegische Sprachsubstrat an. Er zog los, Wörter zu sammeln, Redewendungen aufzuklauben und das „Landsmål“, die neue Landessprache, zu kreieren. Diese vermochte es, die Bauerndialekte des Landes schriftlich gut wiederzugeben. 1885 wurde das Landsmål als neue Schriftsprache anerkannt und dem Dänischen gleichgestellt.

Eine zweite kulturelle Strömung wollte im Gegensatz zu Aasen keine neue Schriftsprache formen, sondern eher das Dänische „vernorwegisieren“. Und so kam es, dass unter Leitung von Knut Knutsen das „Riksmål“, die Reichssprache geschaffen wurde.
„Riksmål“ und „Landsmål“ erfuhren in den Folgejahren mehrere weitergehende Rechtschreibreformen und wurden 1929 per Parlamentsbeschluss in „Bokmål“ (Buchsprache) bzw. „Nynorsk“ (Neunorwegisch) umbenannt. Im Zuge der Umstrukturierung beider Schriftsprachen, gab es auch den Versuch diese zum „Samnorsk“ zusammenzuschließen. Das Bestreben scheiterte aber letztendlich an Vorbehalten von Anhängern beider Seiten, mit dem Effekt, dass heute die Variante des Bokmål eindeutig dominant ist. Das Nynorsk hingegen, das seine Wurzeln wie gesagt in den alten Bauerndialekten hat, konnte sich in Zeiten der zunehmenden Urbanisierung nicht durchsetzen. Stieß die Sprache kurz nach der Unabhängigkeit Norwegens im Jahre 1905 und zu Kriegszeiten noch bei 20 – 35 % der Bevölkerung auf Gegenliebe, so geben heute der von Ivar Aasen entworfenen Variante des Norwegischen nur noch etwa 15 % der Bevölkerung des Vorzug. Per Gesetz müssen jedoch trotzdem 25 % aller Formulare, Beiträge und Sendungen in Neunorwegisch abgefasst bzw. in einem regionalen Dialekt ausgestrahlt werden. In Schulen ist das „Nynorsk“ die Schriftsprache des Unterrichts (hovedmål), so sich mindestens 10 Schüler zusammenfinden. Lernen und anwenden können muss diese Variante des Norwegischen allerdings jeder.

Alles in allem sind sich Nynorsk und Bokmål recht ähnlich, wobei Ausnahmen die Regel bestätigen. So heißt: „Wann kommst du?“ z.B. auf Bokmål „Når kommer du?“, auf Nynorsk jedoch „Kva tid kjem du?“. Am schnellsten begegnet der Tourist dem Neunorwegischen bei einem Blick auf die Briefmarken des Landes, wo, oft zur allgemeinen Überraschung, nicht das vertraute Norge sondern Noreg steht. Auch heißt es auf den Straßenschildern des Landes manchmal „kirke“ (Kirche), und zuweilen „kyrkje“ (auf Nynorsk). Auch gibt man in Bokmål-Regionen dem „sykehus“ (Krankenhaus) den Vorzug, in Gebieten mit Vorliebe für das Nynorsk jedoch dem „sjukehus“.

Leider ist es damit jedoch noch nicht genug, denn um das Maß der Verwirrung voll zu machen, gibt es in beiden Schriftformen seit 1938 von diversen Wörtern noch Hovedformer (Hauptformen) und Sideformer (Nebenformen). Die Hovedformer müssen in allen Lehrbüchern und offiziellen Dokumenten zur Anwendung kommen, Sideformer dürfen dahingegen z.B. von Schülern in Klassenarbeiten verwenden und liegen oft dem eigenen Dialekt recht nahe.

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Norge
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Noreg

Nun liegt sicher die Vermutung nahe, daß man sich mit etwas Willen als Einheimischer dennoch gut mit seinen Landsleuten verständigen kann. Doch leider, genau wie in Deutschland, kommen eine unüberschaubare Zahl von Dialekten hinzu. Fast jedes Dorf, jedes Tal, hegt und pflegt seine Mundart wie einen prunkvollen Schatz. Und wenn man ganz genau lauscht, so wird man vielleicht zumindest die folgenden Dialekte unterscheiden können: Bergensk, das in Bergen gesprochene Norwegisch, mit einer recht harten, fast deutschen Betonung; Vestlansk, in den Fjordregionen gesprochen, mit einem etwas kratzigem Klang; Trøndersk, der Region um Trondheim, meist etwas quietschig und schnell gesprochen; Norlansk, der Gegend Bodø und Lofoten, das etwas umnebelt daher kommt und ein Wunderwerk an Idiomen ist; sowie der Osloer Dialekt, mit seiner hauptstädtisch korrekten und doch etwas bierseelig-dänischen Aussprache.

Um einen Eindruck von der Vielfalt der Dialekte zu bekommen, gibt es auf nachfolgender Seite verschiedene Hörproben aus den unterschiedlichsten Regionen Norwegens:

Um einen Eindruck von der Vielfalt der Dialekte zu bekommen, gibt es auf nachfolgender Seite verschiedene Hörproben aus den unterschiedlichsten Regionen Norwegens:

Dialekthörproben

Sprachliche Parallen zwischen dem Norwegischen und anderen europäischen Sprachen:

tysk (Deutsch):
ferie, minutt, hus, hånd/hand, melk, gås (Gans),
språk (Sprache), gardin, glass, skinke,
reise (reisen), se (sehen), ha (haben), kokke (kochen), lide (leiden), komme, vite (wissen), finne, koste (kosten), sende, spise, høre,
klok,

Plattdeutsch:
snakke, bukse

Altdeutsch:
barn (Kind)

engelsk (Englisch)
jeg (jäi) – I ; min – mine (meine), vi – we (wir), to – two (zwei),
bord – board (Bord), drikk – drink (Getränk), ting – thing (Ding/Sache)
ta – take (nehmen), tok – took (nahm), så – saw (sah), like – like (mögen)
god – good (gut), også – also (auch), fra – from (aus)

skotsk (Schottisch)
kirke – kirk (Kirche);

nederlandsk (Niederländisch)
kjøkken – keuken (köken) (Küche),

fransk (Französisch)
elev – élève (Schüler)

russisk (Russisch)
billett (Ticket)
løk (Zwiebel)

Norske ord som vi kjenner (norwegische Worte, die wir kennen)
fjord, fjell, ski, slalom,

Sprachliche Parallelen – Germanische Sprachen

S – Schwedisch, IS – Isländisch, F – Färöisch, DK – Dänisch, E – Englisch, NE – Niederländisch, De – Deutsch

kjøtt = Fleisch
kött (S), kjöt (IS), kjöt (F), kød (DK)

kveld = Abend
kväll (S), kvöld (IS), kvøld (F), kvæld (DK)

gammel = alt
gammal (S), gamall (IS), gamal (F), gammel (DK)

hus = Haus
hus (S), hus (DK), house (E), huis (NE)

hånd/hand = Hand
hand (S), hånd (DK), hand (E), hand (NL)

stein/sten = Stein
sten (S), sten (DK), stone (E)

Norwegische Worte mit Mehrfachbedeutung

skål – Schale und Prost. -> Diese Doppelbedeutung hat ihren Ursprung in der Kultur der Wikinger. Diese prosteten sich mit Met zu, den sie aus den zu Schalen umfunktionierten oberen Schädelhälften ihrer getöteten Feinde tranken.

jul/hjul – Weihnachten und Rad. -> Um den 24.12. herum wurde zu heidnischer Zeit das winterliche Sonnenwendefest gefeiert. Das Symbol für die Sonne war und ist dabei ein Rad (norw. hjul), welches noch heute auf vielen Felszeichnungen dieser Zeit (z.B. am Oldtidsveien bei Fredrikstad) dargestellt ist. Später verlagerte man das Christfest in diese Zeit, um die alten heidnischen Feste zu verdrängen. Das Wort jedoch blieb erhalten. Und so heißt Weihnachten im Norwegischen heute jul.

Wörterlisten

Reise / Verkehr

avgang – Abfahrt,
ankomst – Ankunft,
tog – Zug,
nattog – Nachtzug,
togbuss – Anschlußbus, z.B. nach Ålesund und Molde,
billett – Fahrkarte,
jernbanestasjon – Bahnhof,
skysstasjon/busstasjon – Busbahnhof,
plassbillett – Platzkarte,
bilferje / bilferge – Autofähre,
lugar- Kabine,
resepsjon – Rezeption,
nøkkel -Schlüssel

Extrainfo Fahrpläne:
Über dem eigentlichen Fahrplan stehen meist weitere Erklärungen wie: DX1,6
Die Zahlen stehen für die Wochentage (1 = Montag, 2 = Dienstag u.s.w.). D bedeutet täglich (daglig), X hingegen außer (von: excluding). DX6 = Täglich außer Samstags.
Zu beachten sind die Buchstaben hinter der Zeiten im Fahrplan. Diese können u.a. auch angeben, ob ein Bus/Zug an einem bestimmen Tag nicht fährt, bzw. ob es eine Anschlussverbindung gibt.

Hier ein paar wichtige Worte, die im Fahrplan vorkommen können:

avgang – Abfahrt,
ankomst – Ankunft

Wochentage (bei Abweichung vom bokmål auch auf Nynorsk) & Zeitangaben:
mandag/måndag (Mo.),
tirsdag/tysdag (Di.),
onsdag (Mi.),
torsdag (Do.),
fredag (Fr.),
lørdag/laurdag (Sa.),
søndag/sundag (So.),

daglig – täglich,
ikke dag 7 – nicht am Sonntag,
f.o.m. (fra og med) – ab einschließlich,
t.o.m. (til og med) – bis einschließlich

væratterhald (unter Vorbehald des Wetters),
båt-/buss-/togbytte – Boot-/Bus-/Zug wechseln (umsteigen),
båt-/busskorrespondanse – Boot-/Busanschluss,
dersom – falls,
unntatt – außer,
bare avstigning / påstigning – nur zum Aus- bzw. Einsteigen,
samband – Verbindung,
stopper ved behov – hält bei Bedarf,
stopper uten tidsangivelse – hält ohne Zeitangabe,
korr./korresspondanse – Anschluss,
behovsrute – Bedarfsroute,
selskapet – die Verkehrsgesellschaft,

Zu den Preisen im Fahrplan: takst / pris – Preis, barn – Kind, honnør – Rentner,

Wintersport

langrenn – Langlauf, alpint – Alpinski, snø – Schnee, heis – Lift, stolheis – Sessellift, taubane – Seilbahn, bakke – Piste, Bakken stengt! – Piste gesperrt, skiutleie – Skiverleih, skistøvler – Skischuhe, skistaver – Skistöcke, heiskort – Liftkarte, heiskart – Streckenplan der Lifte, flomlys – Flutlicht, lysløype – beleuchtete Loipe, løype – Loipe, skiskole – Skischule, Kjør sakte! – Langsam fahren!, slipe kantene – Kanten schleifen,

Bedeutung norwegischer Straßenschilder und Kartenhinweise

stavkirke / Stavkyrkje (staawchirke/staawtchürtche) – Stabkirche
helleristninger (hälleristninger) – Felsmalereien
fuglefjell (füülefjäll / füglefjäll) – Vogelfelsen
gamlebyen (gammlebüen) – Altstadt
gammel kirke (gammel chirke) – Alte Kirche
trehus (treehuus) – Holzhäuser
utsikt (ütsikt) – Aussicht
turistkontor/Turistinformasjon (türistkontuur, -informaschuun) – Touristeninformation

hotel/hotell – Hotel
rom – Zimmer (Raum) zu vermieten
vandrerhjem – Jugendherberge
campingplass – Campingplatz

sykehus / sjukehus (süükehüüs) – Krankenhaus
legevakt (leegewakt) – Ärztewache
tannlege (tannleege) – Zahnarzt
politistasjon (pulitiistaschuun) – Polizei

AutoPass – Mynt/Coin – Manuell -> Einteilung an Mautstationen in Städten: für Abonnenten – Barzahlung mit Münzen – Schalter
betal her (betaal här) – Hier bezahlen
kvittering (kwittäring) – Qittung
kjør sakte (chöör sakte) – Langsam fahren
vegarbeidsområde (wäiarbeidsomroode) – Baustelle
dårlig vegdekke (doorli väidäkke) – Schlechte Straßenoberfläche
omkjøring (ommchöring) – schwarzer Pfeil auf orangefarbenen Grund

parkering forbudt (parkering forbüdt) – Parken verboten

barn leker (baarn leeker) – Kinder spielen
Automatisk Trafikk Kontroll (autuumatisk trafikk kontroll)- Hier wird geblitzt!!

Geographische Bezeichnungen auf Karten

Anmerkung: Auf Karten stehen die nachfolgenden Bezeichnungen meist in der bestimmten Form, sind also mit einer Endung versehen: Bsp. gate – Straße, gaten/gata – die Straße; fjord – Fjord, fjorden – der Fjord; torg – Markt, torget – der Markt

Kongeriket Norge/Noreg
-fjord – fjell – berg (Berg) – bre/isbre (Gletscher) – nut/ -topp /-tind (Bergspitze) – ås (Berg, Hügel) – bakke (Steigung/Berghang) – haug (Hügel) – seter/sæter (Alm) – dal (Tal) – botn (Talgrund) – vidde (Hochebene) – vik/ -bukt (Bucht) – våg (Bucht, innerorts) – nes (Landspitze) – sund – øy (Insel) – halvøy (Halbinsel) – voll (Wall/Grasebene) – mark (Feld/Flur) – eid (Landenge) – kapp (Kap) – strand (Strand) – sjø (See, Binnensee) – innsjø (Binnensee) – vatn (Wasser, kl. See) – elv (Fluß) – bekk (Bach) – foss (Wasserfall) – os (Mündung) – mark (Feld, Flur)

Ortsnamen / Ortsbezeichnungen
-by (Stadt) – bydel (Stadtteil) – indre by (Innenstadt) – sentrum – landsby (Dorf, kl. Stadt) – sted (Dorf, Platz, Fleck)- grend (Dorf) – bygd (Landbezirk) – støl (Alm – Haus) – fylke (Provinz in Norwegen) – indre (Innerer/Innere) – ytre (Äußerer, Äußere) – havn/hamn (Hafen) – brygge (Kai, Anlegestelle) – krok (Ecke/Winkel/Biegung)
-øst – vest – nord – sør/syd

Straßennamen (in Klammern die Region der Anwendung des Namens)
allé – Allee (Oslo), bakke – Hügel,haug – Hügel, bru/bro – Brücke, borg – Burg, gate – Straße, innerorts (gata/gaten = die Straße), vei/veg – Straße/Weg, hovedvei (Hauptstraße), smug – enge Gasse (Tromsø), sti – Pfad, strede/strete – Gasse, krok – Ecke/Winkel, torg/torv – Markt, plass – Platz, almenning – Markt (Bergen), mark – Feld/Flur (Bergen), skille – Grenze (Tromsø), grense – Grenze (Oslo), voll – Wall, brygge – Kai, pir – Pier (Ålesund),

Interessante Orts-/Regionsnamen
Kongsvinger (Königsflügel); Kongsberg (Königsberg); Sogndal (Gemeindetal); Eikedalen (das Eichental); Rosendal (Rosental); Lyngdal (Heidekrauttal); Evje (schwache Strömung); Flekkefjord (Fleckenfjord); Lakselv (Lachsfluss); Andeby (Entenstadt); Sauda (Schaf-da); Elvekrok (Flußbiegung); Namsos (Mündung des Namsen Flusses); Osøyri (Flussmündungsinsel); Værøy (Wetterinsel oder Dorfinsel; je nach Übersetzung); Sørvågen (südliche Hafenbucht); Kopervik (Kupferbucht); Nordfjordeid (Nordfjord-Landenge); Sandnessjøen (die Sandlandspitzensee); Minnesund (Gedächtnis-/Gedenk-sund); Oppdal (Hochtal); Ulefoss (heulender Wasserfall); Dalen (das Tal); Mo i Rana (mo = Heide oder Exerzierplatz; i = in); Mosjøen (die/der Heidesee; sjø = die See und Binnensee); Ås (Hügel); Lillesand (kleiner Sand/Strand); Bø (eingezäuntes Feld); Stavanger (Stab-Grasebene); Lyngdal (Heidekrauttal); Risør (Inseln mit Gestrüpp); Oslo (Mündung des Lo-Flüsses oder Götterebene – ersteres ist wahrscheinlicher)

Aussprache einiger norwegischer Orte

Endungen: -sund = sünn; sand = sann; -strand = strann; -fjord = fjuur; -jord = juur; -land = lann; -våg = woog; -vær = wäär oder waar; -ø/øy = ö/öii (beides heißt Insel); -vik = wiik;

Buchstaben: å = oo (o wie in Boot); ø = ö; æ = offenes ä oder vor r auch als a; v = w; o = meist u; u = meist ü; y = spitzes ü;
kj, tj, k (vor i, y, ei) = ch; skj, sj, sk (vor i, y, ei) = sch;

Großstädte:Oslo (us-luu oder usch-luu); Bergen (bergen, aber eher: bargen); Trondheim (trunn-heim oder trunn-jemm); Ålesund (oole-sünn);

Südnorwegen: Valle (walle); Søgne = söj-ne)
Telemark: Skien (schee-en); Rauland (rä-u-lann);
Westnorwegen: Voss (woss); Kinsarvik (chinn-s-arwiik); Eidfjord (äid-fjuur); Nordfjordeid (nuur-fjuur-aid); Sogndal (sonn-daal); Åndalsnes (oon-daals-neß)
Mittelnorwegen: Steinkjer (stein-chäär);
Ostnorwegen/Jotunheimen: Geilo (jai-luu); Ål (ool); Vågåmo (woo-goo-muu); Gjøvik (jöö-wiik); Gausdal (gäus-daal); Dombås (dum-boos)

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