Sprach- und Lerntipps

Einführung

Über die Anwendung des Norwegischen und seiner unterschiedlichen Formen wacht nun mit Argusaugen der Norwegische Sprachrat – „norsk språkråd“. Er steht dem Sprachanwender mit Rat und Tat zur Seite, beantwortet noch so kuriose Fragen und sucht mit Eifer nach Alternativworten zu den vielen Anglizismen. So wird u.a. empfohlen Brain Drain, eine Beschreibung für den Wegzug von Fachkräften, mit hjerneflukt, also Gehirnflucht, zu übersetzen, statt e-mail doch lieber e-post zu verwenden und eine Halfpipe eher als eine snørenne, also Schneerinne zu bezeichnen.
Fachlich korrekt ausgedrückt hat der Språkråd also die Aufgabe „das geschriebene und gesprochene Norwegisch als grundlegenden Bestandteil des kulturellen Erbes der Nation zu schützen und zu pflegen, zur Vertiefung und Erweiterung der Kenntnis von norwegischer Sprache in Gegenwart und Geschichte aktiv beizutragen, Toleranz und gegenseitigen Respekt zwischen Benutzern unterschiedlicher standardsprachlicher und regionaler Varietäten des Norwegischen zu stärken und die sprachlichen Rechte der Bürger zu schützen“.
Zur Umsetzung dieser hehren Ziele, gibt es nun das Mållov, das Sprachgesetz. Es reguliert den öffentlichen Sprachgebrauch, was konkret bedeutet, dass Bokmål und Nynorsk gleichgestellt sind und man das Recht hat Formulare, Examensaufgaben und Schemata in der Sprache zu erhalten die man für sich bevorzugt. Mit Hilfe des Språkrådes, der auch Behörden und öffentliche Institutionen in sprachlichen Fragen berät, ist es so einigen hartnäckigen Zeitgenossen sogar gelungen den Führerschein auf Nynorsk zu erhalten, also in jener Sprachform die trotz aller Reglementierungen bis heute recht stiefmütterlich behandelt wird.

Nicht nur das Bokmål liegt dem „Språkråd“ am Herzen, es wird auch die genaue Anwendung des Nynorsk. überwacht. So werden u.a. Tipps zur korrekten Anwenung verschiedener Worte gegeben und man versucht insgesamt diese Sprachform zu stärken.

Wörterbücher

Sehr gute Dienste leiten folgende Online-Wörterbücher:
Heinzelnisse
Språkråd (einsprachiges Wörterbuch)
Lexin (Bilderwörterbuch)

Die besten in Norwegen erhältlichen Wörterbücher:

– HUSTAD, TOM: STOR NORSK-TYSK ORDBOK, 1999, ISBN:8200127710, Preis 598,00 NOK
– Hustad, Tom; Reiten, Håvard og Ropeid, Tor Jan: STOR TYSK-NORSK ORDBOK, Preis 598,- NOK, 1400 Seiten, Fagbokforlaget, ISBN: 82-7674-730-2

Lerntipps & Hilfe zur Sprache

Da das Norwegische dem Deutschen recht ähnlich ist, empfehle ich jedem, so viel zu lesen wie nur möglich. Viele Wörter merkt man sich so „im Vorbeigehen“.
Günstig sind die Homepages der norwegischen Tageszeitungen (z.B. Aftenposten) oder jene der Klar Tale, einer Zeitung, die speziell für Sprachanfänger konzipiert ist.

Wer schon etwas weiter ist, kann sich auch an einige leicht verständliche Bücher herantrauen. Eine Liste findet sich im Norwegen-Shop dieser Homepage (siehe Menü rechts).

Online-Lernen

Norwegian on the web – Onlinekurs der Uni Trondheim. Allein mit diesem Kurs wird man die Sprache sicher nicht erlernen, aber als Ergänzung ist der Kurs perfekt! Gute Texte, die man sich in verschiedenen Geschwindigkeiten auch nochmal anhören kann.

Hören

Lytt og Les – Eine Zeitschrift des Norwegen-Service. Ideal zum Trainieren des verstehenden Hörens. Bestellbar im Norwegen-Shop dieser Homepage
Norwords – Kleiner amerikanischer Verlag, der auf seiner Seite gute, leicht zu verstehende Soundfiles anbietet.
Five College – Unten auf die Namen klicken. Danach kann ein Video abgespielt werden, zu dem es dann Fragen gibt. (Fragen auf Norwegisch, die Seite selbst ist auf Englisch)

Online Hörbücher und Texte: Für Infos und Preise bitte eine Mail an den Norwegen-Service, Martin Schmidt: post@norwegeninfo.net oder Tel. 0174 3058797

Lesen

KlarTale – Wie oben schon erwähnt, eine Zeitschrift für Sprachanfänger. Leider recht skandallastig.
Hi-Volda – Recht einfach zu verstehende Seiten, erstellt von Studenten der Hochschule Volda.

Spielerisch lernen

Vox – interaktives Grammatikspiel
Grei – Grammatikspiel für Schulkinder
Norsksidene – Norwegisch einfach erklärt + Übungen
På Vei – Zusatzübungen zum Lehrbuch På Vei

Aussprache

æ = überoffenes ä (wird vor r auch gern als „a“ ausgesprochen)), ø = ö, å = kehliges o

o = meist u (außer vor doppelten Konsonanten und in Wörteren wie tog, og, også)
u = fast immer ein ü (außer u.a. bei ung)
y = spitzes Ü

r = etwas rollend oder Zungenspitzen-R (klingt in dem Fall z.T. wie ein „L“)
v = w, am Wortende auch z.T. „f“

g (vor j & y) = j
k (vor i, y, ei), kj, tj = ch
sk (vor i, y, ei), skj, sj, s vor l, s nach r = sch

Stumm:
-d (am Ende des Wortes meist stumm)
-v (stumm in Wörteren wie selv, sølv …)
-ig (stummes g bei der -ig Endung)
-t (stumm NUR bei „det“ & bei bestimmten Substantiven: huset, toget, brødet)
h- (stumm vor v & j)

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