Die passende Systemkamera zum Fotografieren in Norwegen

Verfasst am 13.06.2017 | Abgelegt unter Reisen in Norwegen

Viele Norwegen-Fans lieben das Land aufgrund seiner einzigartigen und schönen Landschaften. Deshalb wollen die meisten Reisende eine kompakte aber leistungsfähige Kamera mit auf ihre Reise nehmen, um die schönsten Momente festzuhalten.

Welche Reisekameras gibt es?

Wenn man sich heute für eine Reisekamera entscheiden muss, hat man generell folgende Auswahlmöglichkeiten an verschiedenen Modellen. Da die Kompaktheit der Kameras oft der wichtigste Faktor ist, sind die verschiedenen Kamera-Typen nach ihrer Größe sortiert.

– Smartphonekamera
– Kompaktkamera
– Bridgekamera
– Systemkamera
– Spiegelreflexkamera

Die Smartphonekamera

Eine Smartphonekamera haben mittlerweile wahrscheinlich die meisten Reisefotografen immer dabei. Sie haben nicht nur den Vorteil in jede Hosentasche zu passen, sondern sind in der Regel bei jeder Reise griffbereit zu sein, da die meisten Leute ihr Handy nie zu Hause lassen.

Wenn man sich nach einer neuen Kamera für die Reisefotografie umschaut hat das meist den Grund, dass man nach mehr Möglichkeiten sucht, als die vorhandene Smartphonekamera bereits bietet, weshalb sich bei einem niedrigeren Budget kompakt- oder Bridgekameras anbieten.

Trotzdem werden Kameras von aktuellen Smartphones oft unterschätzt, obwohl sie gerade für die Landschaftsfotografie eine gute Option darstellen.

Kompakt- und Bridgekameras

Kompakt- und Bridgekameras sind eine gute Möglichkeit für Anfänger- und Amateurfotografen, die nach einer Allrounder-Kamera suchen, welche einen großen Zoom-Umfang haben. Dabei sind Bridgekameras in der Regel deutlich größer als Kompaktkameras, bieten aber einen größeren Zoom-Umfang.

Für empfehlenswerte Kompaktkameras zahlt man 200€ aufwärts (z.B. die Sony DSC-HX60). Gute Bridgekameras bekommt man neuwertig ab ca. 300€ (z.B. die Panasonic LUMIX DMC-FZ200).

Die Systemkamera

Systemkameras haben in den letzten Jahren einen großen Boom erfahren. Noch vor wenigen Jahren wurden sie aufgrund ihrer Kompakten Maße lediglich als Alternative zu Kompaktkameras angesehen, was sich aber dank der schnellen technologischen Entwicklungen geändert hat.

Heute bekommt man gute Systemkameras ab 600€ (z.B. die Sony Alpha 6000), weshalb sie sich preislich und auch qualitativ nicht von Spiegelreflexkameras unterscheiden. Generell kann man sagen, dass eine Systemkamera im Vergleich zu einer preislich ähnlichen Spiegelreflexkamera die gleiche Ausstattung, Qualität und Funktionalität bietet, jedoch deutlich kompakter ist (weil sie auf den Spiegel-Mechanismus verzichten).

Deshalb fotografiere ich seit ca. 2 Jahren nur noch mit Systemkameras auf Reisen. Vor dem Kauf informiert man sich am besten in einen Systemkamera Test 2017.

Die Spiegelreflexkamera

Spiegelreflexkameras dominieren seit Jahrzehnten den Markt für professionelle Digital- (und Film-) Kameras, weshalb sie oft blind von Einsteigerfotografen gekauft werden, die auf der Suche nach einer „Profi-Kamera“ sind. Bis vor 2 Jahren hatte ich auch meistens eine Spiegelreflexkamera auf meinen Reisen dabei, was jedoch gerade auf Tagesausflügen und Wanderungen oft sehr sperrig wurde.

Trotzdem kann sich eine Spiegelreflexkamera als Reise-Kamera lohnen, insbesondere dann, wenn das nötige Equipment schon vorhanden ist oder man beispielsweise im Familien- und Freundeskreis einige Objektive ausleihen kann. Um das passende Modell für dich zu finden, liest du dir am besten einen Spiegelreflexkamera Test 2017 durch.

Warum eine Systemkamera?

Eine Systemkamera ist natürlich nicht die einzige perfekte Kamera für die Reisefotografie in Norwegen. Meiner Meinung nach gibt sie aber für die meisten Amateur-Fotografen das perfekte Gesamtpaket ab.

Systemkameras sind auf der einen Seite sehr kompakt, weshalb man sie auch auf Wanderungen und anderen Ausflügen problemlos mitnehmen kann. Auf der anderen Seite hat man mit Systemkameras sehr viel Freiheit, da man die Möglichkeit hat das Objektiv zu wechseln. Außerdem bieten viele Modelle mittlerweile sehr große Sensorgrößen (z.B. APS-C oder Vollformat), weshalb Systemkameras von der Bildqualität auf einem Niveau mit Spiegelreflexkameras sind.

Welche Systemkamera?

Wenn man der Meinung ist, dass eine Systemkamera die optimale Möglichkeit ist Fotos auf Reisen in Norwegen zu machen, ist die nächste Frage, welche Modelle in Frage kommen.

Dafür werde ich alle Systemkamera Modelle in 3 Preiskategorien unterteilen:

  1. Einsteiger-Systemkameras
  2. Mittelklasse-Systemkameras
  3. Profi-Systemkameras

Einsteiger-Systemkameras

Die günstigsten Systemkameras kann man bereits ab ca. 400€ kaufen. Billige Modelle zu empfehlen ist in der Regel aber ziemlich schwer. Trotzdem kann es sich lohnen etwas weniger Geld für die Kamera auszugeben. Beispielsweise wenn man die neueste Technologie einfach nicht braucht, oder aber das gesparte Geld lieber in bessere Objektive investieren will.

Generell kann man sagen, dass Einsteiger-Systemkameras vor allem an folgenden Punkten sparen (im Vergleich zu Mittelklasse-Systemkameras):

  • Kein Sucher:
    Viele Einsteiger-Systemkameras wurden als Alternative zu Kompaktkameras am Markt platziert und verzichten aufgrund der kleinen Abmessungen gänzlich auf einen Sucher. Deshalb kann das Foto nur über den Bildschirm betrachten werden. Bei den meisten Mittelklasse- und Profi-Systemkameras lässt sich sowohl über den integrierten elektronischen Sucher, als auch über den Bildschirm fotografieren.
  • Langsame Fotos:
    In der Regel schießen günstige Systemkameras mit weniger Bildern pro Sekunde (auf englisch: FPS). Das ist aber von Modell zu Modell unterschiedlich und auch nicht für jeden Fotografen ausschlaggebend. Landschaftsfotografen sollte diese Funktion beispielsweise relativ wenig interessieren.
  • Kompakte Abmessungen:
    Da viele Hersteller ihre günstigen Systemkameras als Alternativen zu Kompaktkameras am Markt platzieren, haben diese auch extrem kleine Abmessungen. Das ist für die Reise-Fotografie natürlich super, jedoch verzichtet man damit auch auf einen gewissen Komfort beim Fotografieren und viele Einsteiger-Systemkameras besitzen beispielsweise wenige Knöpfe und nur ein Einstellrad, was das Fotografieren im manuellen Modus erschwert.

Als kompakte und preiswerte Einsteiger-Systemkamera kann ich dir folgende Systemkamera empfehlen: Olympus PEN E-PL7

Mittelklasse-Systemkamera

Systemkameras im mittleren Preissegment haben oft das beste Preis-Leistungsverhältnis und werden am meisten gekauft. Wenn man bereit ist 600 bis 800€ für ein Modell auszugeben und weiß, dass man sich in Zukunft mehr mit der Fotografie beschäftigen will, ist man in den meisten Fällen mit einer Mittelklasse-Systemkamera am besten beraten.

Hier kann ich dir den Amazon-Bestseller empfehlen, mit dem ich schon seit fast 2 Jahren sehr zufrieden tausende von Fotos geschossen habe: Sony Alpha 6000

Profi-Systemkamera

Wenn du bereit bist über 1.000€ für eine Systemkamera auszugeben, kennst du dich wahrscheinlich schon ziemlich gut mit der Fotografie und den verschiedenen Kamera-Modellen aus (und bist nicht auf die Beratung eines Amateur-Fotografen angewiesen ;) ). Das meiner Meinung nach beste Modell für die Reisefotografie im hochpreisigen Segment stellt die Sony Alpha 7R Mark ii dar, da sie zurzeit von allen Systemkameras (und auch Spiegelreflexkameras) die absolut beste Bildqualität bietet, über 42 Megapixel hat und trotzdem relativ kompakt ist.

Dafür zahlt man für die Kamera aber auch einen stolzen Preis von ca. 3.000€ und pro Objektiv muss man in der Regel nochmal weitere 1.000€ über die Theke wandern lassen. Die Fotografie kann also ein echt teures Hobby sein ;)…

> Zurück zum Norwegen-Blog / Zu den Blog-Kategorien

Norwegeninfos:

Norwegen auf Amazon – Bücher, Bekleidung, Fahnen, Aufkleber.

Aktuelle Norwegen-Impressionen

Bilder einer Herbstreise auf die Lofoten.

Buchtipps – Veröffentlichungen des Norwegen-Service

Martin Schmidt

Individualreiseführer:
Reisehandbuch NorwegenReisehandbuch Südnorwegen
City Trip Oslo, Bergen, Erfurt / Weimar

Bildband:
Thomas Härtrich & Martin Schmidt: Sehnsucht Norwegen

Sprachbücher:
Einstieg Norwegisch (Hueber Verlag)
Power Sprachtraining (Pons)
Oh, dieses Norwegisch (Conrad Stein Verlag)

Kleine Länderkunde

– 323.802 km² ist Norwegen groß, und damit etwas kleiner als Deutschland. Rechnet man jedoch den von Norwegen verwalteten arktischen Archipel Spitzbergen mit hinzu, sind es 384.824 km².

– Im Gegensatz zu Mitteleuropa ist Norwegen äußerst dünn besiedelt. Gerade einmal 5,2 Millionen Menschen sind im Lande der Wikinger und Elche zu Hause, 660.000 von ihnen wohnen in Oslo, 279.000 in der zweitgrößten Stadt Bergen.

– Norwegen streckt sich reichlich in die Länge. Ganze 1.572 km sind es vom Südzipfel, dem Kap Lindesnes, bis zum Nordkap. An seiner schmalsten Stelle misst das Land gerade einmal 6330 Meter.

– Die Landessprache ist Norwegisch, allerdings in zwei schriftlichen Varianten: bokmål und nynorsk. Dies macht sich auch beim Ländernamen bemerkbar. Heißt Norwegen auf bokmål „Norge“, so trägt das Königreich auf nynorsk die Bezeichnung „Noreg“.
Zweite Landessprache ist Samisch, wenngleich diese nicht alle erlernen müssen.

Bezahlt wird mit der norwegischen Krone.

Homepage-Tipps

– Auf dieser Seite kannst du im Norwegen-Shop Produkte aus und zum Thema Norwegen erwerben.

Norsk ! – So heißt meine Zeitschrift für alle, die Norwegisch lernen.

Fun Facts

-> Der Lærdalstunnel ist mit 24,5 km der längste Straßentunnel der Welt. Er führt von Lærdal nach Aurland in Westnorwegen und besitzt drei große, beleuchtete Felshöhlen, in denen man auch anhalten kann.

-> Der Fjærlandstunnel ist der einzige Tunnel der Welt, der unter einem Gletscher entlang führt.

-> Der Eiksundtunnel führt 287 m unter dem Meer entlang und ist somit der tiefste Untersee-Straßentunnel der Welt. Zumindest noch. Tiefere Unterseetunnel sind in Norwegen bereits im Bau.

Vermischtes

Web-Cams aus Norwegen:

Kleine Web-Cam-Sammlung Norwegen

Große Web-Cam-Sammlung Norwegen.

An- und Weiterreise Norwegen

– Ausweis reicht
– Kinder: eigener Kinderreisepass
– Zollvorschriften beachten (speziell für Alkohol und Tabak)
– Einreise mit Tieren -> Link
– Währung: Norwegische Krone (Kurs ca. 1:9,5)
– Geld: Abheben an Geldautomaten vor Ort möglich
– Ca. 50 Euro schon vorab auf der Bank tauschen
– Tipp: Infoseite der Kgl. Norwegischen Botschaft

Anreise
-> Auto:
Über Dänemark (Fähren ab Hirtshals)
Über Schweden (Fähren ab Kiel, Puttgarten, Travemünde, Rostock)
Ab Deutschland (Fähre Kiel-Oslo)

-> Billigflieger:
Norwegian: ab Berlin, Hamburg, Köln, München, Wien nach Oslo. Ab Berlin auch nach Stavanger, Bergen und Trondheim.

Reisen in Norwegen

-> Geschwindigkeitsbegrenzung:
Innerorts: 50 km/h, Landstr.: 80 km/h, Autobahn: 100 km/h

-> Reisegeschwindigkeit:
Durchschnittl. 60-70 km/h, Tagespensum: max. 200 – 300 km

-> Maut:
Kosten pro Urlaub ca. 30-60 Euro/Auto. An den Mautstationen einfach durchfahren.
Zahlung: Rechnung wird zugesandt. (Außer Atlantiktunnel)

-> Fähren:
An Hauptstr.: mehrmals pro Stunde. An kleinen Nebenstr.: 1-5 x / Tag.
Kosten pro Urlaub: 20-120 Euro (je nach Region)

-> Typisch Norwegen:
22.700 Brücken, 952 Straßentunnel, 32 Unterseetunnel und tausende Kreisverkehre…