Parlament mit Ukraine Flagge

Beitrag vom Montag, 28. Februar 2022

Was man wollte und was man muss

Ich wollte eigentlich über einige sportliche Begebenheiten berichten, also Wintersport und das Weiterkommen von Bodø/Glimt in der Conference League. Auch wollte ich über Norwegens Beitrag für den Eurovision Song Contest berichten. Wobei, ich mache es doch! Denn der eigentlich spaßig gemeinte Titel der mit Masken auftretenden Band Subwoolfer, „Give That Wolf A Banana“, passt am Ende doch zum unglaublich tristen Tagesgeschehen, denn wer wünschte sich nicht, dass sich der Moskauer Wolf einfach mit einer Südfrucht abspeisen ließe? Und genauso, wie man aus diesem albernen Song eine Botschaft ziehen kann, hätte man es auch mit anderen Liedern tun und auch die ganze Moderation dieser Veranstaltung anpassen können, weshalb es am Ende vielleicht keine gute Idee war, Russland vom ESC auszuschließen, würde man doch mit der Live-Übertragung die russischen Menschen direkt erreichen. Wahrscheinlich von mir zu naiv gedacht, aber es wäre eine Chance gewesen.
Zurück zur Politik. Auch Norwegen beteiligt sich an den internationalen Sanktionen gegen Russland und schloss, nach einigem sehr unverständlichen Zögern, ebenfalls seinen Luftraum für russische Flugzeuge, analog zu den skandinavisch-nordischen Nachbarländern. Immerhin ist derzeit keine höhere russische Militäraktivität im hohen Norden zu erkennen, so dass aktuell mit keiner Bedrohung aus Richtung der Arktis zu rechnen ist.
Rein militärisch hält sich Norwegen aus dem Konflikt noch heraus und sendet derzeit keine Waffen in die Ukraine. Oberstleutnant Palle Ydstebø findet das nicht korrekt, wohingegen diesen Fakt das bei Oslo ansässige, nach dem norwegischen Polarforscher, Wissenschaftler und Friedensnobelpreisträger benannte Fritjof Nansen Institut begrüßt.

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