FRP

Beitrag vom Sonntag, 12. Januar 2014

Das Imageproblem der Frp

Norwegens Regierungspartei Fremskritspartiet (Fortschrittspartei, Frp) hat ein europaweites Imageproblem. Immer wieder werden die Partei und ihre Vorsitzende Siv Jensen mit den nationalistischen Parteien Ungarns, Deutschlands und Frankreichs bzw. deren Vorsitzenden verglichen. Dabei beruft man sich auf Aussagen Jensens, die u.a. von einer „schleichenden Islamisierung“ Norwegens sprach.
Øystein Sørensen, Geschichtsprofessor und Experte für europäischen Nationalismus, gehen diese Vergleiche eindeutig zu weit. „Die Frp ist eine konservative, liberale Partei mit stark populistischen Tendenzen. Sie jedoch als nationalistisch zu bezeichnen geht eindeutig zu weit.“
Die Frp selbst wehrt sich zudem vehement, u.a. auf eigenes einberufenen Pressekonferenzen, gegen die von Journalisten gezogenen ideologischen Verbindungen zum Attentäter von Oslo und Utøya.

Anmerkung: Mir persönlich ist die Frp keineswegs sympathisch. Ihr Parteiprogramm ist jedoch demokratisch und das politische Agieren auf kommunaler Ebene ebenso. Auf der anderen Seite muss man sagen, wer erst laut und populistisch brüllt, darf sich dann nicht beschweren, wenn er nicht ernst genommen oder missverstanden wird.

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