Røros – Eine Ortsgeschichte

Verfasst am 15.02.2014 | Abgelegt unter Geschichte & Ortsgeschichten, Ostnorwegen / Telemark

Lage: auf einer Hochebene, an einem Bach

Heutige Einwohnerzahl: 5.500

Wahrer Name: Rodungsmündung; (vom Flussnamen Røa abgeleitet – altnordisch: rud – Rodung, os – Mündung)

Grund für die Ortsgründung: Per königlichem Dekret

Bis in das 17. Jahrhundert hinein gab es in der Region nur einzelne Bauernhöfe. Dies änderte sich mit den ersten Erzfunden. Angeblich soll der Bauer Hans Olsen Aasen eines schönen Tages im Jahre 1644 auf Jagd gewesen sein. Als das von ihm angeschossene Rentier zu Boden ging, schabte dies mit dem Huf ein wenig Erde beiseite und es kam ein glänzender Stein zum Vorschein. Davon bekam Joachim Irgens aus dem deutschen Itzehoe Wind. Er war einer der größten Kreditgeber der dänisch-norwegischen Doppelmonarchie. Diese war als Folge der kriegerischen Auseinandersetzungen mit Schweden in den 1650er Jahren, im Zuge derer Norwegen die Provinzen Jemtland, Herjedalen, Idre und Særna und Bohuslen verlor, stark verschuldet. Es mussten viele Ländereien der Krone verkauft oder verpachtet werden.
Infolge der Berichte Joachim Irgens, der später der größte private Grundeigentümer Norwegens wurde, wurden noch im selben Jahr erste Untersuchungen an dem Fundort vorgenommen und zwei Jahre später das erste Kupferwerk samt dem Grubenort Røros gegründet. Dieser wurde im Stile der Zeit rechtwinklig angelegt.
Die Stadt wuchs rasch und zog erfahrene Bergleute aus Dänemark und Deutschland an. Da nur wenige nur vom Bergbau allein leben konnten, betrieben viele zudem auch Landwirtschaft.
Røros unterhielt einige der bedeutendsten Gruben des Nordens.

Weitere Entwicklung:
Das Kupferwerk hatte das Handelsmonopol in Røros. Auf Druck des Parlamentes wurde erst 1854 einem unabhängigen Markt zugestimmt. Seit 1854 findet nun alljährlich im Winter der Rørosmarkt statt. Von weit her werden die Waren per Schlitten in die Stadt transportiert.
Die Gruben waren bis in die 1970er Jahr in Betrieb. Røros ist heute eine fast komplett erhaltene Bergwerksstadt mit schönen alten Häusern. Allerdings kann es hier vor allem im Winter empfindlich kalt werden, da für die Öfen der Schmelzwerke der Wald gerodet wurde. Die Hochebene kühlt nun ohne Bewuchs leichter aus. Røros steht heute unter Schutz der UNESCO.

Die alten Gruben von Røros

Die alten Gruben von Røros

 

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Aktuelle Norwegen-Impressionen

Bilder meiner Reise nach Oslo im Mai 2018, anlässlich des norwegischen Nationalfeiertags. Die Reise fand in Zusammenarbeit mit dem Nordis-Magazin statt.

Buchtipps – Veröffentlichungen des Norwegen-Service

Martin Schmidt

Individualreiseführer:
Reisehandbuch NorwegenReisehandbuch Südnorwegen
City Trip Oslo, Bergen, Erfurt / Weimar

Bildband:
Thomas Härtrich & Martin Schmidt: Sehnsucht Norwegen

Sprachbücher:
Einstieg Norwegisch (Hueber Verlag)
Power Sprachtraining (Pons)
Oh, dieses Norwegisch (Conrad Stein Verlag)

Kleine Länderkunde

– 323.802 km² ist Norwegen groß, und damit etwas kleiner als Deutschland. Rechnet man jedoch den von Norwegen verwalteten arktischen Archipel Spitzbergen mit hinzu, sind es 384.824 km².

– Im Gegensatz zu Mitteleuropa ist Norwegen äußerst dünn besiedelt. Gerade einmal 5,2 Millionen Menschen sind im Lande der Wikinger und Elche zu Hause, 660.000 von ihnen wohnen in Oslo, 279.000 in der zweitgrößten Stadt Bergen.

– Norwegen streckt sich reichlich in die Länge. Ganze 1.572 km sind es vom Südzipfel, dem Kap Lindesnes, bis zum Nordkap. An seiner schmalsten Stelle misst das Land gerade einmal 6330 Meter.

– Die Landessprache ist Norwegisch, allerdings in zwei schriftlichen Varianten: bokmål und nynorsk. Dies macht sich auch beim Ländernamen bemerkbar. Heißt Norwegen auf bokmål „Norge“, so trägt das Königreich auf nynorsk die Bezeichnung „Noreg“.
Zweite Landessprache ist Samisch, wenngleich diese nicht alle erlernen müssen.

Bezahlt wird mit der norwegischen Krone.

Homepage-Tipps

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Norsk ! – So heißt meine Zeitschrift für alle, die Norwegisch lernen.

Fun Facts

-> Der Lærdalstunnel ist mit 24,5 km der längste Straßentunnel der Welt. Er führt von Lærdal nach Aurland in Westnorwegen und besitzt drei große, beleuchtete Felshöhlen, in denen man auch anhalten kann.

-> Der Fjærlandstunnel ist der einzige Tunnel der Welt, der unter einem Gletscher entlang führt.

-> Der Eiksundtunnel führt 287 m unter dem Meer entlang und ist somit der tiefste Untersee-Straßentunnel der Welt. Zumindest noch. Tiefere Unterseetunnel sind in Norwegen bereits im Bau.

Vermischtes

Web-Cams aus Norwegen:

Kleine Web-Cam-Sammlung Norwegen

Große Web-Cam-Sammlung Norwegen.

An- und Weiterreise Norwegen

– Ausweis reicht
– Kinder: eigener Kinderreisepass
– Zollvorschriften beachten (speziell für Alkohol und Tabak)
– Einreise mit Tieren -> Link
– Währung: Norwegische Krone (Kurs ca. 1:9,5)
– Geld: Abheben an Geldautomaten vor Ort möglich
– Ca. 50 Euro schon vorab auf der Bank tauschen
– Tipp: Infoseite der Kgl. Norwegischen Botschaft

Anreise
-> Auto:
Über Dänemark (Fähren ab Hirtshals)
Über Schweden (Fähren ab Kiel, Puttgarten, Travemünde, Rostock)
Ab Deutschland (Fähre Kiel-Oslo)

-> Billigflieger:
Norwegian: ab Berlin, Hamburg, Köln, München, Wien nach Oslo. Ab Berlin auch nach Stavanger, Bergen und Trondheim.

Reisen in Norwegen

-> Geschwindigkeitsbegrenzung:
Innerorts: 50 km/h, Landstr.: 80 km/h, Autobahn: 100 km/h

-> Reisegeschwindigkeit:
Durchschnittl. 60-70 km/h, Tagespensum: max. 200 – 300 km

-> Maut:
Kosten pro Urlaub ca. 30-60 Euro/Auto. An den Mautstationen einfach durchfahren.
Zahlung: Rechnung wird zugesandt. (Außer Atlantiktunnel)

-> Fähren:
An Hauptstr.: mehrmals pro Stunde. An kleinen Nebenstr.: 1-5 x / Tag.
Kosten pro Urlaub: 20-120 Euro (je nach Region)

-> Typisch Norwegen:
22.700 Brücken, 952 Straßentunnel, 32 Unterseetunnel und tausende Kreisverkehre…