Stand Up Paddling in Norwegen

Verfasst am 18.08.2017 | Abgelegt unter Outdoor / Sport / Freizeit

Stand Up Paddling (SUP), auch Stehpaddeln genannt, ist ein relativ neuer Trendsport, der immer mehr Gewässer erobert, auch norwegische. Der Unterschied zum herkömmlichen Paddeln ist, dass man die Sportart eben nicht im Sitzen, sondern auf einer Art Surfbrett stehend betreibt. Der Fortbewegung dient dabei ein Stechpaddel.

Das Stand Up Paddling hat durchaus eine weite Reise hinter sich. Einst, so ist zu lesen, waren es wohl polynesische Fischer, die sich auf diese Art fortbewegten.
Später, im 20. Jahrhundert, waren es die Surflehrer auf Hawaii, die ihr Board aufrecht erklommen, um so die Kursteilnehmer und Schüler besser im Blick zu haben.
Seit einigen Jahren nun erobert das SUP auch europäische Gewässer, vornehmlich die etwas ruhigeren Binnenseen, denn vor allen Anfängern können Wellen schnell aus dem Gleichgewicht bringen. Könner hingegen kaufen auch Stehend so mancher hoher Welle den Schneid ab.

Material

Gutes Material ist eine entscheidende Voraussetzung für eine gelungene Tour. Ein gutes Angebot an SUP Boards und Bekleidung findet ihr auf der Seite des Familienunternehmens SKINFOX. Die Produkte zeichnen sich durch eine hohe Qualität auch und überzeugen auch in puncto Leistung und Design.

Erste Schritte

Da sicher die wenigsten einmal Stand Up Paddling ausprobiert haben, will ich kurz erklären, wie es funktioniert.
Auch wenn das Board an ein Surfboard erinnert, so benötigt man sich anders als beim Wellenreiten keine Wellen. Im Gegenteil, je ruhiger das Wasser, desto besser kann man am Anfang die Balance halten.
Am Anfang sollte man sich zunächst möglichst breitbeinig auf das Board hocken und dann versuchen langsam aufzustehen. Das Paddel hilft, das Gleichgewicht zu halten.
Nach dem Aufstehen ist es von Vorteil, sofort loszupaddeln. Auch dies gibt Stabilität, ähnlich wie beim Fahrradfahren. Das Paddel hält man oben am Griff und etwa in der Mitte, steckt es mit gestreckten Armen vorne ins Wasser und zieht es nach hinten. Die Bewegung ähnelt der beim Kanufahren. Nach einiger Zeit muss die Seite gewechselt werden, wobei nun die andere Hand oben, am Ende des Paddels ist.

Stand UP Paddeling in Norwegen

Norwegen bietet viele Möglichkeiten für Stand Up Paddler. Eine Besonderheit ist, dass das Paddeln sowohl auf zahlreichen kleineren und größeren Binnengewässern, als auch auf dem Salzwasser möglich ist. Viele Fjorde haben selbst an bedeckten Tagen fast keine Wellen. Besonders geeignet sind der Sognefjord, mit seinen schmalen Nebenarmen Nærøy- und Aurlandsfjord, und der Lysefjord bei Stavanger. Teilweise ist SUP auch in städtischen Gewässern möglich und erlaubt, so zum Beispiel im Hafenbecken der nordnorwegischen Stadt Tromsø.
Empfehlenswerte, ruhige Binnengewässer sind vor allem im Süden des Landes zu finden. Hervorzuheben ist hier der See Oggevatn.

Norwegeninfos:

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Aktuelle Norwegen-Impressionen

Bilder meiner Reise nach Oslo im Mai 2018, anlässlich des norwegischen Nationalfeiertags. Die Reise fand in Zusammenarbeit mit dem Nordis-Magazin statt.

Buchtipps – Veröffentlichungen des Norwegen-Service

Martin Schmidt

Individualreiseführer:
Reisehandbuch NorwegenReisehandbuch Südnorwegen
City Trip Oslo, Bergen, Erfurt / Weimar

Bildband:
Thomas Härtrich & Martin Schmidt: Sehnsucht Norwegen

Sprachbücher:
Einstieg Norwegisch (Hueber Verlag)
Power Sprachtraining (Pons)
Oh, dieses Norwegisch (Conrad Stein Verlag)

Kleine Länderkunde

– 323.802 km² ist Norwegen groß, und damit etwas kleiner als Deutschland. Rechnet man jedoch den von Norwegen verwalteten arktischen Archipel Spitzbergen mit hinzu, sind es 384.824 km².

– Im Gegensatz zu Mitteleuropa ist Norwegen äußerst dünn besiedelt. Gerade einmal 5,2 Millionen Menschen sind im Lande der Wikinger und Elche zu Hause, 660.000 von ihnen wohnen in Oslo, 279.000 in der zweitgrößten Stadt Bergen.

– Norwegen streckt sich reichlich in die Länge. Ganze 1.572 km sind es vom Südzipfel, dem Kap Lindesnes, bis zum Nordkap. An seiner schmalsten Stelle misst das Land gerade einmal 6330 Meter.

– Die Landessprache ist Norwegisch, allerdings in zwei schriftlichen Varianten: bokmål und nynorsk. Dies macht sich auch beim Ländernamen bemerkbar. Heißt Norwegen auf bokmål „Norge“, so trägt das Königreich auf nynorsk die Bezeichnung „Noreg“.
Zweite Landessprache ist Samisch, wenngleich diese nicht alle erlernen müssen.

Bezahlt wird mit der norwegischen Krone.

Homepage-Tipps

– Auf dieser Seite kannst du im Norwegen-Shop Produkte aus und zum Thema Norwegen erwerben.

Norsk ! – So heißt meine Zeitschrift für alle, die Norwegisch lernen.

Fun Facts

-> Der Lærdalstunnel ist mit 24,5 km der längste Straßentunnel der Welt. Er führt von Lærdal nach Aurland in Westnorwegen und besitzt drei große, beleuchtete Felshöhlen, in denen man auch anhalten kann.

-> Der Fjærlandstunnel ist der einzige Tunnel der Welt, der unter einem Gletscher entlang führt.

-> Der Eiksundtunnel führt 287 m unter dem Meer entlang und ist somit der tiefste Untersee-Straßentunnel der Welt. Zumindest noch. Tiefere Unterseetunnel sind in Norwegen bereits im Bau.

Vermischtes

Web-Cams aus Norwegen:

Kleine Web-Cam-Sammlung Norwegen

Große Web-Cam-Sammlung Norwegen.

An- und Weiterreise Norwegen

– Ausweis reicht
– Kinder: eigener Kinderreisepass
– Zollvorschriften beachten (speziell für Alkohol und Tabak)
– Einreise mit Tieren -> Link
– Währung: Norwegische Krone (Kurs ca. 1:9,5)
– Geld: Abheben an Geldautomaten vor Ort möglich
– Ca. 50 Euro schon vorab auf der Bank tauschen
– Tipp: Infoseite der Kgl. Norwegischen Botschaft

Anreise
-> Auto:
Über Dänemark (Fähren ab Hirtshals)
Über Schweden (Fähren ab Kiel, Puttgarten, Travemünde, Rostock)
Ab Deutschland (Fähre Kiel-Oslo)

-> Billigflieger:
Norwegian: ab Berlin, Hamburg, Köln, München, Wien nach Oslo. Ab Berlin auch nach Stavanger, Bergen und Trondheim.

Reisen in Norwegen

-> Geschwindigkeitsbegrenzung:
Innerorts: 50 km/h, Landstr.: 80 km/h, Autobahn: 100 km/h

-> Reisegeschwindigkeit:
Durchschnittl. 60-70 km/h, Tagespensum: max. 200 – 300 km

-> Maut:
Kosten pro Urlaub ca. 30-60 Euro/Auto. An den Mautstationen einfach durchfahren.
Zahlung: Rechnung wird zugesandt. (Außer Atlantiktunnel)

-> Fähren:
An Hauptstr.: mehrmals pro Stunde. An kleinen Nebenstr.: 1-5 x / Tag.
Kosten pro Urlaub: 20-120 Euro (je nach Region)

-> Typisch Norwegen:
22.700 Brücken, 952 Straßentunnel, 32 Unterseetunnel und tausende Kreisverkehre…