Brand in Flatanger

Beitrag vom Dienstag, 28. Januar 2014

Brandgefährliche Wetterlage

Foto: Tariq Alisubh/NRK
Die zwei Großbrände, die Norwegen dieser Tage erschütterten, sind in Folge Meteorologen auf eine Extremwetterlage zurückzuführen. Nachdem zunächst Westwinde im Dezember für ungewöhnlich hohe Temperaturen und Starkregen sorgten, drehte Anfang Januar der Wind auf Ost. Damit sanken die Temperaturen und die Sonne kam heraus, allerdings mangelt es nun an jeglichem Niederschlag. Hinzu kommt starker Wind. Es besteht somit in vielen Regionen West-, Mittel- und Nordnorwegens extreme Waldbrandgefahr. Ein Funke reicht derzeit aus, Flächenbrände wie in Flatanger oder Lærdal auszulösen.
Die Landschaft in den Küstenregionen trocknet besonders schnell aus, da der Fels nur von einer dünnen Erdschicht bedeckt ist, die nur kurze Zeit Niederschlag speichern kann.
In der Region Trondheim ist es derzeit so trocken, dass sich über die Felder eine dünne Staubschicht gelegt hat (siehe Bild unten). Waldbrandgefahr besteht in den Küstenregionen des Landes alle Jahre wieder. Man geht derzeit davon aus, dass die derzeitigen Brände nicht auf mangelnden Brandschutz zurückzuführen sind. Sie waren vielmehr eine Verkettung unglücklicher Umstände.
In Ost- und Südnorwegen herrscht dagegen eine völlig entgegengesetzte Wetterlage. Hier schneit es seit Tagen. Vielerorts werden Schneehöhen von über einem Meter gemessen.

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