Norwegisch – Aussprache

Verfasst am 03.11.2018 | Abgelegt unter Norwegisch / Norsk

Hus, blod, god, komme, lese, snakke. – Das Norwegische ist in vielfacher Form dem Deutschen nicht ganz unähnlich. Texte lassen sich daher in Teilen auch ohne Sprachkenntnisse ganz gut verstehen. So ist der Satz „Jeg leser en tekst.“ inhaltlich gewiss kein großes Geheimnis. Geht es jedoch um das verstehende Hören und die Kommunikation, verhagelt einem nicht selten die doch etwas abweichende Aussprache das Vergnügen. „God“ wird dann zu „gu“, „herlig“ zu „härli“ und „gyldig“ zu „jüldi“. Doch keine Bange, dieses „problem“ kann man „løse“.

Æ, Ø, Å – Norwegische Sonderbuchstaben

Keine Bange vor æ, ø, å. Alle drei Buchstaben sind leicht auszusprechen, wobei man jedoch vor allem beim å auf eine korrekte Lautmalung achten sollte, denn es ist eher ein o als ein a.

æ = ein überoffenes ä (wird vor r auch gern als „a“ ausgesprochen),
ø = entspricht dem deutschen ö
å = kehliges, tiefes o wie in Boot.

Weiche Vokale

Bei o, u und y gibt es Lautverschiebungen. Meistens jedenfalls.

o = meist u (außer vor doppelten Konsonanten und in Wörteren wie tog, og, også)
u = fast immer ein ein breites ü (außer u.a. beim Wort ung (jung))
y = ganz spitzes ü (wie in müssen)

Verflixte Konsonanten

So mancher Konsonant wird nicht mitgesprochen und ist der Grund dafür, dass man das geschriebene Wort meist gut übersetzen kann, das gesprochene jedoch nicht versteht.

g (vor j & y) = j
k (vor i, y, ei), kj, tj = ch
sk (vor i, y, ei), skj, sj, s vor l, s nach r = sch

Teilweise stumm sind:
-d (am Ende des Wortes meist stumm)
-v (stumm in Wörteren wie selv, sølv …)
-ig (stummes g bei der -ig Endung)
-t (stumm NUR bei „det“ & bei bestimmten Substantiven: huset, toget, brødet)
h- (stumm vor v & j)

r = etwas rollend oder Zungenspitzen-R (klingt in dem Fall z.T. wie ein „L“), in Westnorwegen auch kehlig gekratzt
v = w, am Wortende auch z.T. „f“

Betonung

Meist wird die zweite Silbe betont. Ausnahmen bilden manche Wort wie „kafeteria“.

Toneme

Zur Betonung kommt die Satzmelodie, die für eine schnelle Aussprache der oft sehr kurzen Wörter unerlässlich ist. Als Deutscher bekommt man diese jedoch nur schwer auf unverkrampfte Art hin. Man sollte daher darauf achten, Worte einfach langsamer als Ola Nordmann auszusprechen, schon allein um einen Knoten in der Zunge zu vermeiden.

Worte können tief beginnen und hoch enden, was dann wie eine Frage klingt. Komme? Drikke? Male?
Andere Worte beginnen in ihrer Melodie hoch, fallen dann ab, um dann am Ende wieder anzusteigen. Dies betrifft oft mehrsilbige Wörter, wie z.B. rundstykke (Brötchen), kjøre.

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