Wie Schneearmut zum Bau des Holmenkollen führte

Verfasst am 06.03.2014 | Abgelegt unter Geschichte & Ortsgeschichten, Outdoor / Sport / Freizeit

Es gibt ja immer wieder Jahre, da fällt der Winter auch in Norwegen in tieferen Lagen regelrecht ins Wasser. 2013/2014 ist so ein Beispiel dafür. Zwar hatte es auch in Oslo unterhalb 400 Metern ab und zu geschneit, meist jedoch war der Rasen grün und vom ersehnten Weiß keine Spur.
Dieses Phänomen ist nicht neu. Auch in den 1870er Jahren war Schnee in tieferen Lagen rar. Und da man noch nicht mit Kunstschnee nachhelfen konnte, fielen die Skisprungwettkämpfe Hang Iversløkken regelmäßig aus. 1879 wurde daher eine neue „Gigantschanze“ westlich der Stadt am Husebybakken eingeweiht. Hier waren unfassbare Sprünge von über 20 Metern möglich.  Der Schanzenrekord lag bei 21,5 Metern. Bis zu 12.000 Besucher kamen zu den Sprungwettkämpfen.
Allerdings machte das milde Winterwetter auch bald die Wettkämpfe am Husebybakken unmöglich. Der Wettbewerb zog weiter bergauf zum Ullbakken. Dieser Hang konnte jedoch auch nur 12 Jahre lang genutzt werden, bevor sich die Geschichte wiederholte und man erneut umziehen musste. Diesmal zum Holmenkollen. Der erste Sprungwettkampf am 30. Januar 1892 fiel fast erneut dem milden Wetter zum Opfer. Danach jedoch besserten sich die Verhältnisse. Mit 21,5 Metern wurde ein erster Schanzenrekord gesetzt.
Der Holmenkollen wurde bis heute 19 Mal umgebaut und erweitert und 1904 erstmals aus Stein errichtet.
Die Holmenkollenschanze ist heute die älteste, noch an ihrem ursprünglichen Ort befindliche Sprungschanze der Welt und DAS Mekka des Skisprungsports, auch wenn der berühmt-berüchtigte Holmenkoll-Nebel gerne einen Strich durch die Rechnung macht. Der Schanzenrekord liegt heute bei 141 m. Würde man heute hier 21,5 m springen, würde man gerade mal auf dem Vorbau landen, also an jener Stelle, wo der Hang sich zu neigen beginnt.

Holmenkollen 1952

Der Holmenkollen anlässlich der Olympischen Winterspiele 1952

 

Norwegeninfos:

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Aktuelle Norwegen-Impressionen

Bilder meiner Reise nach Oslo im Mai 2018, anlässlich des norwegischen Nationalfeiertags. Die Reise fand in Zusammenarbeit mit dem Nordis-Magazin statt.

Buchtipps – Veröffentlichungen des Norwegen-Service

Martin Schmidt

Individualreiseführer:
Reisehandbuch NorwegenReisehandbuch Südnorwegen
City Trip Oslo, Bergen, Erfurt / Weimar

Bildband:
Thomas Härtrich & Martin Schmidt: Sehnsucht Norwegen

Sprachbücher:
Einstieg Norwegisch (Hueber Verlag)
Power Sprachtraining (Pons)
Oh, dieses Norwegisch (Conrad Stein Verlag)

Kleine Länderkunde

– 323.802 km² ist Norwegen groß, und damit etwas kleiner als Deutschland. Rechnet man jedoch den von Norwegen verwalteten arktischen Archipel Spitzbergen mit hinzu, sind es 384.824 km².

– Im Gegensatz zu Mitteleuropa ist Norwegen äußerst dünn besiedelt. Gerade einmal 5,2 Millionen Menschen sind im Lande der Wikinger und Elche zu Hause, 660.000 von ihnen wohnen in Oslo, 279.000 in der zweitgrößten Stadt Bergen.

– Norwegen streckt sich reichlich in die Länge. Ganze 1.572 km sind es vom Südzipfel, dem Kap Lindesnes, bis zum Nordkap. An seiner schmalsten Stelle misst das Land gerade einmal 6330 Meter.

– Die Landessprache ist Norwegisch, allerdings in zwei schriftlichen Varianten: bokmål und nynorsk. Dies macht sich auch beim Ländernamen bemerkbar. Heißt Norwegen auf bokmål „Norge“, so trägt das Königreich auf nynorsk die Bezeichnung „Noreg“.
Zweite Landessprache ist Samisch, wenngleich diese nicht alle erlernen müssen.

Bezahlt wird mit der norwegischen Krone.

Homepage-Tipps

– Auf dieser Seite kannst du im Norwegen-Shop Produkte aus und zum Thema Norwegen erwerben. Viel Spaß beim Stöbern.

Norsk ! – So heißt meine Zeitschrift für alle, die Norwegisch lernen.

Fun Facts

-> Der Lærdalstunnel ist mit 24,5 km der längste Straßentunnel der Welt. Er führt von Lærdal nach Aurland in Westnorwegen und besitzt drei große, beleuchtete Felshöhlen, in denen man auch anhalten kann.

-> Der Fjærlandstunnel ist der einzige Tunnel der Welt, der unter einem Gletscher entlang führt.

-> Der Eiksundtunnel führt 287 m unter dem Meer entlang und ist somit der tiefste Untersee-Straßentunnel der Welt. Zumindest noch. Tiefere Unterseetunnel sind in Norwegen bereits im Bau.

Vermischtes

Web-Cams aus Norwegen:

Kleine Web-Cam-Sammlung Norwegen

Große Web-Cam-Sammlung Norwegen.

An- und Weiterreise Norwegen

– Ausweis reicht
– Kinder: eigener Kinderreisepass
– Zollvorschriften beachten (speziell für Alkohol und Tabak)
– Einreise mit Tieren -> Link
– Währung: Norwegische Krone (Kurs ca. 1:9,5)
– Geld: Abheben an Geldautomaten vor Ort möglich
– Ca. 50 Euro schon vorab auf der Bank tauschen
– Tipp: Infoseite der Kgl. Norwegischen Botschaft

Anreise
-> Auto:
Über Dänemark (Fähren ab Hirtshals)
Über Schweden (Fähren ab Fähren ab Kiel, Puttgarten, Travemünde, Rostock)
Ab Deutschland (Fähre Kiel-Oslo)

-> Billigflieger:
Norwegian: ab Berlin, Hamburg, Köln, München, Wien nach Oslo. Ab Berlin auch nach Stavanger, Bergen und Trondheim.

Reisen in Norwegen

-> Geschwindigkeitsbegrenzung:
Innerorts: 50 km/h, Landstr.: 80 km/h, Autobahn: 100 km/h

-> Reisegeschwindigkeit:
Durchschnittl. 60-70 km/h, Tagespensum: max. 200 – 300 km

-> Maut:
Kosten pro Urlaub ca. 30-60 Euro/Auto. An den Mautstationen einfach durchfahren.
Zahlung: Rechnung wird zugesandt. (Außer Atlantiktunnel)

-> Fähren:
An Hauptstr.: mehrmals pro Stunde. An kleinen Nebenstr.: 1-5 x / Tag.
Kosten pro Urlaub: 20-120 Euro (je nach Region)

-> Typisch Norwegen:
22.700 Brücken, 952 Straßentunnel, 32 Unterseetunnel und tausende Kreisverkehre…