Die Endurance – Ein ausdauerndes norwegisches Schiff

Verfasst am 17.03.2016 | Abgelegt unter Entdeckungen-am-Wegesrand, Geschichte & Ortsgeschichten, Kultur / Architektur / Design

Im Jahre 1914 war es, als der irisch-britische Polarforscher Sir Ernest Shackleton (1874-1922) in Richtung Südpol aufbrach. Obgleich die bis 1917 andauernde Expedition scheiterte, ist sie doch bis heute das wohl maßgebende Beispiel für einen zähen Überlebenswillen und den unbedingten Willen eines Kapitäns, die Leben seiner Mannschaft um jeden Preis zu retten, nie aufzugeben, weiter zu machen, bis die Dinge wieder im Lot sind.

Endurance Bauplan

Bauplan der Polaris / Endurance (c) Hvalfangstmuseum Sandefjord

Das Schiff, auf das sich Skackleton verließ, wurde von Ole Aanderud Larsen (1884–1964) entworfen und in der Framnæs-Werft im norwegischen Sandefjord gebaut. Am 17. Dezember 1912 wurde der 43,8 Meter lange Dreimaster unter dem Namen Polaris zu Wasser gelassen. Auftraggeber waren der belgische Polarforscher Adrien de Gerlache und der Norweger Lars Christensen. Beide wollten Polarkreuzfahrten anbieten, mussten Aufgrund finanzieller Probleme Christensens das Fahrzeug jedoch an Shackleton für 11.600 Pfund Sterling verkaufen, was nach heutigem Stand rund 1 Mio. Euro entsprechen würde.

Das später in Endurance (Ausdauer) umgetaufte Boot war nur für leichtes Packeis konzipiert, dem es durch seinen spitzen Rumpf nur wenig Angriffsfläche bieten sollte. Als das Schiff ungeplanterweise in dichtes, dickes Packeis geriet, wurde es zerdrückt, anstatt wie Amundsens Fram, die einen eierförmigen „Bauch“ besaß, emporgehoben zu werden.

Die Endurance wog 350 Tonnen. Der Dieselmotor vermochte sie auf 10 Knoten (19 km/h) zu beschleunigen.

Derzeit bestehen Pläne, die unter dem Packeis noch immer verschollene Endurance zu suchen und zu heben.

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Norwegische Impressionen

(c) Reinhard Pantke

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„Das Glück ist in Norwegen keine abstrakte Idee. Es setzt sich aus Holz, Gras, Fels und Salzwasser zusammen.“ (Hans Magnus Enzensberger)

 

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