Ferienhaus in Norwegen (ver)kaufen – Das müssen Sie wissen

Verfasst am 27.11.2015 | Abgelegt unter Gesellschaft / Leben in Norwegen, Reisen in Norwegen

Wer Norwegen liebt, wird sicher schon einmal mit dem Gedanken gespielt haben, sich dort niederzulassen und ein typisches rotes Holzhaus als Feriendomizil zu kaufen. Tatsächlich machen immer mehr Norwegenfans ihren Traum wahr und kaufen sich ein kleines Ferienhaus am Meer oder am Fjord. Doch worauf ist beim Kauf zu achten und wo liegen die Tücken bei einem späteren Verkauf?

Kann ein Deutscher in Norwegen ein Haus kaufen?

Jeder in Norwegen lebende Ausländer, aber auch jeder Auslandsansässige, darf in Norwegen Wohneigentum erwerben; er ist somit einem norwegischen Käufer gleichgestellt. Der Kauf muss nicht beim deutschen Finanzamt gemeldet werden.

Anders sieht es allerdings aus, wenn das Ferienhaus später wieder mit Gewinn verkauft wird. Wurde das Haus ausschließlich selbst genutzt und nicht an Urlauber vermietet, funktioniert der Verkauf problemlos und es fallen keine Steuern in Deutschland für die Veräußerung an. Anders sieht es aus, wenn die Ferienimmobilie auch zur Vermietung genutzt wurde – dann hält der deutsche Fiskus die Hand auf und verlangt immer dann Steuern, wenn die Immobilie vor Ablauf der Spekulationsfrist von zehn Jahren wieder veräußert wird. Mehr Informationen zu diesem Thema liefert der Ratgeber der VLH.

Ferienhaus in Norwegen kaufen – die ersten Schritte

Ferienhäuser oder Ferienwohnungen werden auch in Norwegen überwiegend im Internet oder in den Zeitungen inseriert. Vor Ort gibt es unzählige Maklerbüros, die teilweise auch deutsch sprechen. Die Auswahl ist groß und es gibt Angebote in diversen Größen und Preisklassen. Oft wird ein offener Besichtigungstermin angegeben (visning). Dort ist es möglich, sich ohne Terminabsprache oder Anmeldung die Immobilie anzuschauen. Je nach Lage unterscheiden sich die Preise enorm. Südnorwegen ist beispielsweise erheblich teurer als Nordnorwegen und je näher das Haus bei Oslo liegt, desto höher werden die Preise.

Wie funktioniert ein Hausverkauf in Norwegen?

In Norwegen läuft ein Hausverkauf meistens über einen Makler und über Gebote. Oft wird zu Beginn ein Startpreis aufgerufen, den Interessenten überbieten oder auch unterbieten. Jeder Interessent gibt ein schriftliches Kaufangebot ab. Dieses ist mit Nennung der Gebotsfrist bis zum Ablauf dieser Frist bindend.

Akzeptiert auch der Verkäufer das Gebot, so ist dies für beide Vertragsparteien bindend und es entsteht ein vorläufiger Kaufvertrag. Mit Vertragsunterschrift erhält der Erwerber einen Kaufbrief. Dieser ist amtlich beglaubigt – das ist an einem Siegel erkennbar. Außerdem wird der Verkauf ins Grundbuch eingetragen. Der Kaufbrief ist ein amtliches Dokument und der Vertragsabschluss sollte möglichst von einem Anwalt begleitet werden.

Norwegeninfos:

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Aktuelle Norwegen-Impressionen

Bilder meiner Reise nach Oslo im Mai 2018, anlässlich des norwegischen Nationalfeiertags. Die Reise fand in Zusammenarbeit mit dem Nordis-Magazin statt.

Buchtipps – Veröffentlichungen des Norwegen-Service

Martin Schmidt

Individualreiseführer:
Reisehandbuch NorwegenReisehandbuch Südnorwegen
City Trip Oslo, Bergen, Erfurt / Weimar

Bildband:
Thomas Härtrich & Martin Schmidt: Sehnsucht Norwegen

Sprachbücher:
Einstieg Norwegisch (Hueber Verlag)
Power Sprachtraining (Pons)
Oh, dieses Norwegisch (Conrad Stein Verlag)

Kleine Länderkunde

– 323.802 km² ist Norwegen groß, und damit etwas kleiner als Deutschland. Rechnet man jedoch den von Norwegen verwalteten arktischen Archipel Spitzbergen mit hinzu, sind es 384.824 km².

– Im Gegensatz zu Mitteleuropa ist Norwegen äußerst dünn besiedelt. Gerade einmal 5,2 Millionen Menschen sind im Lande der Wikinger und Elche zu Hause, 660.000 von ihnen wohnen in Oslo, 279.000 in der zweitgrößten Stadt Bergen.

– Norwegen streckt sich reichlich in die Länge. Ganze 1.572 km sind es vom Südzipfel, dem Kap Lindesnes, bis zum Nordkap. An seiner schmalsten Stelle misst das Land gerade einmal 6330 Meter.

– Die Landessprache ist Norwegisch, allerdings in zwei schriftlichen Varianten: bokmål und nynorsk. Dies macht sich auch beim Ländernamen bemerkbar. Heißt Norwegen auf bokmål „Norge“, so trägt das Königreich auf nynorsk die Bezeichnung „Noreg“.
Zweite Landessprache ist Samisch, wenngleich diese nicht alle erlernen müssen.

Bezahlt wird mit der norwegischen Krone.

Homepage-Tipps

– Auf dieser Seite kannst du im Norwegen-Shop Produkte aus und zum Thema Norwegen erwerben.

Norsk ! – So heißt meine Zeitschrift für alle, die Norwegisch lernen.

Fun Facts

-> Der Lærdalstunnel ist mit 24,5 km der längste Straßentunnel der Welt. Er führt von Lærdal nach Aurland in Westnorwegen und besitzt drei große, beleuchtete Felshöhlen, in denen man auch anhalten kann.

-> Der Fjærlandstunnel ist der einzige Tunnel der Welt, der unter einem Gletscher entlang führt.

-> Der Eiksundtunnel führt 287 m unter dem Meer entlang und ist somit der tiefste Untersee-Straßentunnel der Welt. Zumindest noch. Tiefere Unterseetunnel sind in Norwegen bereits im Bau.

Vermischtes

Web-Cams aus Norwegen:

Kleine Web-Cam-Sammlung Norwegen

Große Web-Cam-Sammlung Norwegen.

An- und Weiterreise Norwegen

– Ausweis reicht
– Kinder: eigener Kinderreisepass
– Zollvorschriften beachten (speziell für Alkohol und Tabak)
– Einreise mit Tieren -> Link
– Währung: Norwegische Krone (Kurs ca. 1:9,5)
– Geld: Abheben an Geldautomaten vor Ort möglich
– Ca. 50 Euro schon vorab auf der Bank tauschen
– Tipp: Infoseite der Kgl. Norwegischen Botschaft

Anreise
-> Auto:
Über Dänemark (Fähren ab Hirtshals)
Über Schweden (Fähren ab Kiel, Puttgarten, Travemünde, Rostock)
Ab Deutschland (Fähre Kiel-Oslo)

-> Billigflieger:
Norwegian: ab Berlin, Hamburg, Köln, München, Wien nach Oslo. Ab Berlin auch nach Stavanger, Bergen und Trondheim.

Reisen in Norwegen

-> Geschwindigkeitsbegrenzung:
Innerorts: 50 km/h, Landstr.: 80 km/h, Autobahn: 100 km/h

-> Reisegeschwindigkeit:
Durchschnittl. 60-70 km/h, Tagespensum: max. 200 – 300 km

-> Maut:
Kosten pro Urlaub ca. 30-60 Euro/Auto. An den Mautstationen einfach durchfahren.
Zahlung: Rechnung wird zugesandt. (Außer Atlantiktunnel)

-> Fähren:
An Hauptstr.: mehrmals pro Stunde. An kleinen Nebenstr.: 1-5 x / Tag.
Kosten pro Urlaub: 20-120 Euro (je nach Region)

-> Typisch Norwegen:
22.700 Brücken, 952 Straßentunnel, 32 Unterseetunnel und tausende Kreisverkehre…