Mølen – Endmoräne und Vulkane

Verfasst am 24.06.2017 | Abgelegt unter Entdeckungen-am-Wegesrand, Natur / Fauna / Flora, Ostnorwegen / Telemark

Der Großraum Oslo verwöhnt den Besucher sicher nicht mit den spektakulärsten Landschaften Norwegens, doch auch dieser ist für Überraschungen gut. Eine solche findet man z.B. südwestlich der Kleinstadt Larvik. Hier, nahe des pittoresken Örtchens Nevlunghavn, liegt Mølen. Der Name leitet sich vom altnorwegischen Wort mǫl ab, das soviel wie „Steinwall“ bedeutet. Und genau das ist hier zu finden: Eine imposante, geneigte Uferzone mit weithin verstreuten runden Steinen – ideal für Familien, Naturfreunde und Liebhaber von Handschmeichlern.
Profan betrachtet sind die Steine die Überreste einer Moräne, also Materials, das das Innlandeis während der letzten Eiszeit, die vor 10.000 Jahren endete, vor sich her schob. Einige der Rundlinge wurden zu Steingräbern angehäuft. Deutlich zu sehen ist, wo Könige und wo deren Diener die ewige Ruhe fanden. Errichtet wurden die Formationen während der Stein- und Bronzezeit.

Schaut man nun auf die Karte, so fällt auf, dass der Rollsteinstrand ziemlich abrupt in Richtung Osten endet. Es scheint, als wäre etwas ins Meer geflossen. Und tatsächlich war an dieser, Saltstein genannten Stelle Gestein in Bewegung, nur eben vor 300 Millionen Jahren, zur Zeit des Spätkarbons. Damals bildete sich der Brunlanesvulkan heraus, ein mächtiger Schildvulkan. Die heute anliegenden Schichten bestehen daher wechselseitig aus Basalt und verfestigter Asche. Der Basalt weist weiße Einschlüsse auf. Diese sind im Nachhinein verfüllte Gasblasen. Die in Ost-West-Richtung verlaufenden Schichten bestehen aus Basalt und Rhombenporphyr.
Die Zusammensetzung des Brunlanesvulkans ähnelt der von Vulkanen im östlichen Kongo, nahe der Stadt Goma.
Die Gesteine von Saltnes wurden während der letzten Eiszeit glatt geschliffen. Schabespuren des Inlandeises sind deutlich zu erkennen.

Die Gesteine der Region sind am Beginn von Mølen sehr schön anhand von Fundstücken erklärt.

Bilder der: Vulkanregion; Endmoräne Mølen


Tags: Geologie, Geologen

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„Was für ein Land, meine Heimat! Schneebedeckte Berge und der Geruch nach Heide und Moor. Eine frische Brise, die über kristallklares Wasser heranweht, von Fjorden, die sich in die verstecktesten Winkel schlängeln. Wo im Sommer die Sonne nie verschwindet, gerade nur den Horizont berührt, bevor sie wieder aufsteigt und ihre Bahn über den Himmel zieht.“ (Liv Ullmann, *1938, aus: Wandlungen)

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