Reisen in Norwegen

Links: Unterwegs in Norwegen in der Region Helgeland (Nord-Norwegen). Die Straße führt von Insel zu Insel. Unterwegs setzt man mit Fähren über.

Reisen in Norwegen

Informationen zum Reisen in Norwegen, Fähren, Maut, Flugzeug, Bus und Bahn. Geld wechseln. Telefonieren / Internet.

1. Mit dem Auto unterwegs

Norwegens Straßennetz ist gut ausgebaut. Auch viele kleine Inseln sind mittlerweile über kühne Brückenbauwerke erreichbar und durch die Bergen werden immer mehr Tunnel gegraben. Dort, wo dies noch nicht der Fall ist, ergänzen Fähren das Straßennetz.
Man reist recht gemächlich. Auf Landstraßen liegt das Tempolimit bei 80 km/h, auf den sehr wenigen Autobahnen bei 100/110 km/h. Im Durchschnitt kommt man mit 60-70 km/h voran. Da es auch viel zu sehen gibt, sind Tagesetappen von 200 – 300 Kilometern völlig ausreichend.
Tempolimits sind genaustens einzuhalten. Bußgelder werden schon ab 1 km/h zu viel verhängt und betragen gerne mehrere Hundert Euro.
Ein gewisses Problem stellt an einigen Stellen die Straßenqualität dar. In kaum einem anderen Land Europas hat der Asphalt so viel unter steten Wetterwechseln zu leiden wie in Norwegen. Das ist teilweise spürbar.

Tanken:
Tankstellen gibt es reichlich. Nur in Nord-Norwegen können zwischen den Zapfsäulen auch mal 50 bis 100 Kilometer liegen. Insofern sollte man dort auf dem Lande rechtzeitig nachfüllen.
Die meisten Tankstellen (bensinstasjon) haben von 7 bis 22 Uhr geöffnet, in den größeren Städten auch rund um die Uhr. Auf dem Lande kann eine Tankstelle auch mal sonntags geschlossen sein. Außerhalb der Öffnungszeiten kann an der Säule mit Kreditkarte, seltener auch mit Geldscheinen, bezahlt werden. Obacht: Nicht immer nimmt der Automat deutsche Kreditkarten (Visa funktioniert am besten).
Diesel avgiftsfri (abgabenfrei) ist landwirtschaftlichen Fahrzeugen vorbehalten und darf nicht getankt werden.
Benzin und Diesel kosten 12 – 14 NOK (1,42-1,66 Euro). (blyfri = bleifrei)

2. Maut / Fähren

Maut: Auf vielen norwegischen Straßen ist ein „Wegezoll“ fällig. In Städten werden mit den Geldern neue Tunnel und Verkehrsprojekte finanziert. Auf dem Lande zahlt man ein bereits fertig gestelltes Bauwerk ab, was sich meist einige Jahre hinzieht, aber die Hoffnung mit sich bringt, es irgendwann kostenfrei nutzen zu dürfen.

Tipp 1: Link zur Karte mit aktuellen Mautstationen in Norwegen!
Tipp 2: Schon bei der Ankunft in Norwegen einige norwegische Kronen bereit halten (umgerechnet 20 Euro). Manchmal, z.B. bei der Anreise über die E 6, kann es sein, dass die erste Mautstation keine automatische ist und nur mit norwegischen Kronen gezahlt werden kann.

Maut: Die meisten Mautstationen sind mittlerweile vollautomatisch (markiert mit einem „Ikke Stopp“ (nicht anhalten) – Schild. Man fährt einfach durch. Bezahlung: Es gibt drei Möglichkeiten:
1. Auf folgender Seite: Maut in Norwegen – kann man sein Autokennzeichen und Kreditkarte registrieren und einen Betrag aufladen. Nach dem Norwegenurlaub werden die anfallenden Mautbeträge abgebucht und zu viel bezahlte Beträge zurückerstattet.
2. AngeGiro: Nach der Durchfahrt innerhalb eines Tages an Esso-Tankstellen der Umgebung ein AngreGiro ausfüllen und bezahlen (hab ich persönlich noch nie probiert).
3. Auf eine Rechnung warten. Das Geld kann dann ohne Gebühr auf ein deutsches Konto überwiesen werden.

Ist die Mautstation noch nicht automatisch, so ist die Mautstation in drei Bereiche gegliedert: Mynt/Coin Bereich – hier wirft man die abgezählte Summe in eine Box, wer es nicht passend hat, fährt bei Manuell durch. Wer aus Versehen bei AutoPass durchgefahren ist, kann in allen Esso Tankstellen wieder das „Angregiro“ ausfüllen.

Überlandstrassen: Man zahlt bar an einem kleinen Häuschen. Die Preise schwanken zwischen 3 und 18 Euro.
Private Gebirgsstrassen: Die Kosten für kleine private Nebenstrassen (welche man nur bei Abstechern in abgelegene Gebirgsregionen nutzt) liegen meist bei 2,50 Euro. Man füllt an der Schranke einen Zettel aus (navn = Name, Adresse, bilnummer = Autonummer), wirft das Original inkl. Geld in die Box und legt den Durchschlag hinter die Windschutzscheibe. Hinweis: Bei neueren Stationen kann nur noch mit der Kreditkarte (Visa !) gezahlt werden. Es werden keine Gebühren aufgeschlagen.

Pro Fahrzeug liegen die Maut-Kosten bei 3 Wochen Urlaub bei etwa 30 – 50 Euro. Für WoMo`s und Caravans ist das Doppelte einzukalkulieren.

Vor allem in Westnorwegen und entlang der Rv 17 von Grong nach Bodø müssen zahllose Fähren genutzt werden.
Fähren an Hauptrouten pendeln in kurzen Abständen zwischen den Ufern, so dass man nur mit Wartezeiten von höchstens 15-30 Minuten zu rechnen braucht (Wobei nicht selten gerade diese zum Verweilen, Rasten und Schauen einladen!)
Allerdings, nicht alle Fähren verkehren auch nachts. Zudem ist es bei Verbindungen auf Nebenstrecken (z.B. der Rv 17) durchaus von Vorteil, zu wissen, wie oft eine Strecke frequentiert wird. Informationen dazu findet man in den überall anzutreffenden Touristeninformationen.
Für die Rv 17 kann der Reisende hier eine eigene Gratisbroschüre anfordern. Da einige Fähren nur 2-3x täglich verkehren, sollte man diese unbedingt bei sich haben. (Erhältlich ist das Heft aber auch in allen Touristeninformationen der Umgebung.)

Pro Urlaub muss man, je nach Reiseroute, mit 30 – 50 Euro pro Auto (bei WoMo`s das Doppelte) rechnen.
Tipp: Eine Seite mit ausführlichen Informationen zu allen Fährverbindungen ist hier zu finden.

3. Transportmittel

Das Bahnnetz ist nur gering ausgebaut und etwas veraltet. Man reist mehr gemütlich, als schnell. Vor allem die Verbindung von Oslo nach Bergen ist beliebt.
Das Busnetz ist sehr gut ausgebaut. Man erreicht im Prinzip jeden noch so kleinen Ort. Auf den Hauptstrecken verkehren Expressbusse. Kleine Orte wreden oft nur 1x am Tag angefahren, am Samstag meist gar nicht.
Am schnellsten reist der Gast mit dem Flugzeug. Nahezu jede Stadt hat einen Flughafen, vor allem in Norden des Landes. Die Preise sind Dank Billigfliegern recht günstig.

Alle Fahrpläne sind auf der Seite rutebok abrufbar (Seite auch auf Englisch und Deutsch).

Norwegische Staatsbahn nsb – Makspris: bei rechtzeitiger Buchung zahlt man in Regionalzügen nur max. 199 – 299 NOK

NorWay Bussekspress – Größte Busgesellschaft des Landes. Sehr viele zuverlässige Verbindungen. Rabatte: Studenten 25% (Nordnorwegen 50%), Senioren 33%, Kinder 4-15 Jahre 50%, Gruppen: 2 (!) – 11 Personen 25%; Makspris: gilt für einige Strecken – Maximalpreis von 290 – 490 NOK.

Norwegian –  Billigflieger. Besonders günstige Preise rechtzeitiger Vorbuchung; Verbindungen z.B. zwischen Oslo und Bergen/Alta/Bodø/Molde/Tromsø /Kirkenes/Trondheim/Ålesund;

Widerøe – Regionale Fluggesellschaft mit vielen Verbindungen und einem Sommer-Sparpass für Touristen.

Wer vor Ort mobil sein möchte, nimmt sich am Besten einen Leihwagen. Über Mietwagen Vergleich Norwegen findet man den günstigsten. Die Verkehr ist außerhalb der großen Städte deutlich weniger stressig als in Deutschland und man kann mit dem eigenen Wagen die vielen Sehenswürdigkeiten bequem und schnell anfahren. Aufgrund der diversen Anbieter, Preise und Konditionen lohnt sich der Mietwagen
Preisvergleich Norwegen.

Geld tauschen / abheben

Die Währung ist die Norwegische Krone (nkr, NOK).
Der Wechselkurs ist in Norwegen günstiger als zu Hause.
Der aktuelle Kurs ist auf dieser Seite tagesaktuell abrufbar. (meist ca. 1:9)
In Norwegen kann an jedem Automaten mit der EC-Karte problemlos Geld abgehoben werden. Ich habe auch schon in vielen Läden mit der EC-Karte an der Kasse zahlen können (was im Ausland ja nicht immer funktioniert).
Automaten finden sich in den regionalen Zentren des Landes. Ist keine Bank vorhanden, kann manchmal auch beim Einkauf an der Kasse des Supermarktes Geld abgehoben werden (vorher nachfragen). Geldautomaten finden auch auch auf den Fähren in Richtung Norwegen.
Kreditkarten: Am verbreitetsten ist die Visa-Card. Das Geld-Abheben mit der Kreditkarte klappt problemlos, das Bezahlen an der Kasse nicht immer.
Gebühren: Diese sind abhängig vom eigenen Kreditinstitut. Bei einigen ist es gratis (DKB), andere verlangen bis zu 5 Euro bzw. 1% der abgehobenen Summe.
Geld tauschen: Recht kostspielig und ungünstiger Wechselkurs. Möglich ist dies jedoch in allen Banken in Norwegen. Auch in Deutschland kann vorab etwas Geld getauscht werden.

Telefonieren / Internet

Mobilfunkanbieter bieten spezielle Auslandstarife an, die man in Paketen zubuchen kann (meist 50 Min. telefonieren für 4,99 Euro). Diese sollte man unbedingt nutzen. Auch gesonderte Auslands-Datentarife für Smartphones sollte man erwerben.
Norwegische Sim-Karten sind für Besucher zwar erhältlich, können aber fast nur noch über das Internet bestellt werden, wofür norwegische Sprachkenntnisse notwendig sind.
Wer oft ins Internet will, kann einen Surfstick erwerben (bei google das Stichwort „Surfstick Ausland“ eingeben). Kostenlose W-Lan-Netze finden sich in Norwegen u.a. in Hotels. (Z.B. Thon Hotels – die Zugangsdaten sind für alle frei verfügbar und liegen an der Rezeption aus.)
Kostenlose Internetzugänge besitzen zudem alle Bibliotheken und viele Touristeninformationen. Auch die allermeisten Campingplätze und sehr viele Supermärkte haben kostenloses WLAN.