Åsgårdsreia – Das wilde Heer zwischen den Feiertagen

Verfasst am 29.12.2014 | Abgelegt unter Feste / Traditionen / Festivals, Mythologie / Sagen

Åsgårdsreia, Osokreia oder auch Julereia wird es genannt, dass wilde Heer aus Trollen, Wichteln, den „Unterirdischen“ und unsterblichen Geistern, das in Folge des norwegischen Volksglaubens zwischen den Jahren durch die Lande zieht. Die bunte Schar wilder Gesellen verspeist die letzten Essensreste von Weihnachten, trinkt das Bier aus und ist zu allerlei Schabernack aufgelegt – wenn es gut läuft. Es kann aber auch noch wüster zugehen und mit einer handfesten Schlägerei enden. Drum sollten alle, die sich sich in Sicherheit wiegen wollten, nach Sonnenuntergang nicht mehr vor die Türe gehen.
Was einem dort nämlich eventuell blühte, zeigt das Bild von Nils Bergslien aus dem Jahre 1922.

Hintergrund für diesen Volksglauben ist die Urangst der Menschen vor der dunkelsten Jahreszeit. Mit dieser einher geht auch der Respekt vor der Lussinacht (12/13.12.) und dem Weihnachtsbock.
Betrachtet man diese Traditionen, so wird klar, warum der christliche Glaube gerade in dieser Zeit Licht und Zuversicht zu den Menschen bringen sollte.

Eine sehr eindrucksvolle klangliche Darstellung des „Wilden Heeres“ bietet das 1878 verfasste Werk „Åsgårdreien“ des aus Hammerfest stammenden Komponisten Ole Olsen (1850-1927):

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(c) Reinhard Pantke

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„Was für ein Land, meine Heimat! Schneebedeckte Berge und der Geruch nach Heide und Moor. Eine frische Brise, die über kristallklares Wasser heranweht, von Fjorden, die sich in die verstecktesten Winkel schlängeln. Wo im Sommer die Sonne nie verschwindet, gerade nur den Horizont berührt, bevor sie wieder aufsteigt und ihre Bahn über den Himmel zieht.“ (Liv Ullmann, *1938, aus: Wandlungen)

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