Sondre Norheim

Beitrag vom Freitag, 11. Januar 2019

Telemark – Skifahrtechnik aus Norwegen

Mitte des 19. Jahrhunderts erfuhr der alte Fortbewegungsart des Skilaufens in Norwegen eine ungeahnte Renaissance, speziell in der Telemark. Noch heute ist die Region Namensgeber für eine besonders gelungene und stilistisch von den Punktrichtern erwartete Landung im Skispringen, einer Sportdisziplin, die auf das norwegische Ufsilåm zurück geht. Bei diesem galt es Hindernisse zu überwinden, einen Zaun oder eine Felskante, oder gleich vom Dach eines Hauses einen Satz in den Schnee zu machen. Bis zu 10 Meter konnten so fliegend überwunden werden.

Auch der moderne Abfahrtslauf hat seine Heimat in der Telemark, erkennbar am norwegischen Wort Slalom, das im lokalen Dialekt so viel wie „Hangspur“ bedeutete, und an der Telemark-Skitechnik. Ihr markantestes Erscheinungsbild der so genannte Ausfallschritt. Der Bergski wird nach hinten gezogen, die Schwungeinleitung basiert auf einem Wechselschritt.
Die Telemarktechnik war lange Zeit in Vergessenheit geraten, auf Grund ihrer unvergleichlichen Eleganz ist sie jedoch wieder im Kommen, vor allem in den USA. Zum Telemarkskifahren werden Allmountainski mit einer Telemark- oder Freeridebindung benötigt.

Die folgenden drei Videos stellen euch die Technik einmal vor. Der erste Film dokumentiert die Anfänge des Telemarkstils in der Telemark. Zu sehen ist ein Zusammenschnitt historischer Aufnahmen.

Als einer der Väter der Technik gilt Sondre Norheim, dem der zweite Film gewidmet ist.

Das dritte Video zeigt tolle Aufnahmen vom Gaustatoppen, dem höchsten Berg der Telemark und dessen Bezwingung durch Telemarkskifahrer,

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